Reizmagen loswerden

Reizmagen

Unter dem Begriff Reizmagen versteht man auch eine sogenannte funktionelle Dyspesie oder einfach „nervöser Magen“. Dies kann sehr unangenehme Folgen haben. Meist klagen die Betroffenen von einem Vollegefühl, Schmerzen im Oberbauch oder auch einer Art Druck.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Doch die Beschwerden können je nach Patient auch individuell sein. Einige Menschen sind ratlos, zumal die Ursache nicht immer eindeutig klar zu sein scheint.

Reizmagen: Ursachen und Symptone

In den meisten Fällen spricht man von einer Überempfindlickeit des Nervensystems der Magen-Darm-Gegend. Dies kann auch zu einer erhöhten Säurebildung im Magen führen, was zur Folge Sodbrennen, Schmerzen und Krämpfe hat.

Oftmals kann auch eine ungesunde Ernährung folge eines Reizmagens sein. Säurehaltige Nahrung begünstigt die hohe Produktion von Magensäure, was zu starkem Sodbrennen und im schlimmsten Falle zu einer Magenschleimhautreizung führen kann.

Hier sollte man immer einen Arzt aufsuchen, um schlimmeres zu vermeiden und gemeinsam eine Therapie zu finden. Eine weitere Ursache kann eine medikamentöse Behandlung sein. Viele Medikamente wie Ibuprofen schlagen sehr auf den Magen, was zu Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen führen kann.

Selbst psychischer Stress – privat oder auf der Arbeit kann schwer auf den Magen gehen. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort “Das schlägt mir auf den Magen”. Eine Schwächung des Immunsystems ist ebenfalls nicht auszuschließen.

Typische Symptome: Die Symptome eines Reizmagens sind oft ein Völlegefühl, ein unbestimmter Schmerz im Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Stuhlunregelmäßigkeiten und Kreislaufprobleme.

Was ist ein nevöser Magen?

Bei einem nervösen Magen spricht man oft von einem chronischen Beschwerdebild. Hier ist es oftmals schwierig eine Ursache zu finden, da sie oft auch psychisch zu finden sind.

  • Stress in der Arbeit, Stress im privaten Leben.
  • Dies kann gerne mal auf den Magen oder auch auf den Darm schlagen.
  • Nicht selten klagen die Menschen über Durchfall.
  • Auch hier kann das Imunsystem geschwächt sein.
  • Wenn das Beschwerdebild längerfristig anhalten sollte: Arzt aufsuchen!

Selbst, wenn es am Ende psychosomatische Beschwerden sind, kann der Arzt eine geeignete Therapie empfehlen. Wenn die Beschwerden tatsächlich in der Psyche ihren Ursprung haben würde es auch nicht schaden, mit einem Psychologen zu reden. Denn eine chronische Erkrankung kann ein ziemlicher Klotz am Bein sein und dem Menschen in seinem Alltag sehr beeinflussen.

Was hilft gegen Reizmagen?

Man sollte zunächst ausschließen, dass keine schwerwiegenden Krankheiten wie ein Magengeschwür oder ein Tumor vorliegen. Die Beschwerden müssen zunächst einmal richtig diagnostiziert werden und sobald die richtige Diagnose steht, kann es mit der Behandlung und der Therapie beginnen.

Was auf jeden Fall hilft ist eine medikamentöse Therapie. Doch dies sollte nie in Eigenregie erfolgen. Bespreche notwendige Behandlungsmethoden bitte immer mit dem Hausarzt. Es schadet aber nicht seine Ernährung auf eine basische Ernährungsweise umzustellen.

Basische Lebensmittel und Entspannung

Man sollte sich informieren, welche Lebensmittel zu sauer sind. Wer viel Fleisch und Softdrinks zu sich nimmt, kann davon ausgehen, dass er seinem Magen auf Dauer damit schadet. Die Dosis macht das Gift.

Es hilft auch sich mit Entspannungstechniken zu informieren. Denn durch eine grundlegende Reduzierung des Stresses kann der Magen sich ebenfalls etwas entspannen und im Idealfall trägt es zur Heilung bei. Es hilft im Alltag seine Handlungen und Reaktionen zu beobachten und seine Stressmuster herauszufinden und diese gegebenenfalls herunterzufahren.

Reizmagen Medikamente

Es ist wichtig, sich hier von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen. Notwendig ist es die individuell benötigte Dosis herauszufinden und hier braucht es die Meinung eines Fachmannes.

Wichtig ist zu bedenken, dass Medikamente immer Nebenwirkungen verursachen können. Dies sollte deshalb immer in Absprache mit dem Arzt erfolgen.

1. Prokinetika

Mittlerweile werden Metoclopramid und Domperidon für den Einsatz des Reizmagens verwendet. Diese haben in einigen Studien bewiesen, dass sie den Patienten geholfen haben. Da sie auch Nebenwirkungen verursachen, sollten Patienten darüber von ihrem Arzt aufgeklärt werden. Prokinetika mindern die Säureproduktion im Magen, eine hundertprozentige Wirksamkeit gibt es hier aber nicht.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

2. Protoneninhibitoren und H²-Blocker

Hierzu gehören zum Beispiel die Medikamente Pantoprazol und Omeprazol, die ebenfalls die Säureproduktion des Magens hemmen und eine schützende Schicht um die Magenschleimhaut legen. H²-Blocker blockieren die Bindung von Histamin an seinem Rezeptor. Auch hier sind bei den Medikamenten keine Nebenwirkungen ausgeschlossen. Mehr Infos vom Arzt oder Apotheker.

3. Phytotherapeutika

Hier gibt es auch verschiedene Pflanzenstoffe die bei dem nervösen Magen helfen sollen. Das bekannteste ist hier STW-5(Iberogast). Diese wird aus einem alkoholischem Auszug der Bitteren Schleifenblume (iberis amara) gewonnen und zeigt in Studien sogar bessere Wirkungen als Cisaprid (nicht mehr zugelassen) mit weniger Nebenwirkungen. Auch hier wird aber keine Heilung versprochen. Viel mehr gilt es das Beschwerdebild und die Lebenssituation umfassend zu betrachten.

Rückenschmerzen

Zusätzlich zu einem Reizmagen können bei einigen Patienten noch mehr Symptome dazu kommen, zum Beispiel Rückenschmerzen.Wenn die Beschwerden im Magenbereich zu stark sind, kann es die Lebensqualität massiv einschränken und sogar in den Rücken ausstrahlen.

Hier ist es auf jeden Fall ratsam den Arzt aufzusuchen um zu klären, ob die Beschwerden nur auf den Reizdarm zurückzuführen sind. Im Körper ist nun mal alles miteinander verbunden.

Behandlung des Reizmagens

Es ist äußerst wichtig, dass Patienten bei tagelang andauernden Schmerzen den Arzt aufsuchen und sich von ihm behandeln lassen. In den meisten Fällen wird hier eine Magenspiegelung durchgeführt. Mit dieser Methode kann man sehen, ob die Speiseröhre oder die Schleimhaut schon gereizt ist.

Hier hat man eine sehr gute Chance, die beste Therapie für den Patienten herauszufinden. Meist wird nach dieser Methode das weitere Vorgehen besprochen – ob nun eine medikamentöse Therapie durchgeführt wird oder, ob man das Problem mit Hausmitteln und einer Ernährungsumstellung in den Griff bekommt. In Einzelfällen schadet es sich nicht, einen Allergietest durchzuführen.

Homöopathie und Hausmittel gegen Reizmagen

Einige Patienten schwören auf Homöopathie und Hausmittel. Auch diese haben ihre Berechtigung und in der Regel auch weniger Nebenwirkungen. So erfolgt ein ganzzeitlicher Ansatz der Behandlung. Körper, Geist und Seele müssen im Gleichgewicht sein.

Homöopathie und Hausmittel gegen Reizmagen

Homöopathische Mittel: Argentum nitricum

Wird bei Erbrechen, Durchfall und bei stressigen Situationen eingenommen.

Chamomila recutita: Wird bei starken Magenkrämpfen eingenommen.

Colocynthis: Wird bei Zorn, Demut, Entrüstung, Durchfall, Muskelkrämpfen und Bauchschmerzen eingenommen.

Ignatia: Zählt zu den Mitteln, die bei Kummer und Sorgen eingenommen werden, wenn diese auf den Bauch schlagen.

Natrium chloratum: Kann bei Durchfall oder Verstopfung helfen. Ebenso bei Niedergeschlagenheit und Erschöpfung.

Hausmittel

Vorneweg kann man mit gesunder Ernährung und auf die Achtung des Säure-Basen-Haushalt meist einen Reizmagen vermeiden. Hier ist zu raten viel Wasser, und Kräutertee zu trinken sowie rohes Gemüse zu essen.

Finde heraus, welche Methoden über 500 Menschen mit genau dieser Problematik helfen konnten:
Methoden ansehen

  • Wenn der Reizmagen schon da ist hilft ein Weißkohlpresssaft oder einen Kartoffelpresssaft.
  • Diesen mehrmals täglich 2-3 Wochen lang eingenommen kann die Symptome lindern.
  • Ebenfalls hilfreich ist ein sogenannter Leinsamen-Tee.
  • Circa 1 Esslöffel Leinsamen werden geschrotet und mit heißem Wasser übergossen.
  • 20 Minuten ziehen gelassen und mit einem Baumwolltuch abseihen.

Diesen Tee kann man dann über den Tag verteilt trinken. Der Leinsamenschleim legt sich wie eine Schutzschicht um die Magenschleimhaut.


Autoren
Die Redaktion hinter diesem Portal bietet hochwertige Informationen und Ratgeber über Unruhe und Ängste. Texte werden in Zusammenarbeit mit den Autoren – einem Heilpraktiker und einem psychologischen Berater konzipiert.