Unruhezustände

Unruhezustände

Unser Alltag ist in der heutigen Zeit vollgepackt mit Terminen. Wir müssen uns rechtfertigen, Zeiten einteilen und pünktlich sein. Wir sind ständigem Stress ausgesetzt. Kein Wunder also, dass der ein oder andere darauf so sensibel reagiert, dass er dauerhafte Unruhezustände an den Tag legt.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Doch wie geht man dagegen vor? Wie findet man wieder zu seinem eigenen Gleichgewicht? Einige Menschen sind ratlos.

Dauerhafte Unruhezustände behandeln

Ein Unruhezustand ist nicht einfach zu beschreiben. Es ist so, als wäre der Mensch permanent unter Strom. Er hat oft das Gefühl etwas leisten zu müssen, auf Bereitschaft zu sein und ist dauerhaft nervös.

Wie damals in der Schule. „Morgen schreiben wir eine Matheklausur, ich bin ja so nervös!“ Bei dauerhaft unruhigen Menschen ist dieses Gefühl nahezu immer da. Eine Tatsache, die leider auch sehr schnell auf die Psyche und anschließend nicht selten auf den Körper geht.

Es ist für sie sehr schwierig abzuschalten und sich zu entspannen. Nahezu unmöglich. Sie können nicht still sitzen, befinden sich permanent unter Druck. Doch dafür gibt es im Grunde keinen ersichtlichen Grund, den man von Außen betrachten kann. Unruhezustände müssen ernst genommen werden.

Ursachen und Symptome

Da eine dauerhafte Unruhestörung ein psychisches Problem darstellt, ist es schwer eine wirkliche Ursache zu finden. Denn man kann nun mal nicht in die Psyche des Menschen hineinschauen und man wird nie einem Menschen hundertprozentig nachempfinden können. Doch man hat einige mögliche Ursachen für Unruhezustände herausgefunden:

  • Häufiger Kaffee- oder Nikotinkonsum
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Diabetes
  • Zu niedriger oder zu hoher Blutdruck
  • Herzerkrankungen
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Wechseljahre
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung
  • Sucht nach Alkohol, Drogen oder Medikamenten

Psychosomatische Ursachen, Stress im Alltag

Psychosomatische Ursachen, Stress im Alltag

In den meisten Fällen hat es eine psychische Ursache. Der Patient könnte unter Depressionen, Angststörungen oder einer zu hohen Stressbelastung leiden. Depressive Menschen neigen dazu, dass sie gerade in der Nacht sehr viel nachdenken oder grübeln und so nicht zur Ruhe kommen.

Generell haben diese Menschen das Problem mit sich selbst alleine zu sein, da sie in diesen Momenten ihre eigenen destruktiven Gedanken hören und diese nicht reflektieren können. Dies kann zur inneren Unruhe führen.

Die Symptome dieser Menschen sind meist eine leichte Reizbarkeit, Angst, Panik, Stimmungsschwankungen,vermehrtes Schwitzen, feuchte Hände, Lustlosigkeit, Depressionen und Schlafstörungen. Hier sollte bei andauernden Beschwerden ein Arzt oder einen Psychotherapeut hinzugezogen werden. Auch das Experten-Programm „Deine Seelenfreiheit“ kann Abhilfe schaffen.

Behandlung von Unruhezuständen

Zur Behandlung dieser Unruhestörung gibt es einige Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. Zum Beispiel gibt es hier eine medikamentöse Therapie, die bei Nervosität eingesetzt wird. Jedoch gibt es auch ein paar Naturheilmethoden, die fantastisch gegen die Symptome helfen. Entspannungstechniken wie autogenes Training und Meditation wird dagegen beispielsweise gerne empfohlen.

Medikamente gegen Nervosität und Unruhe:

Antidepressiva:

  • Citalopram
  • Fluoxetin
  • Paroxetin
  • Sertralin
  • Trimipramin

Diese Medikamente werden ebenfalls für weitere psychische Erkrankungen wie Depressionen verordnet. Citalopram sollte über Wochen eingenommen werden, um eine deutliche Wirkung spüren zu können. Jedes Medikament muss von einen Arzt ständig kontrolliert werden und die Nebenwirkungen beobachtet. Trimipramin und Paroxetin gelten als starkes Beruhigungsmittel und wirken stark schlaffördernd.

Benzodiazepine:

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:
  • Bromazepam
  • Diazepam
  • Loraxepam
  • Oxazepam

Benzodiazepine sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da sie schnell abhängig machen können. Sie sollten daher nur kurzzeitig oder unter ständiger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Nevendämpfungsmittel:

  • Chlorprothixen
  • Perphenazin
  • Clomethiazol

Nervendämpfungsmittel gelten als Antipsychotika und als Beruhigungsmittel. Diese werden so wie Psychopharmaka, wirklich nur in dringenden Fällen verordnet. Meist kann man nervöse Unruhestände auch natürlich behandeln und dies ganz ohne Nebenwirkungen. Dies sollte immer mit einem Arzt abgeklärt werden.

Natürliche Heilmethoden und Hausmittel

Bevor man allerdings zu Antidepressiva mit potentiell schweren Nebenwirkungen greift, gilt es erst einmal zu prüfen, ob man eventuell schon einiges mit Naturheilverfahren gewinnen kann.

Kamillentee: Schon unsere Großeltern haben die Heilwirkungen dieser Pflanze zu schätzen gewusst. Kamillentee wirkt beruhigend und schlaffördernd. Forscher glauben, dass die Kamille sich and die selben Rezeptoren bindet wie es Benzodiazepine tun. Natürlich wirkt sie nicht direkt so stark, doch 2-3 Tassen am Tag können schon einen Nutzen zeigen und man kann auf Antidepressiva möglicherweise verzichten. Ein Versuch kann sich lohnen in Absprache mit einem Arzt lohnen.

Passionsblumentee: Passionsblume wirkt ebenfalls hervorragend als Beruhigungs- und Schlaftee. Er lindert den Stress und sorgt für einen Ausgleich. Hier genügen ebenso 2-3 Tassen Tee über den Tag verteilt für eine beruhigende Wirkung.

Baldriantee: Die Wirkung von Baldrian als natürliches Beruhigungsmittel ist ja auch schon lange bekannt. Ein Tee hiervon kann ebenso wie Passionsblume den Schlaf fördern und die Nervosität lindern. Der Geschmack ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Deswegen kann man auch ein kleines Kissen nehmen und dort Baldriankräuter hineinlegen und es unterwegs mitnehmen oder auf das Kopfkissen legen.

Lavendelöl: Auch Lavendel ist eine super Heilpflanze für ständige Unruhezustände. Besonders ergiebig ist das ätherische Öl aus dem Lavendel. Man nimmt hierfür ein Lavendelsäckchen, beträufelt es mit einigen wenigen Tropfen Lavendelöl und legt es auf das Kopfkissen. Für unterwegs lohnt es sich ein Stofftuch mitzunehmen, es mit Lavendelöl zu beträufeln und bei innerer Anspannung daran zu riechen. Sofort spürt man eine beruhigende Wirkung.

Es ist wichtig bei jeder Behandlungsmethode vorher mit einem Arzt zu sprechen um das beste Mittel für einen Selbst zu finden.

Innere Anspannung lösen

Um die innere Anspannung zu lösen ist es erst einmal wichtig seinen momentanen Zustand zu akzeptieren. Leichter gesagt als getan. Aber jeder ist mal unruhig, jeder Mensch hat seine schwachen Momente.

Das heißt nicht, dass man selbst ein schlechter Mensch ist. Eine innere Unruhe ist immerhin ein Zeichen dafür, dass man sich über gewisse Dinge Gedanken macht und man ein sensibler Mensch ist.

  • Eine Fähigkeit, die einem irgendwann im Leben auch zu Gute kommen kann.
  • Wenn man dies akzeptiert hat, kann man anfangen an sich zu arbeiten.
  • Vielleicht hat man mittlerweile auch herausgefunden woher die Unruhe rührt.
  • Dann ist es wichtig sich eine Auszeit zu nehmen und Ruhe für sich selbst zu nehmen.

Eine gute Übung ist es, sich auf seinen Atem zu konzentrieren und einmal tief ein- und auszuatmen. Am besten legt man die Hände auf dem Bauch und spürt, wie beim Einatmen die Bauchdecke sich hebt und beim Ausatmen sich wieder senkt.

Autogenes Training

Eine weitere effektive Übung ist auch das sogenannte autogene Training. Dies wird durch einen Therapeuten angeleitet und man lernt sich auf jedes einzelne Körperteil zu konzentrieren und dieses bewusst zu entspannen.

Es erfordert vielleicht am Anfang etwas Übung, doch auf Dauer ist es eine sehr schöne Methode, die innere Anspannung zu lösen. Beherrscht man die Übung, kann sie auch alleine durchgeführt werden.

Zur Ruhe kommen

Abgesehen von Entspannungstees und dem autogenen Training gibt es natürlich noch weitere Methoden, um seine Nervosität in den Griff zu bekommen. Eine gute Möglichkeit wäre ein Spaziergang im Wald. Die Vögel beobachten, die Luft tief einatmen, die Schönheit der Bäume zu betrachten.

Vielleicht wird einem dann bewusst wie wundervoll und beruhigend die Natur doch sein kann? Genau diese bewusste Beobachtung kann man schon als Meditation gelten lassen. Auch die Meditation an sich ist aber eine wichtige Übung.

Hierbei versucht man ganz abzuschalten und sich nur auf den Atem zu konzentrieren. Dies kann in einer geführten Form durch einen Kursleiter geschehen oder – wer es sich zutraut kann es auch alleine probieren.

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Methoden ansehen

Es gibt einige schöne Methoden der Gehmeditation, in der man sich vollkommen auf jeden einzelnen Schritt fokussiert und konzentriert. Dies erfordert Konzentration und Ruhe. Natürlich können Betroffene zu den Meditationen auch Entspannungsmusik hören.


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