Motivationslosigkeit bekämpfen

Motivationslosigkeit bekämpfen

Um zu verstehen, warum man sich motivationslos fühlen kann, ist es zuerst wichtig zu verstehen was Motivation ist und woher wir sie beziehen. Motivation beschreibt die emotionalen Beweggründe, die uns zum Handeln bringen, um uns unseren Zielen zu nähern.

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Also benötigen wir im Endeffekt bestimmte Dinge, damit wir Motivation erfahren können. Wir benötigen Ziele, Emotion, die wir anstreben und die Bereitschaft zu handeln. Sobald eines von den drei weg fällt, funktioniert Motivation nicht mehr. Motivationslosigkeit sollte man bekämpfen.

Das wichtige bei Motivation ist, sie sollte stets aus einem selbst kommen. Natürlich ist es möglich, Leuten durch verschiedene rhetorische Techniken zu motivieren, aber diese von außen aufgesetzte Motivation ist nicht von Dauer. Sie kann als Inspiration, oder als Initialzündung dienen, aber letzten Endes muss es aus einem selbst kommen oder wird nicht von Dauer sein.

Sich motivationslos fühlen: Unterschied von Zielen und Träumen

Ziele sind immer etwas konkretes, ein Ziel beschreibt immer, was ich bis wann erreichen will und welche Mittel ich bereits zur Verfügung habe und was ich dazu noch benötige, um es umsetzen zu können.

  • Das unterscheidet viele Menschen von wenigen, die ein instinktives Verständnis dafür haben.
  • Die meisten Leute denken, wenn sie sagen „ich will reich werden“ sei das ein Ziel.
  • Aber, da sie weder eine Zeit, noch sonstige Konditionen festgelegt haben, wird unser Unterbewusstsein nicht daran arbeiten es zu erreichen.
  • Es ist ein Traum und damit nicht wichtig genug.
  • Deshalb ist es wichtig, immer im Leben konkrete Ziele zu haben.

Um die Fähigkeit Ziele zu definieren und umzusetzen zu erlernen, sollte man sich diesbezüglich weiter bilden. Psychologische Berater, Coaches und andere Leute mit entsprechender Ausbildung bieten dazu ganze Seminare an, wo sie die Grundlagen dazu vermitteln.

Wichtig ist, dass man sich realistische Gedanken darüber machen sollte, wie lange es dauert ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Daran unterscheidet man dann kurzfristige Ziele (innerhalb von einem Jahr), mittelfristige (bis zu 5 Jahren) und langfristige Ziele (über 5 Jahre). Dementsprechend sollte man dann die Planung aufbauen.

Ziele sollten stets so definiert sein, damit sie unter Anstrengung gerade so zu 100 % erreichbar sind. Alles über 80% Zielerfüllung ist ein Erfolg. Das ist dem geschuldet, dass es immer unerwartete Faktoren und Einflüsse außerhalb unseres Einflusses geben kann.

Emotionen als Antreiber

Emotionen als Antreiber

Das ist unser Antreiber. Sie sind es die uns dazu bringen, Dinge zu bewegen und erreichen zu wollen. Wenn wir wissen, welche Emotionen hinter unseren Zielen stecken, ermöglicht es uns, diese einfacher erreichen zu können und unsere inneren Potentiale zu mobilisieren und zu nutzen.

Wichtig dabei ist, um Motivation zu finden, benötigen wir positive Emotion. Es geht auch anders, ist aber nicht empfehlenswert. Deshalb ist es wichtig sich darüber klar zu werden, welche Emotionen einem besonders wichtig sind, damit man diese Komponente nutzen kann.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Motivationslosigkeit bekämpfen: Handlungsbereitschaft

Die dritte wichtige Komponente ist die Bereitschaft zu handeln. Uns einen Plan zu machen und nach ihm vor zu gehen und daran zu arbeiten, unsere Ziele zu erreichen.

Damit das funktionieren kann, müssen wir es uns wert sein, die Ziele erreichen zu wollen. Es muss also auch die innere Haltung, das Selbstwertgefühl, stimmen um erfolgreich damit zu sein.

Wenn Hindernisse uns daran hindern anzufangen zu handeln, weil wir das Ziel hinter den Hindernissen nicht mehr sehen, haben wir zwei Möglichkeiten:

Entweder wir räumen die Hindernisse aus dem Weg oder wir machen das Ziel so groß, dass wir es hinter den Hindernissen sehen können und uns damit auch zum Handeln motivieren können.

Ich fühle mich motivationslos: Was ist falsche Motivation?

Als falsche Motivation bezeichnet man Dinge, die keinen positiven, emotionalen Wert für uns haben und die deshalb eigentlich keine Motivation sind, auch wenn sie den Anschein erwecken. Ein gutes Beispiel dafür ist Geld.

Geld hat normal keinen emotionalen Wert für Leute, sondern letzten Endes das was sie damit tun können. Aber viele Menschen denken, Geld wäre eine Motivation und bleiben wegen dem Geld auf einer Arbeitsstelle, wo sie unglücklich sind. Letzten Endes ist es ein sicherer Weg in psychische Erkrankungen.

Da das Geld selbst nie die Motivation war, hält man sich also an etwas fest, was einem keinen Gegenpol, keinen Halt geben kann und wird abstürzen. Viele haben schon die Erfahrung gemacht, egal wie viel du verdienst, wenn du es nicht gerne machst und du das nicht willst wirst du es nicht lange machen, entweder weil man selbst die Bremse zieht und aufhört oder weil man dadurch krank wird.

Unterstützung ist wichtig bei Motivationslosigkeit

Ein weiterer wichtiger Faktor, um Motivationslosigkeit zu überwinden und zu bekämpfen ist, dass man sein soziales Umfeld mit einbezieht. Freunde und Familie können einem helfen, positive Gefühle zu entwickeln und mit einem Dinge unternehmen, die einem Spaß machen.

Die Freude an Tätigkeiten, sei es Sport, Wandern, Videospiele oder was auch immer, kann einem sehr gut helfen, mit Freunden gemeinsam eine Antriebslosigkeit zu überwinden.

Wichtig ist auch die soziale Komponente, die Freunde und Familie sonst noch mitbringen. Man hat Leute, mit denen man offen reden kann und die vielleicht selbst schon Erfahrungen damit gesammelt haben. Einem gute Ratschläge geben und einen aufbauen können.

Depression und Antriebslosigkeit bekämpfen und vorbeugen

Wenn eine Antriebslosigkeit sich auf alle Lebensbereiche ausweitet, dann droht die Gefahr einer ausgewachsenen Depression. Das ist etwas, was auf jeden Fall professionelle behandelt werden muss.

Depression ist eine psychische Störung und geht oft mit Schweregefühlen, negativen Gedankenschleifen und Antriebslosigkeit einher. Depressionen wirken sich auf alle Lebensbereiche der Betroffenen aus, isolieren sie nach und nach sozial, wodurch sie sich selbst verstärken.

Sie haben viele Mechanismen, über die sie arbeiten, von reduziertem Selbstwertgefühl über mangelnde Lust an Aktivitäten bis hin zu dem Verlust des Interesses am eigenen Leben. Das sollte man niemals auf die leichte Schulter nehmen und deshalb zeitnah einen Termin mit einem Psychologen oder Psychiater ausmachen, um sich genauer untersuchen zu lassen und heraus zu finden, wo genau die Ursache dafür liegt.

Es gibt organisch oder körperlich bedingte Depressionen sowie psychisch bedingte. Deshalb muss die Ursache abgeklärt werden, um eine passende Therapie zu entwerfen und den Betroffenen bestmöglich helfen zu können.

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Fazit

Letzten Endes sind die Grenzen zwischen einfacher Antriebslosigkeit und Depression fließend. Deshalb ist es immer wichtig, achtsam mit sich selbst umzugehen und zu reagieren, wenn man feststellt, dass eine Antriebslosigkeit in mehr als einem Lebensbereich auftritt und längere Zeit anhält.


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