Nerven beruhigen

Nerven beruhigen – Mittel, Tipps und Hausmittel

Das Beruhigen der Nerven ist immer wieder ein wichtiges Thema. Viele Belastungen haben die Menschen heutzutage zu ertragen, die ihre Nerven belasten. Darunter sind Arbeits-, Familien- und Partnerschaftsprobleme, die immer wieder auftreten. Sind sie von intensiverer Natur oder treten permanent auf, können sie die Psyche belasten. Die Leidenden stehen unter der Gefahr, ernsthafte Krankheiten zu entwickeln.

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Stressfaktoren als ein Faktor der Seelenbelastung

Stress ist grundsätzlich individuell zu betrachten. Denn es ist unerheblich, wie die Stressfaktoren von Dritten bewertet werden. Mögen „kleine Belastungen“ bei dem einen Stress hervorrufen, muss dies nicht auf den anderen zutreffen. Dennoch gibt es allgemeingültige Stressfaktoren, die eine psychische Belastung begünstigen:

  • Stress am Arbeitsplatz durch Arbeitsüberforderung und Aufgabenstellungen
  • Konflikte bei Trennung in der Familie
  • Tod eines Familienangehörigen

Im Folgenden sollen sich die Ausführungen darauf beziehen, wie die Leidenden Linderung mittels einfacher und gesunder Hausmittel erlangen, ihre Nerven beruhigen können. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Vermeidung der Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente und die Hilfe zur Selbsthilfe, die oftmals ausreichend ist.

Nerven beruhigen – Mittel, Tipps und Hausmittel: Tee und Kräuter

Es gibt diverse Teesorten, die auf Naturbasis sind, die die angespannten Nerven ein wenig beruhigen. Nachstehend werden sie vorgestellt:

Baldriantee: Baldrian ist eine Heilpflanze und allgemein bekannt für ihre beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus. Die Baldrianwurzel enthält ein ätherisches Öl, welches gegen Schlafstörungen, Angst- und Spannungszustände und nervöse Unruhezustände eingesetzt wird. Das bezieht nervös bedingte Magenschmerzen ein. Die Anwendungsform ist in Tee-, Tinktur- oder Extrakt-Form möglich. Für das Bad gibt es ebenso einen Aufguss.

Johanniskrauttee: Der Johanniskrauttee wird hauptsächlich bei Depressionen, Angstzuständen sowie Stimmungsschwankungen verwendet. Sein positiver Begleiteffekt ist gleichzeitig beruhigend. Das Öl der Heilpflanze wird im Übrigen zur Behandlung von Verbrennungen, Wunden und Verletzungen gebraucht. Linderung verspricht das Öl ebenso bei Rheuma, Gicht und Hexenschuss.

Melissetee: Die Melisse hat sein Einsatzgebiet bei Unruhezuständen, Schlafstörung und nervös bedingte Magen-Darmstörungen. Die Melisse hilft unter anderem bei Lippenbläschen (Herpes).

Passionsblumentee: Die Passionsblume ist die Blüte, die wir an der Rangpflanze der Passionsfrucht, auch als Maracuja bekannt, finden. Diese Blume als Tee zubereitet hat schlaffördernde Wirkung, wie auch die Passionsfrucht selbst. Hinzu kommt, dass der Tee ebenso beruhigend wirkt.

Lindenblütentee: Der Lindenblütentee wirkt speziell bei Nervosität und Angstzustände, der aus den Blüten des Lindenbaums gewonnen wird. Zugleich wird mit der Einnahme Stress reduziert.

Ginsengtee: Ginseng wird aus der Knolle gewonnen und kommt, wie der Name bereits erahnen lässt, aus den östlichen Gefilden der Erde. Eine verbessernde Wirkung wird bei Depressionen, chronische Müdigkeit sowie bei Stress und Angstzuständen beobachtet.

Lavendeltee: Der Lavendeltee wird aus der Lavendelblüte gewonnen. Dabei sollte der Anwender auf den echten Lavendel statt der Zierpflanze achten, der zur Entspannung bzw. zum Relaxen beiträgt.

Weißdorntee: Weißdorn ist relativ unbekannt. Es ist ein Kraut, welches vielfach fördernde Wirkungen zeigt, wie beispielsweise auf die Durchblutung und Herz-Und-Kreislaufsystem. Für den gewünschten Effekt der Nervenberuhigung und Lösen von Angst trägt das Kraut ebenso bei. In der Regel ist der Wirkstoff als Tinktur erhältlich, die in dieser Form der Anwender in den Tee träufeln kann.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Kamillentee: Der Kamillentee ist durchweg durch seine milde Wirkung bekannt und trägt neben den heilenden und beruhigenden Effekten für Magen und Darm ebenso zur Beruhigung bei. Gerade wenn die Unruhe in dem dortigen Bereich gefühlt wird (nervöser Magen), ist dies der richtige Ansatz dort Beruhigung hineinzubringen.

Basilikumtee: Basilikum ist normalerweise eher für Gerichte und für das Kochen bekannt, im Speziellen bei Pizzen. Jedoch hat die Pflanze bezüglich ihrer Blätter ebenso beruhigende Wirkung.

Waldmeistertee: Waldmeister ist vielen eher von der „Götterspeise“ oder als Limonade bekannt. Waldmeister ist letztendlich jedoch ein Kraut, welches einen beruhigenden Effekt auf das Nervensystem zeigt.

Hopfenblütentee: Auch diese Pflanze trägt sein Teil zur Entspannung der Nerven bei, welche in Form eines Tees getrunken werden kann.

Hopfenblütentee: Auch diese Pflanze trägt sein Teil zur Entspannung der Nerven bei

Abschließende Tipps und Hinweise zu den Teesorten sollte der Anwender beachten:

  • Zu den Tees ist allgemein zu beachten, dass Du die jeweiligen Teesorten ausprobieren solltest, die bei Dir den höchsten Effekt erzielen. Die einen mögen unterschiedlich intensiv auf die unterschiedlichen Kräuter und Blüten reagieren.
  • Ein zusätzlicher Tipp ist, mittels frischer bzw. unbehandelter Kräuter den Tee selbst zuzubereiten. Dies alleine ist bereits beruhigend, da sich der Geist für die Wirkung öffnet und schon dabei zur Ruhe kommt. Solche natürlichen und unbehandelten Kräuter sind am besten in der Apotheke zu kaufen.
  • Als weiterer Hinweis ist zu empfehlen, die Teesorten nicht in Übermaßen zu trinken, da sie manchmal auch Nebenwirkungen haben können. Ist die innere Unruhe dermaßen groß und über einen längeren Zeitraum vorhanden, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Innere Unruhe überwinden

Die innere Unruhe zu überwinden ist manchmal nicht so einfach. Es wurde gesehen, dass es auch einfache Hausmittel in Tee- oder Krautform gibt, die ihren Teil zu Entspannung beitragen können.

Im Folgenden sollen Techniken vorgestellt werden, die ebenso die innere Unruhe bekämpfen und gleichzeitig ein seelisches Gleichgewicht herstellen können. Dazu gehören Yoga und die religionsübergreifende Meditation.

Nerven beruhigen – Mittel, Tipps und Hausmittel: Yoga (Joga)

Es gibt diverse Entspannungstechniken, die im Yoga (ehemals Joga geschrieben) geboten werden. Diese mögen sich insgesamt leicht unterscheiden, je nachdem welche Schule bzw. theoretische Ansätze auf die Techniken einwirken.

Grundsätzlich geht es immer darum, dass sich der Körper und vorwiegend die Psyche entspannen können und sollen. Da das Angebot vielfältig ist und regional in fast jeder Nähe verfügbar ist, wird der Ratsuchende schnell eine Yoga-Schule bzw. -beratungsstelle finden.

Meditation für mehr innere Kraft

Mag sich Yoga noch sehr stark auf die östlichen Kulturen beziehen, gilt die Meditation als religionsübergreifend, da sie in fast allen Kulturen und Religionsformen vorkommt. Sie wird oftmals mit Begriffen wie Leere, Stille, Einssein, Panorama-Bewusstheit, Gedankenfreiheit oder Zustandes im Hier und Jetzt in Verbindung gebracht.

Dies ist der Zustand, in dem der Anwender eindringen möchte, um seelisch zur Ruhe und mehr Innerer Kraft zu kommen. Die Meditationstechniken wiederum unterscheiden sich in ihrer Anwendung von denen mit religiösem Hintergrund.

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Schlussbemerkung

Falls die angesprochenen Hilfen nicht ausreichen sollten und die innere Unruhe bzw. Nervosität nicht nachlässt, sollte ein Facharzt konsultiert werden. Dieser kann eine entsprechende Therapie einleiten.


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