Verlustangst überwinden

Hattest auch Du schon einmal Verlustangst mit ständig wirren Gedanken im Kopf? Angst, die nicht aufhört, sondern immer wiederkehrt. Dir gehen Dinge durch den Kopf wie: Hoffentlich verlässt er mich nicht oder bestimmt bekomme ich morgen meine Kündigung?

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Mit dieser Verlustangst ist man nicht allein, jeder Mensch macht in seinem Leben einmal die Erfahrung unter Verlustangst zu leiden, wenn er ein trauriges Erlebnis verarbeitet oder sich von seinem Partner trennt, die Angst, dass sich so etwas noch einmal wiederholt, ist dementsprechend groß.

Zitat: Wer zu sich selbst gefunden hat, der kann nichts mehr verlieren – Stefan Zweig

Jeder Mensch geht anders mit seinen Verlustängsten um, oftmals sind sie sehr intensiv und von Hoffnungslosigkeit geprägt. Panik davor seinen Job zu verlieren, schwer krank zu werden oder ein nahestehendes Familienmitglied zu verlieren, davor haben die meisten von uns Angst.

Am größten aber ist die Verlustangst den eigenen Partner oder Freund zu verlieren, Angst, dass man es allein nicht schafft. Tritt so ein Ereignis ein, bleiben die Erinnerungen daran oft lang im Gedächtnis und hinterlassen tiefe Gefühle, die man für diesen Menschen hegte.

Verlustangst ist kein seltenes Problem

Wenn jemand seinen Partner verloren hat, über die gemeinsam verbrachte Zeit nachdenkt und sich Vorwürfe macht, warum die Beziehung gescheitert ist. Hat man seine Eltern oder ein Kind verloren, ist das für Dich sehr enttäuschend. Der Schmerz sitzt tief und bleibt für lange Zeit, man denkt oft an die gemeinsam verbrachte glückliche Zeit, die zusammengeschweißt und Eure Liebe gestärkt hat.

Wenn jemand unter Verlustangst leidet, neigt er zu starker Eifersucht, Kontrollzwang und ständigem Misstrauen. In simplen und harmlosen Momenten reagiert er über, hat verdächtige Gedanken, hegt Zweifel ohne, dass es einen sichtbar wichtigen Grund dafür gibt.

Speziell in Bezug auf Deinen Partner könnte es so sein, dass sich Deine Verlustangst dahingehend verstärkt, in dem Du denkst nicht mehr gut genug für ihn zu sein, er sich nach einer attraktiveren Partnerin umschaut, Angst da ist, dass es eine Konkurrentin gibt, auf die indirekt eine starke Eifersucht entwickelt wird.

Ursachen für Verlustangst

Viele Gründe liegen früh in der Kindheit zurück. Im Kindesalter hat man eventuell bereits Erfahrungen machen müssen, die bis heute präsent sind, vielleicht wurde man vernachlässigt, indem Eltern die Aufmerksamkeit nur auf Deine Geschwister legten. Denke einmal nach und kehre in Deine Kindheit zurück. Erinnere Dich, wie Du damals mit diesen traurigen Erfahrungen umgegangen bist.

Warum belasten Sie Dich bis heute bzw. warum hat man auch heute auch noch das Gefühl, nicht mehr wichtig oder gefragt zu sein. Warum trägt man diese Verlustängste bis heute mit sich im innersten herum? Haben sich die Ängste nach so vielen Jahren bereits dermaßen intensiv und tief in Dir verinnerlicht, dass sie ein Teil Deiner Persönlichkeit geworden sind?

Zweifelt man an seinem Selbstbewusstsein, an einem geringen Selbstwertgefühl. Liebst und ehrst Dich selbst nicht genug, tust Dich deshalb an Deine Beziehung klammern, in dem Irrglauben, dass Dir dadurch fehlende Liebe und Zuneigung wieder zuteilwerden?

Verlustängste sind bloße Vorstellungen der Zukunft in Deinem Denken, Deinem Kopf, Ängste entstehen nur dort. Es muss nicht immer alles eintreten, was als schlimm oder gefürchtet empfunden wird. Selbst wenn diese Dinge sehr tief verankert sind, lassen sie sich sehr gut behandeln und bewältigen.

Verlustangst Symptome

  • Du hast Angst nicht ernst genommen zu werden, bekommst keine Anerkennung.
  • Man sucht ständig nach Aufmerksamkeit und Bestätigung in allem was man tut, in Deiner Beziehung.
  • Es wird die Illusion gelebt, einen nahestehenden Menschen zu verlieren, es ist fraglich, wie man ohne ihn klarkommt im Leben.
  • Man hat keine Vorstellung darüber, mit einem Verlust umzugehen, wie hilflos, allein und überfordert sich jemand fühlen würde.
  • Er denkt und fühlt sich immer mehr in seine Angst hinein, findet für alles Gründe.
  • Das Gefühl entsteht, dass sich Dein Partner in Eurer Beziehung öfter traurig fühlt und Zweifel daran hat, Angst, dass sie zerbrechen könnte.
  • Kann es sein, dass auf das, was der Partner oder die Eltern beruflich geschafft haben, bei Dir das Gefühl auslösen, in Deiner Entwicklung stehen geblieben zu sein, nicht mehr mithalten zu können.
  • Man opfert sich für andere auf und stellt seine Gefühle, Wünsche und Träume hinten an, um den Eltern oder dem Partner gerecht zu werden.
  • Du idealisierst Deinen Partner, stellst ihn besser hin, als er in Wirklichkeit ist und blendest seine Schwächen und Fehler aus, lügst Dich vielleicht auch selbst an, in dem Eure Beziehung, die sowieso schon zum Scheitern verurteilt ist, schöngeredet wird.

Trifft der ein oder andere Grund zu oder sogar alle, kann man davon ausgehen, an Verlustangst zu leiden. All das sind Symptome dafür. Besonders dann, wenn Du mit fremden Menschen in Kontakt bist, zeigen sich Deine Verlustängste sehr stark und auffällig.

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Es entsteht das Gefühl zu klammern, eifersüchtig und misstrauisch zu sein, über alles und jeden Bescheid wissen zu wollen. Zur Verlustangst gibt’s parallel die Bindungsangst. Bei dieser Form gehen Betroffene erst gar keine Partnerschaft oder Beziehung ein, weil sie von Beginn an ausschließen möchten, einen schmerzhaften Verlust ertragen zu müssen.

Behandlung der Verlustangst

Erkenne und akzeptiere zuerst Deine Verlustangst, lasse Deine Gefühle und Emotionen zu. Nur dann kannst Du sie ändern. Lüge Dich nicht weiter selbst an, verdränge Deine Angst nicht, sondern nimm sie bewusst an, jeder leidet in seinem Leben einmal an Verlustangst. Sie gehört dazu und bedeutet nicht, dass Dein Leben nicht sinnvoll oder vorbei ist.

Lerne Dich in Achtsamkeit, denke nicht an das, was kommen wird, an Sorgen oder Probleme, lebe Dein Leben jetzt und in diesem Augenblick. Das, wovor man Angst hat, ist nur eine Illusion, eine mögliche. Wer achtsam ist, lernt den Augenblick zu genießen, Ängste zu ignorieren.

Stell Dir die Frage, welchen Grund es für Deine Verlustangst gibt, gab Dir Dein Partner Grund für Misstrauen oder waren es Deine Eltern, die Dich früher benachteiligt haben. Ziehe Bekannte oder Freunde in Deine Gedanken mit ein, fremde denken oft objektiver und können Dir eine wertvolle Unterstützung in Deinem Denken sein.

Nicht zurückziehen und Hilfe annehmen

Bleib sozial und ziehe Dich nicht aus der Gesellschaft zurück, fokussiere Dich nicht nur auf Deinen Partner oder Deine Eltern. Andere, fremde Bezugspersonen sind ebenso wichtig. Fällt man einmal in ein tiefes Loch und klammert sich nur an einen Freund, ist es kein Wunder, dass Du mehr oder weniger von ihm abhängig bist und wirst, Dir fehlen andere Bezugspersonen, mit neutraler Meinung, die Deine Angst oftmals aus einer ganz anderen Sicht sehen.

Nicht zurückziehen und Hilfe annehmen

Kommunikation, reden ist ein wichtiger Ansatz für eine gut funktionierende und glückliche Beziehung. Sprich mit Deinem Partner über Deine Ängste, warum sich Misstrauen ihm gegenüber entwickelt, warum Zweifel an seinem Vertrauen bestehen. Nur so wird er verstehen und kann auf Dich eingehen, wenn Dich etwas belastet oder er beschuldigt wird.

Es ist wichtig, kein Drama oder dunkles Geheimnis daraus zu machen, ihm offen und ehrlich Deine Gefühle offenbarst, auf ihn zugehst, Dir ein offenes Gespräch wichtig ist und Ihr beide gemeinsam Eure Beziehung stärkt und festigt.

Zeit für Dich. Versuche loszulassen, von Deinem Kind, wenn es erwachsen wird, von Deinen Eltern, beim Ausziehen, von Deinem Partner, indem ihm vertraut wird. Lasse los, anstatt zu klammern. Es ist wahrlich leichter gesagt als getan, erkenne, dass damit Deine Verlustangst enorm minimiert wird und die Erkenntnis gewonnen wird, dass in Deinem Leben Du der allerwichtigste Mensch bist. Denke auch mal an Dich und stelle alles andere in den Hintergrund. Diese Momente werden Dir richtig guttun, man kann sich entspannen. Innerhalb weniger Wochen verschwinden Deine Verlustängste vollkommen.

Nimm Dein eigenes Leben in die Hand, unabhängig von Deinem Partner, und lebe. Man wird zufriedener, glücklicher und selbstbewusster. Deine Beziehung wird in einem ganz anderen Licht erstrahlen. Du hast gelernt Abstand zu gewinnen. Wenn es Streit gibt, wird anstatt zu klammern, offen und frei über Gefühle gesprochen.

Frage Dich:

  • Ist etwas Schlimmes passiert, was aber nichts mit mir zu tun hat?
  • Habe ich vielleicht im Moment zu viel Stress, Ärger und Sorgen auf der Arbeit?
  • Gibt es für mein Denken eventuell eine andere logische Erklärung?
  • Habe ich wirklich Angst vor etwas? Wenn ja, warum bin ich mir so sicher, steigere mich derart hinein

Überdenke diese Gedanken, erkenne, dass Verlustsangst nicht immer etwas mit der wirklichen Realität zu tun hat, Deine Angst und Furcht völlig grundlos und umsonst sind.

Verlustangst bewältigen und überwinden

Deine Verlustangst unter Kontrolle zu bekommen, Dich von der Angst befreien und wieder glücklich leben, das schafft jeder. Liebe Deinen Partner und entferne Dich nicht immer mehr von ihm. Die wenigsten von uns wissen, dass Verlustangst auf negativem Denken und falschem, schwierigen Verhalten basiert.

Finde heraus, woher die Verlustangst kommt und erkenne an, was Dich dazu veranlasst. Nur so kannst Du sie loswerden und Dich Deinen Gefühlen stellen. Das Anerkennen Deiner Verlustangst macht Dich stark, gelassen und lässt auf Kommendes zuversichtlich und vor allen Dingen positiv blicken.


Autoren
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