Panikattacken bei Teenagern

Agoraphobie in Kindheit und Alter

Panikattacken bei Kindern und Teenagern kommen häufiger vor, als von den meisten Menschen vermutet. Die Ursachen für eine Angststörung bzw. eine Panikattacke können auf verschiedenen Faktoren basieren. Es können unbedenkliche entwicklungsbedingte Ängste bei Kindern sein oder aber eine nicht behandelte Phobie, die sich verstärkt.

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Die Agoraphobie beispielsweise ist eine häufige Angst, die bei Kindern und Jugendlichen entsteht. Zudem leiden viele Teenager an einer Sozialphobie, bei der soziale Kontakte als unangenehm empfunden werden und deswegen vermieden werden. Unbehandelt kann sie sich bis ins Erwachsenenalter ziehen und die Betroffenen sehr belasten.

Ursachen für Angststörungen bei Kindern

Angststörungen bei Kindern können verschiedene Ursachen haben. Zum einen können die Ängste bei Kindern entwicklungsbedingt sein. Es ist nicht untypisch, dass die 9-jährige Tochter verschiedene Ängste hat. Es kann die Angst nachts im Dunkeln sein oder die Angst vor Monstern und Hexen. Dies hat mit den verschiedenen Entwicklungsphasen der Kinder zu tun und ist völlig normal.

Diese Ängste sind zwar normal, sollten aber von den Erwachsenen trotzdem ernst genommen werden. Wird der 9-jährigen Tochter signalisiert, dass die Angst da ist, aber auch wieder gehen wird, dann fühlt sie sich ernst genommen. Wenn aber die Angst heruntergespielt wird und im schlimmsten Fall gesagt wird, dass sie sich nicht anstellen soll, dann verfestigt sich die Angst und wird zu einer Phobie.

Wird Kindern bei Angst gesagt, dass es lächerlich ist, dann kann sich dies in späteren Jahren in einer Agoraphobie äußern. Dabei haben Betroffene Angst, sich vor anderen zu blamieren. Bei einigen brennt sich ein, dass Angst unangebracht ist. Dadurch kommen Versagensgefühle bei Angstempfinden auf. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits in jungen Jahren Kinder und ihre Ängste ernst zu nehmen.

Was ist Agoraphobie?

Panikattacken bei Teenagern und Jugendlichen

Die Agoraphobie ist weit verbreitet und ein häufiger Grund für Panikattacken sowohl bei Teenagern als auch bei Erwachsenen. Diese kann erst im Jugendalter oder Erwachsenenalter auftreten, basiert allerdings meist auf Erfahrungen, die in der Kindheit gemacht wurden.

Hatten die Kinder oft das Gefühl sich mit ihrer Angst nicht ernst genommen zu fühlen oder wurde diese als lächerlich oder nicht angebracht abgetan, dann verfestigte sich dieser Gedanke und zeigt sich im älteren Alter als Panikattacke, sich zu blamieren oder lächerlich zu machen.

Symptome von Panikattacken bei Teenagern

Symptome von Panikattacken zeigen sich bei jedem Teenager oder auch Erwachsenen unterschiedlich. Bei einigen Betroffenen kommen nur vereinzelte Symptome, andere haben mehrere Symptome gleichzeitig. In jedem Fall sind die Symptome von Panikattacken ernst zu nehmen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Damit diese erkannt werden können, sind die am häufigsten vorkommenden Symptome im Folgenden aufgelistet:

  • Betroffene klagen meist über ein Herzklopfen, das spürbarer ist als sonst. Dies kann einfach intensiver schlagen oder auch als schneller empfunden werden.
  • Brustschmerz ist ein weiteres typische Symptom bei Panikattacken. Es kann sich durch ein Druckgefühl oder schmerzhaftes Berührungsempfinden äußern.
  • Viele Betroffene berichten von Erstickungsgefühlen. Dabei bekommen sie schwer Luft oder sogar Schnappatmung. In einigen Fällen können die Betroffenen normal atmen, haben aber das Gefühl, nicht genug Sauerstoff zu bekommen.
  • In vielen Fällen leiden Betroffene unter Schwindel. Dieser kann leicht benebelnd wirken, aber auch richtige Kreislaufprobleme verursachen. In solchen Fällen sollte auf Sturzgefahr geachtete werden.
  • Ein Entfremdungsgefühl tritt ein und die Betroffenen fühlen sich entpersonalisiert. Sie stehen neben sich und nehmen alles ganz anders wahr.
  • Einige Betroffene reagieren mit Übelkeit. Viele leiden bei Panikattacken vor allem nachts unter Übelkeit und sogar Erbrechen.
  • Angst vor Kontrollverlust ist ein weiteres Symptom, das zu den Panikattacken gezählt wird. Dabei befürchten die Betroffenen die Kontrolle über den eigenen Körper oder die Situation zu verlieren.
  • Einige Betroffene haben große Furcht zu sterben. Die Gedanken und Ängste schrauben sich so nach oben, dass das Sterben befürchtet wird.
  • Andere Betroffene machen sich ununterbrochen so viele Gedanken, dass sie Sorge haben, wahnsinnig zu werden, weil sie nicht aufhören können, zu denken.

Wie die Auflistung zeigt, gibt es viele verschiedene Symptome für Panikattacken. Die einen sind schwächer, die anderen etwas stärker. Einige können separat auftreten, andere parallel. Wichtig ist, dass Panikattacken, die länger andauern, immer von einem Experten abgeklärt werden müssen.

Diagnostik von Panikstörungen ICD 10

Der Experte kann anhand einer Klassifikationstabelle ICD 10 eine Agoraphobie mit Panikattacken diagnostizieren. Panikstörung ICD 10 wird als eine Erkrankung beschrieben, die nicht vorhersehbar ist und sich mit wiederkehrenden schweren Angstattacken zeigt. Dabei gibt es keine besonderen Umstände, die die Panikattacke hervorrufen. Betroffene erleiden eine Panik plötzlich und unerwartet.

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In einigen Fällen kann sich eine Panikstörung auf eine Depression legen. Dies bedeutet, dass die Panikattacke durch eine depressive Erkrankung entsteht. Um dies genauer feststellen zu können, ist der Gang zu einem Experten unumgänglich. Dabei ist es egal, ob es sich um 10-jährige Kinder, Teenager oder Erwachsene handelt. Eine professionelle Behandlung ist in solch einem Fall dringend anzuraten.


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