Innere Stärke entwickeln

Innere Stärke entwickeln

Innere Stärke entwickeln und aufbauen ist das höchste Gut, damit der Mensch sich zufrieden oder glücklich fühlen kann. Der Weg dorthin ist manchmal nicht einfach. Denn jener Weg ist unterschiedlich und ebenso unsere Probleme, die wir haben, können sich stark unterscheiden. Beides wird nachstehend erläutert und eingehender beleuchtet.

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Innere Stärke entwickeln und aufbauen: Gefühle sind ein Spiegel des Lebens

Die Gefühle sind ein Spiegel des Lebens, in welchen Situationen wir uns befinden und wie wir mit diesen umgehen. Gefühle sind nicht unabhängig von allem, sondern viele Faktoren wirken auf sie ein. Diese werden nachstehend beschrieben und Tipps speziell zu ihnen gegeben. Es wirken auf die Gefühle beispielsweise ein:

  • Erfahrungen und Erlebnisse
  • Umfeld
  • Schlafverhalten
  • Hormone
  • Blutzuckerspiegel
  • Bewegung
  • Träume
  • Ereignisse aus Nachrichten, Zeitungen, Fernsehen, etc.
  • Umstände
  • Bewertungen

Neben Stärke entwickeln steht gleichzeitig die Stärkung des Selbstbewusstseins. Dieser Aspekt soll im Nachhinein besonders erläutert werden. Dabei können zwei Bereiche aufgetan werden, die das Selbstbewusstsein klein halten und jene anderen Bereiche, die das Selbstbewusstsein stärken:

1. Die hinderlichen Elemente sind:

  • Sich ständig mit anderen Vergleichen
  • Selbstzweifel mehr zu glauben als den tatsächlichen Talenten, die Du hast und gut machst
  • Zu lange über Fehler negativ zu grübeln
  • Zu viele Schritte auf einmal nehmen zu wollen
  • Keine Hilfen annehmen zu wollen

2. Die förderlichen Elemente sind:

  • Fehler als Signal und Lerneffekt zu verstehen und nutzen
  • Konzentrieren auf die persönlichen Stärken, diese weiter aufzubauen und auf andere Bereiche zu übertragen
  • Hilfe anzunehmen und anschließend mit kleinen Schritten anzufangen, selbstständig zu agieren
  • Anfangen zu selektieren, was einen fördert und was einen schädigt
  • Aus dieser Erkenntnis lernen, Abstand zu halten (wird nachstehend intensiver ausgeführt)

Innere Festigkeit entwickeln und zementieren: Abstand halten

Abstand halten ist doppeldeutig. Denn dies bezieht nicht nur eine physische Komponente mit ein, sondern auch die psychische. Aber beide Sektoren sind wichtig, in denen wir erlernen, Abstand zu halten. Damit schützen wir uns und unser Selbstbewusstsein.

Abstand halten im physischen Sinne

Es ist wichtig von Situationen und Personen Abstand zu halten, die uns in unserem Selbstbewusstsein schaden könnten. Dies soll natürlich kein Argument sein, nicht eine Prüfung zu machen oder sich mit einem Kollegen konstruktiv auseinanderzusetzen, um in einer wichtigen Sache voranzukommen. Denn diese Situationen sollten stattdessen angegangen werden. Eine bestandene Prüfung gibt Selbstvertrauen und -bewusstsein und ein gelöster Konflikt mit dem Kollegen ebenso.

Vielmehr sollten wir destruktive Situationen und Personen erkennen, die einen wirklich schaden könne. Manchmal ist das auf den ersten Blick nicht einfach zu erkennen. Die passende Reflektion dazu können einem aber Familienangehörige, Freunde oder auch Supervisoren bzw. Therapeuten geben. Der Personenkreis ist davon abhängig, wie fundiert die Personen Ratschläge zu den einzelnen Situationen geben könnten.

Abstand halten im psychischen Sinne

Den Abstand zu halten im physischen und psychischen Sinne kann sich manchmal überschneiden. Hierbei soll aber wirklich der Fokus daraufgelegt sein, dass wir uns bewusst von den psychischen Auswirkungen von Umständen trennen, die auf uns einwirken mögen. Denn manchmal können wir uns einfach nicht körperlich trennen. Dies ist insbesondere so, wenn wir uns beispielsweise in einer sozialen Tätigkeit oder sogar in einem Entwicklungshelfereinsatz befinden. In diesem Umfeld ist es wichtig, Abstand im psychologischen Sinne zu halten, damit wir nicht an der Tätigkeit zu Grunde gehen. Denn sie kann uns selbst sehr stark belasten. Burn-Out-Syndrome mit Selbstvorwürfen, dass wir nicht genug helfen konnten, können die Folge sein.

Aber ebenso im Alltag strömen Situationen ein, die es gilt, von uns fern zu halten. Solche Situation können an uns saugen, die uns kraftlos machen. Menschen können ebenso an uns saugen: Sie fordern sehr viel und andererseits machen sie ein schlechtes Gewissen, wenn wir ihnen nicht in ihrem Sinne ausreichend helfen.

Innere Stärke: das Wolkenprinzip

Innere Stärke: das Wolkenprinzip

Ein weiterer Tipp ist das Wolkenprinzip. So wie die Wolken kommen und gehen, so sind es ebenso die Ereignisse, die auftauchen mögen und wieder verschwinden. Die einen Erlebnisse sind weiche und flauschige Wolken. Sie sind sehr angenehm und schön anzuschauen. Die anderen sind dunkel und voller Regen. Ggf. blitzt und donnert es zugleich. Wir mögen uns schützend einrollen. Aber dabei ist eins gewiss: Sie werden vorbeiziehen und die darüber scheinende Sonne, wird wieder sichtbar.

Der Moment des Vorbeiziehens, besonders der schlechten Momente, ist ein wichtiger Aha-Effekt, der uns dieses Wolkenprinzip lehrt.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Innere Stärke konstruieren: Kleine Tipps für die Gefühlsbeeinflusser

Um noch kleinteiliger auf die oben gennannten Gefühlsbeeinflusser richtig zu reagieren, werden diese nochmals intensiver beleuchtet und gezeigt, wie wir am besten mit ihnen umgehen sollten:

1. Erfahrungen und Erlebnisse
Die Erfahrungen und Erlebnisse in jeder Zeitschiene haben starken Einfluss auf unsere Gefühle. Sind die Erfahrungen in der Kindheit besonders belastend oder traumatisierend gewesen, wirkt sich das auf das gesamte Wohlbefinden und das Selbstbewusstsein aus. Aber auch die jetzigen Erlebnisse und Erfahrungen bestimmen unsere Laune und die Gefühle. Nicht selten interagieren die heutigen Erlebnisse mit den damaligen Erfahrungen. Es werden manchmal Brücken und Gleichsetzungen von uns konstruiert, die fälschlicherweise gar nicht existieren. Je größer die schlechten Erfahrungen sind, desto gravierender sind die negativen Auswirkungen auf Gefühle und Verhaltensweisen. Dies macht meistens externe Hilfe erforderlich, damit diese richtig korrigiert werden können.

2. Umfeld
Das Umfeld hat großen Einfluss auf uns und unsere Gefühle. Aus diesem Grunde sollten Freunde und Bekannte gut ausgewählt sein, damit sie uns guttun. Ansonsten könnten diese negativ sein und das Innere in uns schwächen.

3. Schlafverhalten
Ein gesunder Schlaf ist etwas sehr Schönes. Das mögen diejenigen vergessen, die ständig durchschlafen und nicht weiter darüber nachdenken. Die hingegen, die das nicht haben oder eher selten, wissen das mit Sicherheit. Ist der Schlaf so stark gestört, kann uns das permanent schwach halten und zu anderen Krankheiten führen. Oftmals kann das Schlafproblem eine Begleitsymptomatik einer Depression oder organischen Krankheit sein. Beides sollte genauestens untersucht und behandelt werden.

4. Hormone
Die Hormone haben einen intensiven Effekt auf die Gefühlslage. Der Menstruationszyklus der Frau ist ein Beispiel, bei dem es starke Stimmungsschwankungen geben könnte. Ist ein Hormonhaushalt gestört, hat er einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die innere Stärke. Diese Störungen können organischen Ursprungs sein. Dies sollte von der medizinischen Seite her untersucht werden.

5. Blutzuckerspiegel
Der Blutzuckerspiegel hat einen intensiven Einfluss auf unsere Stimmung und Stärke. Nicht selten gibt es Menschen, die sehr schlecht gelaunt sind, wenn sie zu wenig gegessen haben. Sind Menschen an einem Diabetes erkrankt, müssen sie intensiv auf ihre Blutzuckerwerte achten, damit sie nicht in ein Blutzuckerschock- oder -koma verfallen. Auch regelmäßige Schwankungen sind sehr schädlich für sie und drücken auf ihre Stimmung. Je nach Typ der Diabeteserkrankungen sind Diät, Tabletten oder Insulininjektionen zu nehmen.

6. Bewegung
Nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Stärke wird mittels Sports erreicht. Außerdem macht uns Sport glücklicher und ist gleichfalls für Personen mit Depressionen zu empfehlen, da dabei vermehrt das Hormon Serotonin ausgeschüttet wird. Dies gilt als eins von den „Glückshormonen“. Selbst für das Berufs- und Privatleben ist Sport wichtig. Die bessere Durchblutung im Gehirn steigert unsere Konzentrationsfähigkeit und Du kommst manchmal auf neue Sichtweisen und Ideen während der Aktivität. Diese lassen sich auf die Alltags- oder Berufssituationen übertragen, die wir zuvor bereits gesucht haben.

7. Träume
Träume während der Nacht sind wichtig, wie wir uns morgens fühlen mögen. Sind sie kurz vor der Aufwachphase schlecht, fühlen wir uns meist dann ebenso. Unsere Träume im übertragenen Sinne sind synonym als Wünsche oder auch Ziele zu deklarieren. Sie sollten möglichst in Erfüllung gehen. Sie müssen aber allerdings erreichbar bzw. realistisch sein, ansonsten fühlen wir uns schlecht oder gar enttäuscht, wenn es nicht wunschgemäß eintritt.

8. Ereignisse aus Nachrichten, Zeitungen, Fernsehen, etc.
Ereignisse aus den Nachrichten können uns glücklich machen, traurig, ängstlich oder uns schockieren. Aus diesem Grunde ist zu überlegen, wann und wie oft wir uns diesen Informationen aussetzen. Dies passt ebenso als Tipp zu dem Unterthema „Abstand halten“. Denn wir müssen nicht alles im Leben sehen und hören, was passiert ist oder passieren könnte.

Ein besserer Kurzbegriff wie FSK (freiwillige Selbstkontrolle) kann es in diesem Zusammenhang nicht geben. Die Betonung auf freiwillige und einer sozusagen selbstbestimmten Eigenkontrolle zeigt den Weg in den Selbstschutz und die eigene Mündigkeit.

9. Umstände
Zu den Umständen ist nicht mehr viel hinzuzufügen, denn diese scheinen sich begrifflich selbst zu erläutern: Die Umstände können förderlich sein, wenn wir sie richtig nutzen und sie manchmal durchstehen: Prüfungen, den ersten Arbeitstag, Arbeitslosigkeit usw. Das alles soll uns nicht entmutigen, sondern uns zum Durchhalten oder Gegensteuern ermutigen, falls etwas aus dem „Ruder zu laufen“ scheint.

10. Bewertungen
Die Bewertungen wurden bereits zuvor als ein wichtiger Einflussfaktor beschrieben. Unser Selbstbewusstsein sollte sich von schlechten Bewertungen niemals niederdrücken lassen. In den ersten Schuljahren kennen wir dies als Einstieg für die künftige Arbeitswelt. Die Klausuren oder Prüfungen sind in jedem Lebensalter eine Momentaufnahme, die von Dir gefordert wird. In diesem Moment kannst Du mal nicht gut vorbereitet sein oder es ging Dir schlecht.

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Die emotionalen Bewertungen sind manchmal härter, wenn sie beleidigend geäußert werden. Von diesen sollten wir uns fernhalten. Nur die positiven Feed-Backs, die trotzdem ein Korrektiv enthalten können, helfen uns weiter. Diese sollten wir beachten. Sie bringen uns weiter und machen uns innerlich stärker.


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