Innere Ruhe wiederfinden

Innere Ruhe wiederfinden

Ist die innere Ruhe verloren, kann dies den Alltag und das Leben stark umwerfen. Die Ruhe ist eigentlich maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir zufrieden oder gar glücklich sind und unter diesem positiven Einfluss bestmöglichste Entscheidungen treffen. Tritt hingegen Hast oder Unruhe auf, machen wir unter deren Einfluss so manch falsche Entscheidung oder begehen ungeschickte Handlungen. Solches belastet nicht nur uns, sondern ebenso unser Umfeld.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Ursachen, die die innere Ruhe rauben

Die Ursachen der inneren Unruhe können unterschiedlichen Ursprungs sein.

Darunter sind zu finden:

  • Hormonelle Bedingungen, wie Wechseljahre, Teenageralter, Menstruationszyklus der Frau oder andere hormonelle Störungen wie Schilddrüsenerkrankungen
  • Innerfamiliäre Konflikte sowie Partnerkonflikte
  • Arbeitsstress
  • Schlechte Ernährung

Innere Ruhe wiederfinden: Die Maßnahmen dazu

Gemäß den Ursachen sollte der Unruhige diese entsprechend angehen. Im Folgenden werden thematisch Tipps an die Hand gegeben, die zum Teil alleine anzuwenden sind:

Koffein reduzieren und andere lästige Nahrungs- und Genussmittel weglassen

Koffein macht uns nervöser. Deswegen sollte er nur in Maßen zu sich genommen werden. Koffein ist in Kaffee, Cola und anderen Aufputschgetränken enthalten. Alle sollten also auf die Agenda zur Konsumreduzierung gelegt werden, damit eine bestehende Unruhe nicht größer wird. Falls eine gewisse Abhängigkeit entstanden ist, sodass bereits leichte Entzugserscheinungen wie starke Müdigkeit oder Kopfschmerzen auftreten, sollte der Kaffeetrinker langsam und kontrollierend ausschleichen.

Schwarzer Tee hat weniger Koffein. Der Kaffeetrinker könnte deswegen ersatzweise diesen trinken. Aber auch der übertriebene Ersatz ist nicht zu empfehlen. Sonst macht der Tee einen ähnlichen Effekt wie Kaffee.

Übertrieben fettiges und kohlenhydrathaltiges Essen sollte vermieden werden. Stattdessen vitaminreiches und ausgewogenes Essen hilft, dass sich der Körper wohler und gesünder fühlt.

Heilpflanzen und Homöopathie zur inneren Ruhe

Der einfachste Weg Heilpflanzen in der Ernährung zu nutzen ist mittels Kräutertees. Die Zubereitung ist einfach und schnell. Und dennoch entwickeln sie dabei ihre volle Wirkung.

Die Teesorten, die zur inneren Ruhe und Stärkung dienen, sind folgende:

Hopfen: Hopfen wirkt beruhigend und fördert den Schlaf. Der Effekt setzt circa in zwei bis drei Wochen ein. Es ist zu empfehlen, Hopfen parallel in Verbindung mit Baldriantee bzw. -tabletten zu nehmen. Dies kann einen intensiveren Effekt bewirken.

Melisse: Melissentee wirkt angstreduzierend und gleichzeitig beruhigend.

Lavendel: Das Lavendelöl macht Dich ruhiger und Du kannst besser einschlafen.

Passionsblume: Die Passionsfrüchte, die als Maracuja oder Granadilla vorkommen, wirken angstlösend sowie beruhigend zugleich. Bei gleichzeitigen Schlafproblemen sind diese hilfreich.

Welche Nahrungen zur Beruhigung dienen und problemlos gegessen werden können, sind Basilikumblätter oder die soeben genannte Frucht Maracuja.

Ruhepausen einplanen

Es sollten Ruhepausen am Tag eingelegt werden. Es scheint manchmal in der Arbeit bei den vielen Aufgaben oder ebenso im Privatleben schier unmöglich zu sein. Aber der Mensch hat einen inneren Motor, der wie ein Akku funktioniert. Der sollte entsprechend zur Ruhe kommen und aufgeladen werden. Dies geht mittels Ruhepausen. Folgende Beispiele sollten als Idee helfen:

  • Mittagspause einlegen, ohne die Erinnerung an Arbeit zuzulassen.
  • Falls dies räumlich nicht geht, dann einfach zum Essen aus dem Werksgelände fahren.
  • Oder nach dem Mittagessen in der Kantine einen kleinen Sparziergang einlegen.
  • Während der Garten- oder Haushaltsarbeit immer wieder Pausen einlegen.

Stress im Alltag bewältigen um innere Ruhe zu finden

Stress im Alltag bewältigen um innere Ruhe zu finden

Der Stress sollte dort bewältigt werden, wo er entsteht: im Alltag. Es ist für den Berufstätigen immer wichtig zu erkennen, wie hoch sein Arbeitsaufkommen ist, welche anfallenden Aufgaben kann er qualitativ alleine bewältigen und hat er seine Termine zur Fertigstellung richtig gelegt. Denn sind diese in ihrem Pensum nicht richtig platziert, erhöhen sie den Stress enorm.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Die Strukturierung der Aufgaben ist nicht immer möglich, besonders wenn es sich um Termin- oder Projektgeschäft handelt. Es sollte dennoch versucht werden, akribisch den Aufgaben Prioritäten zuzuordnen und den Stress dadurch möglichst gering zu halten.

Aus diesen Ansätzen heraus können einige Tipps für Arbeitsüberforderungen entwickelt werden, die beispielsweise mit Geschäftspartnern und Aufgaben zu beachten sind:

1. Für Selbstständige und Projektleiter: Sind die Zeiträume der Fertigstellung zu kurz berechnet:

  • Neue Zeiträume aushandeln.
  • Wenn nicht möglich, externe Hilfe hinzuziehen, wenn es das Budget zulässt.
  • Wenn dieses zu klein ist, dann ggf. sogar absagen, falls …
  1. Die Qualität nicht geliefert werden kann.
  2. Der Auftrag sich kaufmännisch nicht lohnt.
  3. Dieser nicht als Referenz für das Unternehmen wichtig ist.

2. Für Arbeitnehmer:

Da die Abhängigkeit hier gegenüber den Vorgesetzten gegeben ist: Den Vorgesetzten frühzeitig ohne Scham signalisieren, dass eine Aufgabe in dem Zeitrahmen entweder nicht alleine geschafft werden kann, andere Aufgaben liegen bleiben müssen (welche? = mit ihm besprechen) oder eine weitere Hilfe durch einen anderen Kollegen oder einen Dienstleister erfolgen sollte.

3. Im Privatleben:

Im Privatleben möchten wir es oftmals den anderen recht machen. Auch dort sollte darauf geachtet werden, dass dies im Rahmen bleibt. Denn die Gefahr eines Burn-Outs ist nicht nur im beruflichen Leben vorhanden, sondern ebenso im Privatleben.

Innere Ruhe mittels richtiger Urlaubswahl

Der Urlaub ist natürlich kein Lückenbüßer für die Bewältigung des Stresses im Alltag. Er kann dies auch nicht quantitativ schaffen, denn dieser ist meistens maximal auf sechs Wochen im Jahr beschränkt. Zuerst sollten die voranstehenden Tipps zu Rate gezogen werden.

Er kann jedoch je nach Auswahl der Urlaubsart eine unterstützende Funktion zum Stressabbau haben. Deswegen sollte der Urlauber solche Orte und Aktionen auswählen, die mentale Entspannung bringen. Folgende Urlaube sind zu empfehlen:

  • Urlaub in der Natur. Möglichkeiten sind dazu die skandinavischen Länder, Alpen oder sonstige Outdoor-Gegenden.
  • Sportliche Aktivitäten, wenn Urlauber sie nicht auf Leistungen, sondern zur Entspannung durchführen.
  • Distrahierende Urlaubserfahrungen, wie beispielsweise Safaris, Rundreisen, Schiffsfahrten und ähnliches.
  • Urlauber mit religiös-meditativen Charakter wie Pilgerfahrten, Klosteraufenthalte etc.

Innere Ruhe mittels sportlicher Betätigung

Sport kann dazu dienen, dass der Sporttreibende gedanklich abschalten oder an etwas anderes denken kann. Dadurch entsteht wiederum der Effekt des Distrahierens. Selbst beruflich angespannte Personen in Führungsfunktionen nutzen extrem anspruchsvolle sportliche Aktivitäten wie beispielsweise Marathon, damit sie abschalten oder an etwas anderes denken können.

Oftmals kommen dabei neue Ideen oder Problemlösungen in den Sinn. Dies kann auf die verbesserte Gehirndurchblutung während des Sports zurückgeführt werden.

Abschalten und Kraft tanken mittels Joga (Yoga), Meditation und autogenem Training

Schließlich sind Meditation und Joga, nunmehr Yoga geschrieben, wichtige Aktivitäten, um zur Ruhe zu kommen. Konzentrationsübungen finden ihren Einsatz, die uns von stressigen oder konfliktreichen Situationen ablenken. Grundsätzlich ist der religiöse Hintergrund, der dahinter verborgen ist, nicht vordergründig relevant.

Viele Religionen nutzen beispielsweise die Meditation für ihre eigenen religiösen Ausübungen. Autogenes Training ist gänzlich ohne religiösen Hintergrund und wurde zum Beispiel von einem Berliner Psychiater entwickelt. Sie bedienen sich allerdings alle ähnlichen Ausführungsstrukturen.

Ziele und Durchführungen sind dabei:

  1. Konzentrierung auf die Atmung
  2. Wahrnehmung des Körpers und Körperteilen
  3. Allmähliche Steigerungen
  4. Regelmäßige Anwendung zu einer bestimmten Zeit, wenn möglich
  5. Für räumliche Ruhe sorgen

An Anfang mag es schwer sein, denn die Gedanken mögen immer wieder zu Problemen oder Aufgaben zurückschweifen. Das ist kein Hindernis und sollte nicht zu Frustration oder gar Abbruch führen. Das ist nur ein Teil des Trainings und bei jedem Anfänger ganz normal. Hilfestellungen können Yoga-Lehrer oder Material in Buch oder Videoform geben, das Konzentrationsvermögen auf das Wichtigste zu steigern.

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Professionelle Hilfe als zweiter Schritt zur inneren Ruhe

Falls alle Möglichkeiten der oben genannten Selbsthilfe nicht oder nicht ausreichend wirken sollten, sollte ein Facharzt aufgesucht werden, mit dem der Leidende die Symptome besprechen könnte. Dieser kann eine entsprechende hilfreiche Therapie bzw. Behandlung einleiten.


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