Ursachen von Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen

Jeder Mensch hat schon einmal Stimmungsschwankungen erlebt, doch was davon sind normale Stimmungsschwankungen, und wo beginnt es problematisch zu werden?

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Wo genau die Grenze zwischen normaler Stimmungsschwankung und krankhafter Veränderung liegt, ist oftmals nicht ganz klar. Wir zeigen hier auch auf, auf was man achten sollte und ab wann es sinnvoll ist, Fachleute zu konsultieren.

Ursachen von Stimmungsschwankungen herausfinden

Unsere Stimmung ist keine stabile Linie, sondern schwankt je nach Situation und Tagesform. Das ist normal. Wir sind fröhlich, erfahren etwas was uns aufregt und schon wird aus dem Frohsinn Verärgerung.

Doch manche Menschen schaffen es dann nicht mehr, aus einer Emotion raus zu kommen, hängen dann drin fest. Andere wiederum haben das Problem, dass Stimmungen ohne ersichtliche Gründe wechseln…wir werden hier ein wenig darauf eingehen, was mögliche Ursachen dafür sein können.

Stimmungsschwankungen bei Männern

Obwohl oftmals Frauen als launisch gesehen werden, ist es so dass Männer dem in nichts nachstehen. Insbesondere hormonelle Schwankungen sind nicht von Frauen monopolisiert, auch Männer können davon sehr betroffen sein und die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen erleben.

Schwankungen im Testosteronspiegel zum Beispiel können zu leichter Reizbarkeit und gesteigertem Aggressionspotential führen. Testosteronschwankungen sollten in jedem Fall immer bei einem Urologen oder Endokrinologen untersucht werden.

Auch Antriebslosigkeit, fehlende Libido und solcherlei Dinge können Teil einer Testosteronstörung sein, des sogenannten Testosteronmangel Syndroms. Stimmungsschwankungen in die andere Richtung, weg von Aggression hin zu Depression, können die Folge sein.

Aufgrund möglicher körperlicher und psychischer Langzeitschäden ist es auf jeden Fall wichtig, sich im Internet über Kriterien zu informieren ob ein möglicher Testosteronmangel vorliegt. Dann auf jeden Fall beim Urologen und Endokrinologen abklären lassen, ob ein solches Krankheitsbild vorliegt und es dann dementsprechend behandeln lassen nach eingehender Diagnose um die Ursache zu finden.

Stimmungsschwankungen bei Schwangeren

Insbesondere im ersten Drittel der Schwangerschaft sind aufgrund von psychischem Stress für die werdende Mutter und auch der Hormonumstellung Stimmungsschwankungen normal und keineswegs ungewöhnlich. Die Veränderungen im weiblichen Körper sind sehr groß und alle Teile des Körpers reagieren darauf.

  • Es kann zu sehr schnellen Stimmungswechseln zwischen Traurigkeit und Glücksgefühlen kommen.
  • Das ist wahrscheinlich die häufigste Form, doch auch zwischen anderen Gefühlen kann das durchaus passieren.
  • Die meisten Stimmungsschwankungen verschwinden ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft von selbst.

Pille als Ursache?

Die Pille ist ein stark hormonbeeinflussendes Präparat. Als solches wird natürlich auch gerade in Phasen wo eine Pille angefangen wird zu nehmen oder auch ein Wechsel zwischen verschiedenen Pillen stattfindet zu Hormonumstellungen im Körper und den damit oft verbundenen Stimmungsschwankungen.

Generell jedoch stabilisiert die Pille den Hormonhaushalt künstlich. Es ist eine sehr schwierige Frage, ob es sinnvoll ist das zu tun, aber bei Frauen die sehr starke Symptome beim PMS haben oder auch starke Regelbeschwerden ist es durchaus oft so, dass sie das mit einer passenden Pille in den Griff bekommen. Dennoch sollte man beachten welch ein gravierender Eingriff das in den Körper ist und mit welchen möglichen Nebenwirkungen das verbunden sein kann.

Vor der Periode

Das sogenannten PMS (Prämenstruelle Syndrom) findet zwischen dem Eisprung und dem Einsetzen der Periode statt. Es kann zu einer Kombination aus körperlichen und psychischen Symptomen kommen, zu denen Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, innere Unruhe, Ängstlichkeit, Schlafprobleme und andere Dinge kommen können.

Was tun bei Stimmungsschwankungen?

Wenn man Stimmungsschwankungen feststellt bei sich, woher weiß man, was normal ist und was nicht? Ab wann sollte man Sachen medizinisch abklären lassen? Einige Kriterien, an denen man sich orientieren kann sind zum Beispiel, dass die Stimmungsschwankungen anhalten oder immer wieder kehren.

  • Wenn sie sehr stark sind und total untypisch für das eigene Verhalten.
  • Auch, wenn sich der eigene Gemütszustand schnell und unerklärlich ändert kann dies ein Indikator sein.
  • Ferner das Feststellen von weiteren psychischen und/oder körperlichen Symptomen.

Auch in der Pubertät gibt es Symptome, die über den normalen Rahmen hinaus gehen. Lang anhaltende Traurigkeit, Aggressivität oder Essprobleme zusätzlich zu den Stimmungsschwankungen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Zyklus als Ursache?

Zyklisch auftretende Beschwerden und Stimmungsschwankungen können ebenfalls auf Dinge hinweisen, die auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden sollten. Oftmals ist es etwas, was einem erst spät auffällt, aber es ist gut, wenn man feststellt, man leidet unter Stimmungsschwankungen, dass man versucht herauszufinden, ob sie immer zu bestimmten Zeiten auftreten (z.B. nach dem Essen, vor dem ins Bett gehen, usw.). Dies kann bei einer medizinischen Abklärung hilfreich sein um die Ursachen einzugrenzen.

Auch im weiblichen Zyklus auftretende Stimmungsschwankungen, die durch die hormonellen Veränderungen hervor gerufen werden, sind nicht unüblich. Das bekannteste dieser Phänomene ist das sogenannte PMS, welches zwischen Eisprung und Monatsblutung auftreten kann.

Depression

Es gibt unterschiedliche Formen der Depression. Alle Formen haben das Thema, dass sie auf das Gesamtbefinden der Psyche und auch teilweise des Körpers einwirken.

Menschen, die unter Depressionen leiden, haben auch oft mit Stimmungsschwankungen, Übersensibilität und anderen Symptomen zu tun. Die meisten Menschen sind aber in einer Psychotherapie im Stande, das gut in den Griff zu bekommen. Doch auf keinen Fall sollte man eine Depression, ebenso wie jede andere Erkrankung, unbehandelt lassen.

Die größte Gefahr bei Depressionen ist es, in die Passivität gezwungen zu werden von der Erkrankung. Viele Betroffene kennen das. Es ist wichtig, kontinuierlich daran zu arbeiten, immer der Akteur im eigenen Leben zu bleiben und Dinge nicht einfach mit sich geschehen zu lassen.

Diese Stimmungsschwankungen, die einen niedergeschlagen machen, einem die Lebenskraft rauben, sind leider Teil des Krankheitsbildes, doch durch regelmäßige, zielgerichtete Veränderung im Verhalten, Strukturen die einem Helfen sich zu befreien von dem dahin treiben, lässt sich sehr gut ein Erfolg in der Behandlung erzielen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Hormone als Auslöser von Gefühlsschwankungen

Hormone sind oftmals an Gefühlsschwankungen beteiligt. Hormonelle Störungen sind oftmals mit körperlichen Erkrankungen verbunden und sollten in jedem Fall immer ärztlich abgeklärt werden. Auch die Nahrung kann unseren Hormonhaushalt beeinflussen.

Doch entgegen der landläufigen Meinung was zum Beispiel Milch angeht, so ist Milch zwar ein hormonhaltiges Nahrungsmittel, aber die Mengen an Östrogen und Progesteron in Milch sind relativ gering gegenüber denen die wir selbst im Körper produzieren. Hinzu kommt, dass nur geringe Mengen an Hormonen aus der Nahrung aufgenommen werden. Studien zum Thema Kuhmilch und Brustkrebsrisiko zum Beispiel haben keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Brustkrebsrisiko ergeben.

Der IGF 1 Faktor jedoch, der durch Milch zugeführt wird, kann in Zusammenhang stehen mit der Entstehung von Prostata Krebs. Da IGF-1 eine Rolle beim Zellwachstum spielt und den programmierten Zelltod verhindern kann.

Stimmungsschwankungen bekämpfen

Um erfolgreich Stimmungsschwankungen zu bekämpfen, ist es zuerst wichtig, die Ursache zu ermitteln. Dies wird in den meisten Fällen durch medizinisches Fachpersonal erfolgen müssen, da die Ursachen oftmals in körperlichen Leiden liegen. Ich habe eine Liste möglicher Ursachen zusammen gestellt, auf die Stimmungsschwankungen zurück geführt werden können:

Eine der häufigsten Ursachen für Stimmungsschwankungen, der wir begegnen, wird wahrscheinlich Stress sein. Andauernder Stress führt zum einen zu mangelnder Belastbarkeit, zum anderen dadurch auch zu leichterer Reizbarkeit. Auch die Reaktion auf Situationen wird oft anders ausfallen, als sie es ohne Stress würde und die Stimmungen wechseln schneller und sind weniger vorherzusehen.

Bei vielen Menschen werden auch Kleinigkeiten schon überinterpretiert und so schaukelt es sich weiter hoch und verursacht noch mehr Stress bei den Betroffenen. Das eBook Programm deine Seelenfreiheit kann an dieser Stelle effektive Abhilfe schaffen und sei an’s Herz gelegt.

Pubertierende Jugendliche sind ein gutes Beispiel für Stimmungsschwankungen. In der Pubertät stellt sich der Körper um, es kommt zu hormonellen Schwankungen im Körper die starke und oft nicht nachvollziehbare Stimmungsschwankungen auslösen können.

Magnesium-Mangel

Eine weitere Ursache kann ein Magnesium-Mangel sein. Dieser kann zu Stimmungsschwankungen, reduzierter Stresstoleranz, Angstzuständen, Nervosität, Depression und sogar zu körperlichen Symptomen führen. Der Magnesium Wert kann bei einem Blutbild beim Arzt ermittelt und entsprechend behandelt werden, sollte da etwas nicht in Ordnung sein.

Natriummangel kann auch Stimmungsschwankungen auslösen, also sollte bei plötzlich auftretenden Stimmungsschwankungen auch die Natriumwerte im Blut vom Arzt geprüft werden.

Auch Migräne kann ein Grund für Stimmungsschwankungen sein, diese können mehrere Tage vor dem Kopfschmerz auftreten. Ferner kann es auch zu innerer Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und anderen teilweise sogar körperlichen Symptomen führen.

Eine bipolare, affektive Störung (auch manisch-depressive Krankheit genannt) führt zu starken Schwankungen, meist aber zwischen der Euphorie (Manie) und der Depression. Dies ist eine ernsthafte psychische Erkrankung die auf jeden Fall von Fachleuten behandelt werden muss.

Starke und unvorhersehbare Stimmungsschwankungen sind auch Teil der Borderline Persönlichkeitsstörung. Diese beginnt oft schon in der Jugend und geht mit einer Störung der Emotionsregulierung einher.

Auch bei einer beginnenden Demenz kann es neben anderen Symptomen wie zum Beispiel Störungen im Kurzzeitgedächtnis, Orientierungsproblemen, Wortfindungsstörungen und anderen auch Stimmungsschwankungen auftreten.

Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung des Nervensystems, durch die Entzündungen in den Nerven entstehen. Das kann ebenfalls zu einer Überreizung und Stimmungsschwankungen führen.

Die Parkinsonkrankheit ist eine weitere mögliche Quelle, wo neben den vielen körperlichen Symptomen auch Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen auftreten können.

Eine Schrumpfleber ist auch eine mögliche Ursache, die teilweise körperliche Symptome auslösen kann, demenzähnliche Symptome aber auch die Stimmungsschwankungen.

Auch Drogenabhängigkeit ist eine Ursache, die zu Stimmungsschwankungen, Flashbacks und anderen Symptomen (abhängig von der Droge) führen kann.

Medikamente gegen Stimmungsschwankungen

Medikamente gegen Stimmungsschwankungen

Es ist schwer zu sagen, welche Medikamente helfen können, da es natürlich von der Ursache abhängt. Ein Testosteronmangel kann dadurch behoben werden, dass zum Beispiel Testosteron gespritzt wird, während ein PMS unter Umständen nicht so ohne weiteres behandelbar ist, weil es ein natürlicher Vorgang ist. Man kann ggf. mittels Pille das Ganze einstellen, aber auch das ist Entscheidung eines Arztes. Letzten Endes gibt es also keine pauschale Medikation gegen Stimmungsschwankungen.

Was aber wichtig zu wissen ist, ist die Tatsache, dass manche Medikamente Stimmungsschwankungen als Nebenwirkung haben. Es ist empfehlenswert, sich im Vorfeld vor der Einnahme darüber zu informieren, damit man gegebenenfalls die Möglichkeit hat rechtzeitig zu reagieren sollte so etwas eintreten.

Wer alternative Wege sucht, um gegen Stimmungsschwankungen vorzugehen, kann auch auf pflanzliche Mittel zurück greifen. Baldrian, Melisse und Lavendel eignen sich zum Beispiel bei PMS ganz gut um die Symptome abzumildern.

Finde heraus, welche Methoden über 500 Menschen mit genau dieser Problematik helfen konnten:
Methoden ansehen

Vitamin B6 und B2, eventuell auch Magnesium können ebenfalls helfen, die Symptome von PMS zu lindern.


Autoren
Die Redaktion hinter diesem Portal bietet hochwertige Informationen und Ratgeber über Unruhe und Ängste. Texte werden in Zusammenarbeit mit den Autoren – einem Heilpraktiker und einem psychologischen Berater konzipiert.