Mehrere Panikattacken hintereinander

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Während einer Panikattacke befindet sich der menschliche Körper in einem absoluten Ausnahmezustand. Dabei handelt es sich um einen Vorgang, der den Menschen ursprünglich in lebensbedrohlichen Situationen beschützen soll. Wer an mehreren Panikattacken, die hintereinander auftreten leidet, hat womöglich eine Angststörung.

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Große Ängste entwickeln sich jedoch auch in ungefährlichen Momenten, in denen das Gehirn die gegebene Situation falsch interpretiert. Es gibt Menschen, die sehr viele unkontrollierte Attacken hintereinander erleben. Diese können sowohl am Tag, als auch bei Nacht auftreten. Viele sind verzweifelt, suchen vergeblich nach Lösungen, doch finden keinen Ausweg.

Sie greifen zu Medikamenten, die eventuell die Symptome reduzieren, aber nicht die Ursachen bekämpfen. Um dem ewigen Kreislauf zu entkommen, hilft es sich selbst zu vertrauen und sich durch mentale Übungen zu stärken.

Ursachen von mehreren Panikattacken

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Panikattacken können in verschiedenen Zusammenhängen auftreten. Eine Möglichkeit ist, dass sie an einen konkreten Auslöser gebunden ist. Bei diesem Auslöser kann es sich entweder um eine konkrete Situation oder einen gewissen Zustand handeln.

Beispielsweise entsteht eine Panikattacke dadurch, dass ein Mensch sich in einem engen Raum oder in einer riesigen Menschenmenge befindet und eine Attacke aufgrund von Platzangst erleidet. Auch nach der Angstsituation kann es zu mehreren Panikattacken hintereinander führen. Diese Form von Panikattacken hängen mit konkreten Phobien zusammen, in diesem Beispiel mit der „Agoraphobie“.

Es ist aber auch möglich, dass Panikattacken „einfach so“, „ohne Grund“ und „sehr überraschend“ auftreten, und man gar nicht weiß, wie sie zustande kamen. Diese Art von Attacken lassen sich meist auf eine Panikstörung zurückführen.

Angstzustände ohne jegliche Bedrohung können auftreten, wenn die jeweilige Person sich an eine letzte Panikattacke zurückerinnert oder das Unterbewusstsein ein Erlebnis verarbeiten muss.

Mehrere Panikattacken am Tag

Panikattacken, die tagsüber stattfinden, werden meist durch Erinnerungen ausgelöst. Dies können, wie bereits erläutert, sehr alltägliche Situationen ohne tatsächliche Bedrohung sein.

Sie können ausgelöst werden, wenn man in einem Zustand oder einer Situation sehr starke Angst empfindet. Wenn die Angststörung sehr gravierend ist, kommt es zu mehreren Panikattacken hintereinander.

Diese Ängste sind häufig Phobien vor konkreten Dingen. Es kann aber auch vorkommen, dass man die Ursache seiner Angstattacke gar nicht nachvollziehen kann. Beispielsweise kann ein panischer Zustand ausgelöst werden, da man sich daran erinnert in einer ähnlichen Situation zuvor eine Attacke erlitten zu haben.

Am Tag fällt es dem Angstpatienten allerdings deutlich einfacher, die Panik zu ignorieren und sich abzulenken. Das ist in diesem Moment zwar hilfreich, löst meist jedoch nicht das Problem in seiner Ursache.

Denn wenn man sich seinen Ängsten nicht stellt, kehren die Symptome immer wieder und überraschen einen zum Beispiel während des Schlafs.

Panikattacke in der Nacht

In der Nacht verarbeitet das Gehirn die Erlebnisse des vergangenen Tages. Das Unterbewusstsein greift Momente auf, in denen wir uns stark gefürchtet haben und verzweifelt haben. Meist werden Betroffene ganz plötzlich von ihrer Panik geweckt, ähnlich wie durch einen Albtraum, und befinden sich bereits mitten in ihrer Panikattacke.

Das verheerende an einer Attacke bei Nacht ist, dass man ganz auf sich alleine gestellt ist und es kaum Fluchtmöglichkeiten gibt. In einer solchen Situation ist die ängstliche Person gezwungen, sich mit ihren Gefühlen auseinanderzusetzen und gegen sie anzukommen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Tipps und Tricks

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Es gibt einige Möglichkeiten, die das Risiko für einen nächtlichen Panikausbruch mindern.
Entspannung und Ruhe vor dem Schlafen gehen sind wichtig für eine erholsame Nacht ohne Panikanfälle.

Vermeide Hektik: Bei den Vorbereitungen auf die Nacht & nimm dir ausreichend Zeit bei dem Zubettgehen.

Gehe nur bei ausreichender Müdigkeit zu Bett: Probleme beim Einschlafen erhöhen die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man über seine Ängste nachdenkt.

Sport: Kann das Erschöpfungs- und Müdigkeitsgefühl begünstigen.

Ablenkung vor dem Schlaf: Durch ein Buch, Hörbuch, Serie, Film o. ä. hilft bei der Beruhigung. Es eignen sich eher schöne, ruhige Geschichten, als spannende oder traurige.

Die richtige Ernährung: Vor dem Schlaf kann Wunder wirken: Vermeide fett- und zuckerüberladene Speisen am Abend. Verzichte mindestens 6 Stunden vor dem Schlaf auf koffeinhaltige Getränke.

Was tun gegen Panik?

Es gibt seit einiger Zeit Medikamente, die beruhigend auf das Gemüt wirken und somit das Wohlbefinden vieler Angstpatienten verbessern. Es ist sehr wichtig, dass diese Mittel wirklich nur in Ausnahmezuständen eingenommen werden.

Medizin lindert zwar kurz nach der Einnahme die Symptome, bekämpft aber lange noch nicht die Ursache des Problems. Daher wird sich langfristig nichts an der allgemeinen Anfälligkeit für Panikattacken ändern. Wer mehrere Angstattacken hintereinander bekommt, sollte umgehend zu einem Therapeuten.

Die Einnahme von Medikamenten endet ohne therapeutische Beratung und Beobachtung oft in einer Medikamentenabhängigkeit. Sie sind also mit großer Vorsicht einzunehmen.

Selbsthilfe bei mehreren Panikattacken hintereinander

Da es oft notwendig ist, direkt gegen die Ängste anzukämpfen. In akuten Fällen besteht ein Bedürfnis für direkte Hilfe. Bis man einen Termin bei einem Therapeuten wahrnehmen kann, vergeht meist zu viel Zeit. Selbsthilfe kann alleine oder zusätzlich zu einer Therapie wirksam sein.

Zunächst sollte dir bewusst werden, worin dein grundsätzliches Problem liegt. Durchlebst du eine Panikattacke am Tag oder auch bei Nacht, dann geschieht dies nie ohne Grund, auch wenn du ihn nicht gleich verstehen kannst.

Wovor hast du Angst? Was bedrückt dich? Mache dir klar, dass dein Gehirn die Symptome, die im Körper vor sich gehen, meistens einfach nur falsch interpretiert. Angst ist ursprünglich nur ein lebensschützender Mechanismus in Gefahrensituationen.

Kommt es also zu Angstgefühlen ohne eine Bedrohung, ist allein Ihr Gehirn verantwortlich dafür. Gibt es tatsächlich eine Gefahr? Das ist alles nur in meinem Kopf! Akzeptiere deine Panik in einer Panikattacke, nimm diese Gefühle an. Führe dann einen inneren Dialog zwischen Gehirn und Panik. Etwa so:

„Hallo, da bist du ja, Herzklopfen. Ich schätze, die Panik hat dich geschickt. Aber freu dich nicht zu früh! Du kannst mir nichts vormachen.“

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Versuche jedes Mal, das Gehirn gewinnen zu lassen. Es klappt nicht immer zu Beginn. Doch sobald du es schaffst, wächst das Selbstvertrauen und die Panikattacken schwinden.


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