Nervenschwäche – Behandlung und Symptome

Nervenschwäche überwinden durch Ernährung

Die Nervenschwäche ist in den Fachbereichen unter Neurasthenie bekannt und laut ICD 10 ein eigen aufgeführtes Krankheitsbild. Zwar sind einige Symptome ähnlich denen des Burnouts oder des Erschöpfungssyndroms, weswegen es sehr schwierig ist, Neurasthenie zu diagnostizieren, doch die Nervenschwäche wird ebenfalls weiterhin als Krankheit diagnostiziert.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Die Diagnose für eine Nervenschwäche erfolgt seltener als in früheren Zeiten, da heutzutage die Diagnose Burnout anerkannt und verbreitet ist. Die Nervenschwäche galt mehrere Jahre als Lehrerkrankheit und war ein Tabuthema. In der heutigen Gesellschaft ist die Erkrankung an Burnout eine anerkannte Sache und nichts Besonderes mehr.

Nervenschwäche ist eine anerkannte Krankheit

Laut ICD 10 zählt die Nervenschwäche oder auch Neurasthenie zu der Kategorie „Andre neurotische Störungen“. Dabei verspüren die Betroffenen bereits nach nur kurzer Zeit und leichter Anstrengung ein großes Erschöpfungsgefühl. Dies kann sich sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene negativ widerspiegeln.

Doch was tun bei ersten Anzeichen? Die Ernährung kann beispielsweise bei Nervenschwäche unterstützend helfen und nach nur kurzer Zeit einen positiven Effekt zeigen. Des Weiteren gibt es verschiedene Tipps zur Selbsthilfe. Sollten diese nicht helfen, sollte dringend über eine professionelle Behandlung bei einem Experten nachgedacht werden.

Anzeichen für Nervenschwäche erkennen

Anzeichen für eine Nervenschwäche gibt es verschiedene. Nicht alle Anzeichen zeigen sich immer gleichzeitig. Dies kann allerdings durchaus vorkommen. Zudem sind viele Symptome bei anderen Krankheitsbildern typisch, weswegen es schwierig ist, eine Nervenschwäche zu erkennen.

Die folgende Auflistung hilft, einige Anzeichen für die Nervenschwäche besser einordnen zu können:

  • Das Hauptsymptom für die Nervenschwäche ist körperliche oder seelische Erschöpfung. Diese tritt bereits nach nur kurzer Zeit und geringen Anstrengung des Betroffenen auf.
  • Die Betroffenen verspüren eine innere Unruhe und Nervosität. Es fällt ihnen schwer, wieder zur Ruhe zu finden. Sie können weder ruhig sitzen noch stehen.
  • Die innere Unruhe bringt ein weiteres Symptom mit sich, nämlich die Konzentrationsstörung. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, da sie permanent von ihrer inneren Unruhe abgelenkt sind.
  • Einige Betroffene reagieren gereizt und aggressiv. Insbesondere wenn eine Aufgabe erledigt werden muss, die Betroffenen sich aber nicht richtig konzentrieren können und ständig abgelenkt werden.
  • Zu viel Stress führt zur Ängstlichkeit oder nach längerem andauern sogar zu häufigen Panikattacken. Die Betroffenen reagieren in nicht bedrohlichen oder gefährlichen Situationen mit Angst, weil sie Gefahr befürchten.
  • Schwindel ist ein weiteres Anzeichen für die Nervenschwäche. Dabei kann dieser zwischen leicht und übermäßig stark variieren und die Betroffenen in ihrem Alltag einschränken.
  • Einige Betroffene klagen über vermehrte Kopfschmerzen. Diese können leicht, aber permanent, sein oder sich auch in Form von einer starken Migräne äußern.
  • Muskelschmerzen, Verspannungen und Gliederschmerzen können Anzeichen für eine Nervenschwäche sein.
  • Die Nervenschwäche kann sich durch depressive Verstimmung einschleichen und sogar zu Suizidgedanken führen. Die Betroffenen werden melancholisch und antriebslos.
  • In einigen Fällen berichten Betroffene von Schlafstörungen. Diese können entweder mangelnder Schlaf sein, wobei die Betroffenen Einschlaf- bzw. Kurzschlafprobleme haben, oder aber auch zu viel Schlaf, bei dem die Betroffenen über 14 Stunden schlafen und trotzdem erschöpft sind.

Die Symptomatik für eine Nervenschwäche kann viele unterschiedliche Anzeichen haben. Wichtig ist in diesem Fall, dass verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, wie beispielsweise kulturelle Unterschiede, um die richtige Diagnose zu stellen. Schließlich hat eine Depression oder Burnout ähnliche Symptome. Ein Experte kann mithilfe eines professionellen Gesprächs Klarheit schaffen.

Ursachen für die Neurasthenie

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Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Die Ursachen für die Nervenschwäche sind vielfältig. Offensichtlich ist allerdings, dass die Nervenschwäche überwiegend von äußeren Ursachen beeinflusst wird. In den meisten Fällen ist ein permanenter Leistungsdruck ein Grund für die Neurasthenie.

Dieser kann sowohl auf der Arbeit stattfinden als auch im privaten Bereich. Zu viele Erwartungen von Außenstehenden spielt hierbei ebenfalls eine große Rolle. Zudem haben viele Betroffene einen ausgeprägten Perfektionismus, weswegen viel Energie in die Aufgaben gesteckt wird und dies sich auf die Nerven auswirkt.

Menschen mit einem übertriebenen Ehrgeiz haben oft das Problem, dass sie zu hohe Ansprüche an sich selbst haben. Diesen möchten sie gerecht werden, weswegen sie nur schwer zur Ruhe kommen. Sie haben oft viel Stress, aber nur eine geringe Fähigkeit zur Stressbewältigung.

Die Betroffenen nehmen sich einfach keine Zeit, um beispielsweise Entspannungsübungen zu machen und den Stress zu reduzieren. Dabei wurde in mehreren Studien nachgewiesen, dass Entspannungsübungen den Stress reduzieren und den Ausführenden zu mehr Ruhe und Entspannung verhelfen. Entspannungsübungen haben einen nachweislich positiven Effekt auf Körper und Geist.

Nervenschwäche – Was tun?

Sollten Anzeichen auf Nervenschwäche auftreten, kann Neurasthenie mithilfe von verschiedenen Ansätzen beim Experten behandelt werden. Dies hängt von dem jeweiligen Stadium der Nervenschwäche ab. Ein professionelles Gespräch mit einem Experten kann hilfreich sein, um bestimmte Verhaltensmuster zu erkennen und diese durch Verhaltensänderungen zu durchbrechen.

Außerdem ist eine gesunde Ernährung sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft ratsam. Oft wird der positive Effekt unterschätzt. Viele Menschen sind einfach zu faul bewusster in dieser Hinsicht zu leben. Doch die positiven Auswirkungen sind nachweisbar.

Durch zusätzlich Entspannungsübungen werden verschiedene Ruhephasen zwischen dem Alltag geschaffen. Falls Zeit bleibt, können auch Yoga oder Meditationen zu mehr Entspannung verhelfen. Stress sollte weitestgehend abgebaut werden, um möglichst perfekte Rahmenbedingungen zu schaffen.

Hilfe durch Heilpraktiker und Homöopathen

Falls ein Therapeut nicht die erste Wahl zur Behandlung ist, können auch Heilpraktiker oder Homöopathen weiterhelfen. Erst wenn die Beschwerden intensiver werden und länger andauern, sollte eine Psychotherapie in Betracht gezogen werden. Ein Gespräch kann den nötigen Anstoß zur Selbsthilfe bei Neurasthenie geben. Zum Erfolg benötigen Betroffene Willen und Durchhaltevermögen.

Ernährung bei Nervenschwäche

Die Nervenschwäche kann durch eine reine Ernährungsumstellung nicht geheilt werden, aber verschiedenen Lebensmittel wird eine nervenstärkende Wirkung nachgesagt. Eine besondere Ernährung bestimmter Lebensmittel kann somit unterstützend gesehen werden. Viele Lebensmittel wirken nämlich durch verschiedene Vitamine Stress-lindernd und nervenstärkend.

Auf Nummer eins der Lebensmittel gegen Stress befinden sich Nüsse. Verschiedene Nüsse enthalten einen hohen Gehalt an B-Vitaminen und Magnesium. Zudem unterstützt das Vitamin Niacin die normale psychische Funktion. Walnüsse, Pistazien und Haselnüsse gelten somit als die perfekte Nervennahrung.

Paprika enthält viel Vitamin C, genauso wie Brokkoli und Rotkohl, was nervenstärkend wirkt. Aus diesem Grund sollten die genannten Lebensmittel in stressigen Situationen vermehrt zubereitet werden. Eine schonende Zubereitung sollte dabei im Fokus behalten werden, damit die wichtigen Inhaltsstoffe nicht verkocht werden und der Körper ausreichend Vitamine bekommt.

Stresslindernde Lebensmittel können bei Neurasthenie helfen

Weitere nervenstärkende Lebensmittel sind Spinat, Bananen, Kakao, Joghurt Eier, Fisch, Avocado und natürlich Tee. Tee wirkt in seinen unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen sehr beruhigend und Stresslindern. Vor allem an regnerischen Tagen ist eine Tasse Tee sehr willkommen, da sie zum einen den Körper aufwärmt und zum anderen die Seele verwöhnt.

Selbst als Vegetarier oder Veganer finden sich ausreichend Lebensmittel, die den Körper und die Seele bei einer Nervenschwäche Behandlung unterstützen können. Es sollte eben nur darauf geachtet werden, dass spezielle Produkte ausgewählt werden und genügend Inhaltsstoffe darin enthalten sind. Dadurch wird der Körper und vor allem die Nerven gestärkt.

Zu vermeiden sind fettige Lebensmittel. Dies ist für die Gesundheit nicht förderlich und sorgt oft für ein paar Kilos mehr auf den Hüften. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass weniger Zucker und Salz zu sich genommen wird. In großen Mengen ist es für den Körper ungesund und fördert verschiedene Krankheiten. Übergewicht ist auf eine ungesunde Ernährung zurückzuführen.

Homöopathie bei Neurasthenie

In der heutigen Zeit ist die Medizin sehr fortgeschritten, doch trotzdem versuchen viele Menschen, natürliche Mittel und erhoffen sich eine Heilung bei verschiedenen Beschwerden. Andere versuchen die Schulmedizin mit alternativen Methoden zu kombinieren. Die Homöopathie soll den Körper anregen, sich selbst zu heilen. Aus diesem Grund nehmen Betroffene bei Nervenschwäche Globuli.

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Es gibt verschiedene homöopathische Mittel, die gegen Symptome von Nervenschwäche genommen werden können. Bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln ist es wichtig, dass die Betroffenen nicht verschiedene Mittel gleichzeitig einnehmen. Vor der Einnahme sollte mit einem Arzt gesprochen werden. Der zu behandelnde Arzt kann mit nützlichen Hinweisen und Ratschlägen behilflich sein.


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