Unruhiger Magen

Unruhiger Magen – Was hilft wirklich?

Wer kennt das Gefühl eines unruhigen Magens nicht? Bei der Angst vor einer Prüfung, eines Vorstellungsgespräches usw. Das ist eine normale Körperreaktion, um uns die Ernsthaftigkeit des Ereignisses zu signalisieren. Wenn es allerdings vermehrt oder permanent auftritt, ist dies ein zu beobachtendes Symptom und der Sache sollte auf den Grund gegangen werden.

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Ein unruhiger Magen kann mehrere Ursachen haben und ist in sich kein abgeschlossenes Phänomen. Sind keine organischen Ursachen zu erkennen, sprechen Mediziner auch von funktioneller Dyspepsie. Es ist dann von einer psychischen Ursache des gereizten Magens zu sprechen. Einfacher definiert wird er auch als Reizmagen betitelt. Dieser wird so klassifiziert, wenn die Symptome länger als drei Monate bestehen.

Beschwerden beim unruhigen Magen

In der Regel fühlt sich der unruhige Magen nervös und ständig in Bewegung an. Dabei kneift er oder fühlt sich voller Sodbrennen an. Eventuell ist häufiger ein Reflux zu beobachten und zu spüren, insbesondere wenn der Körper zum Liegen kommt.

Der Reflux und das Sodbrennen werden in dieser Lage nochmals spürbarer. Folgend treten Beschwerden auf, wenn die Speiseröhre durch den zurückkommenden Magensaft angegriffen und gereizt wird. Ebenso kann ein Stechen hinter dem Brustbein gespürt werden. Dass schließlich die Speiseröhre empfindlich reagiert, ist kein Wunder. Denn der pH-Wert ist im nüchternen Magen zwischen 1,5 und 2. Das ist sehr sauer und vergleichbar mit einem Wert des Zitronensaftes.

Weitere Symptome: Völlegefühl und Übelkeit

Neben den Beschwerden können noch weitere Symptome wie Völlegefühl und Übelkeit hinzukommen. Lästige Begleiterscheinungen können ebenso Probleme bei der Nahrungsaufnahme an sich sein. Eventuell hat der Leidende keine Lust zu essen oder verspürt keinen Hunger, obwohl die letzte Nahrungsaufnahme bereits länger zurückliegt.

Dabei arbeitet die Magenmuskel unterschiedlich. Einerseits kann ein Symptom vorliegen, dass die Magenmuskulatur zu langsam arbeitet. Die Nahrung wird nicht schnell genug Richtung Darm weitertransportiert. Es kann allerdings das Gegenteil bestehen. Die Magenmuskulatur arbeitet zu schnell. Wenn der Magen permanent unruhig ist, kann es zu Erbrechen kommen.

Unruhiger Magen Ursachen – Nahrungsmittel: Was darf man essen?

Nicht alle Nahrungsmittel sind gleichermaßen schädlich für einen nervösen Magen. Jeder reagiert individuell stärker oder schwächer auf diverse Nahrungsmittel. Dennoch kann zugeordnet werden, welche einen nervösen Magen vermehrt begünstigen. Ursachen im Bereich Nahrungs- bzw. Genussmittel für eine Übersäuerung des Magens können folgenden Stoffe haben:

  • Alkohol
  • Nikotin
  • Kaffee
  • Ungesunde sowie unausgewogene Ernährung

Abzugrenzen von Nahrungsmitteln können Medikamente ebenso eine Übersäuerung verursachen. Diesen sind beispielsweise Antibiotika, Schmerz- und Rheumamittel. An einer Verhaltenstherapie kommst du oftmals leider ebenfalls nicht vorbei – die innere Einstellung muss grundlegend geändert werden: Mehr innere Ruhe und innere Kraft.

Unruhiger Magen Ursachen – Nahrungsmittel: Was darf man essen?

Stressfaktoren als Ursache

Zu der funktionellen Dyspepsie gehören Stressfaktoren. Diese können unterschiedliche Ursachen haben. Stress bei der Arbeit oder im familiären Bereich sind mögliche Faktoren. Hierbei produziert der Magen ebenfalls zu viel Magensäure, die die oben genannten Beschwerden hervorruft.

Schwangerschaft – auch hier tritt Sodbrennen auf

Zwar sinkt die Säureproduktion in den ersten zwanzig Wochen der Schwangerschaft, aber dennoch kommt es zu Effekten eines nervösen Magens. Denn Sodbrennen ist eine häufige Begleiterscheinung in der Schwangerschaft.

Das hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Das Baby fordert im Bauch zunehmend seinen Platz ein. Dabei drückt das Kind auf den Magen, woraufhin der Magensaft bzw. -inhalt in die Speiseröhre zurückfließt.

Des Weiteren haben die Hormone ihren Anteil zum Sodbrennen. Die hormonellen Wirkstoffe lockern das gesamte Gewebe der Frau auf und bereiten dadurch den Körper auf das Wachstum des Kindes sowie die Geburt vor.

Darunter befindet sich ebenso der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Er wird weicher und schließt nicht mehr richtig beziehungsweise wesentlich schlechter als zuvor. Dies ermöglicht den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Unruhiger Magen – Was tun: Hausmittel?

Der Leidende kann kleine und wichtige Hausmittel beachten, die eine Verbesserung in Eigenleistung gegen Sodbrennen erbringen. Dazu trägt die Ernährung einen Großteil bei. Folgende Genuss- und Nahrungsmittel sollten weggelassen und andere zu sich genommen werden.

Diese Ernährungsratschläge sind nicht nur für Personen mit nervösem Magen und Sodbrennen zu beachten, sondern gleichzeitig für Schwangere:

1. Weglassen:

Kaffee, Fettreiche Speisen, scharfe Gewürze, Zwiebeln, Hefegebäck, „Verdauungsschnaps“ (da er das Gegenteil bewirkt), Schokolade, Tomatensaft und kohlensäurehaltige Getränke.

2. Zu sich nehmen und beachten:

Stilles Wasser (also ohne Kohlensäure), Kamillen-, Malven- oder Eibischtee, Breie (beispielsweise Grieß- oder Kartoffelbrei), langsam zerkaute Mandeln. Nur kleine Mahlzeiten, die sich über den Tag verteilen sollten.

Weitere Hausmittel bei Magenbeschwerden und Sodbrennen sind folgende Nahrungsmittel:

  • Kartoffelpresssaft in rohem Zustand, denn er bindet und neutralisiert die Magensäure. Zur Zubereitung sollten nur gute Kartoffeln verwendet werden, die keinerlei Druckstellen oder Keimlinge besitzen. Das verhindert ungewollte Nebenwirkungen. Er sollte gleich nach Zubereitung getrunken werden, da er sonst in Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft seine Wirkung verliert.
  • Backnatron sollte der Anwender in einem großen Glas Wasser auflösen und schluckweise trinken. Die Menge beträgt ein Teelöffel. Es sollte nicht zu oft genommen werden, da es den pH-Wert im Körper ebenso verändert. Dies kann zu Durchfällen und anderen Magen-Darm-Beschwerden führen.
  • Tees, die sich besonders wohltuend auf den Magen auswirken. Darunter befinden sich Kamille, Fenchel, Spitzwegerich, Anis, Schafgarbe oder Kümmel, die am besten aus der Apotheke zu kaufen sind.

Weitere Tipps gegen das Sodbrennen, die speziell für Schwangere geeignet sind, können folgend zusammengefasst werden:

Schlafen und nervöser Magen

Das Schlafen sollte mit erhöhtem Oberkörper stattfinden. Dabei ist es wichtig, dass der vollständige Oberkörper circa 15 Prozent hochgelagert wird. Ideal dafür wäre beispielsweise ein Keilkissen, welches die Lage vorgibt. Ersatzweise kannst Du auch mehrere Kopfkissen nehmen. Ein nervöser Magen muss aber generell behandelt werden. Hier ist meist eine Umstellung der Lebensumstände notwendig.

Das Schlafen auf der linken Seite ist zu bevorzugen, denn auf der rechten Seite wird der Magensaft eher nach oben gedrückt. Der obere Teil des Magens befindet sich in dieser Lage oberhalb der Speiseröhre.

 

Akupunktur, Akupressur und andere Methoden

Einige Frauen berichten über eine Verbesserung mittels Akupunktur oder Akupressur, welche die Beschwerden reduziert haben.

Grundsätzlich sollte die Schwangere für die Entspannung sorgen. Dies mag ggf. schwer sein, da der Zustand neu ist und sich Sorgen schnell ausbreiten. Dennoch sollte die Schwangere ihre Entspannung suchen. Mittels Schwangerschaftsyoga, die regional vielfach angeboten werden, ist dies möglich. Auch ein Spaziergang in der Natur können unterstützende Aktivitäten sein.

Du solltest circa zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen keine Nahrung mehr zu Dir nehmen. Während der Mahlzeiten sollte die Schwangere ebenso weniger trinken. Das verdünnt den Magensaft weniger. Sonst ist es ein Signal den Magen, mehr Magensaft zum Ausgleich zu produzieren. Es empfiehlt sich stattdessen, zwischen den Mahlzeiten mehr zu trinken.

Liegt es an Stress, sollte der Leidende diesen vermeiden oder auf andere Art und Weise, diesen lösen zu können. Er sollte sich bewusst machen, was genau bei ihm Stress auslöst. Ggf. hat er selbst die Chance, die Stressfaktoren abzubauen, neue Arbeits- und Familiensituation umzustellen, die eine Verbesserung mit sich bringen.

Grundsätzlich sind entspannende Ausgleichstätigkeiten für jeden hilfreich, der an Sodbrennen leidet. Wie unter den Tipps für die Schwangeren gesehen wurde, sind das zusammenfassend solche Elemente:

  • Wandern in der Natur
  • Yoga
  • Meditation
  • Entspannungsmusik, besonders vor dem Schlafengehen

Wenn mehr Diagnose und eine Therapie erforderlich sind

Um jedoch eine genaue Diagnose zu haben, sollte bei länger anhaltenden Problemen und ein Ausbleiben des Erfolges mittels jener Hausmittel ein Arzt konsultiert werden. Auszuschließen sind Infektionen oder andere Erkrankungen, die eine andere Therapie benötigen. Dies mag bedeuten, dass die psychische Ursache angegangen werden muss, damit sich der Reizmagen über die Ursachenbekämpfung zurückbilden kann.

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Eine Diagnose kann aus Blutuntersuchungen und Magenspiegelung bestehen. Gerade letzteres ist erforderlich, um herauszufinden, ob sich bereits Magengeschwüre (Ulzera), Magenschleimhautentzündung oder Geschwüre im Dünndarm gebildet haben. Entsprechende Medikamente müssen genommen werden, damit diese effektiv behandelt werden.


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