Hypnose gegen Angst und Panik

Hypnose wird als ein Zustand des künstlich hergestellten Schlafs definiert, bei dem der Bewusstseinszustand reduziert ist. Jedem ist dies bekannt durch Fernsehen oder den beginnenden Liveshows in den 80ziger Jahren, die sogar regional durchgeführt wurden.

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Hypnose allgemein

Die Hypnose führt die zu Hypnotisierenden in einen trance-ähnlichen Zustand. Dies ist sozusagen ein tiefentspannter Wachzustand. Dabei ist die Aufmerksamkeit stark reduziert und nur auf wenige Dinge fokussiert. Bei den Shows konnte beispielsweise beobachtet werden, dass die Personen nur auf die Stimme des Hypnotiseurs reagierten und den Anweisungen folgten.

Hypnose als Alternative gegen Angst und Panik in der Medizin

Die Hypnose in der Medizin wird als Hypnosedierung oder auch Hypnosedation definiert. Sedierung ist der klassische Begriff der Beruhigung, der ebenso durch entsprechende sedierende Medikamente hervorgerufen wird. Sie werden vor der Operation verabreicht, damit die Patienten schlafen können und vor allen Dingen kein Schmerz während der OP verspüren.

Es gibt jedoch Menschen, die auf die schmerzstillenden kaum oder gar nicht ansprechen. Sie sind somit für sie effektlos. Für diese Patienten stellt die Hypnose eine wichtige Alternative dar.

Gleichzeitig wird die Hypnose ebenso für Mütter für die Geburt eingesetzt, um die Geburtsschmerzen zu reduzieren.

Hypnose beim psychologischen Krankheitsbild

In der Medizin bzw. in der Psychotherapie kann die Hypnose ebenso eingesetzt werden. Folgende Krankheitsbilder könnten mit ihr behandelt werden:

  • Traumata
  • Depression
  • Angst
  • Phobien
  • Panikstörungen

Hypnose als Werkzeug zur Angstbewältigung

In der psychiatrischen Medizin oder auch in der tiefenpsychologischen Psychotherapie kommt die Hypnose zur Anwendung. Dabei werden viele Angststörungen anvisiert, um mittels Hypnose zu helfen. In der Schnittmenge der Angststörungen werden Phobien und Panikattacken inkludiert. Phobien sind oftmals objekt- oder situationsbezogen. Einige Beispiele für sie sind:

  • Die Agoraphobie: Die Leidenden haben Angst vor öffentlichen Räumen. Sie wird auch einfacher als Platzangst betitelt.
  • Die Klaustrophobie: Bei ihr haben die Leidenden die Angst vor dem Gegenteil: enge Räume. Deswegen wird sie ebenso als Raumangst bezeichnet.
  • Die Arachnophobie: Hierbei haben die Leidenden Angst vor Spinnen.
  • Die Aviophobie: Die Leidenden haben Angst vor Flügen.
  • Die Phobophobie: Bei dieser Phobie haben die Leidenden sogar Angst vor der Angst.

In der Psychotherapie wird die Hypnose mit dem Schwerpunkt des tiefenpsychologischen Ansatzes eingesetzt. Die behandelnden Psychologen oder Fachärzte können somit die Arbeit auf die zu fokussierenden Themen lenken. Das Unbewusste kann der Therapeut direkter und ungestörter ansprechen. Aus diesem Grunde wird sie gleichsam als Hypnoanalyse umschrieben.

Durchführung der Hypnose gegen Angst und Panik

Der trance-ähnliche Zustand stellt der Hypnotiseur mittels einfachen sich wiederholenden Methoden her. Diese reduzieren die Aufmerksamkeit des Klienten auf einfache Elemente. Sie sind beispielsweise Pendel, sich gleichmäßig bewegende Stifte, in sich drehende Gegenstände oder Ähnliches.

Das Ambiente sollte ruhig und entspannend sein. Die Körperhaltung des Patienten ist nicht grundsätzlich entscheidend, sollte aber möglichst bequem und entspannt sein. Da die Behandlung in der Praxis stattfindet, sollte sie entsprechend ausgestaltet sein.

Die Hypnose sollte vom künftigen Hypnotiseur qualitativ erlernt werden, damit er sie richtig durchführen kann. Fachverbände bieten diverse Informationen an, wo eine geeignete Ausbildungsstätte zu finden ist.

Selbsthypnose gegen Angst und Panik

gegen Angst und Panik

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Die Selbsthypnose ist ebenso möglich. Grundsätzlich sind allerdings Erfahrungen und Übungen notwendig, damit dies gelingen kann. Der trance-ähnliche Zustand wird also ohne Hypnotiseur herbeigeführt. Die Ausgestaltung gleicht dem autogenen Training sowie der Meditation. Hierbei spielen ebenso Autosuggestion eine wichtige Rolle. Beide Techniken werden folgend beschrieben.

Autogenes Training

Autogenes Training ist ein Mittel der Selbsthilfe gegen Angst und Panik. Die Psyche wird dabei bewusst entspannt und auf andere Dinge fokussiert als die Angstgedanken. Dabei werden die Blickpunkte auf folgende Elemente gerichtet:

  1. Atmung
  2. Wärme der Gliedmaßen und des Bauches
  3. Schwere der Gliedmaßen
  4. Entspannende Situationen und Umgebungen

Autogenes Training ist wie der Name bereits vermuten lässt ein Training, welches Geduld und Wiederholung bedarf. Darauf muss sich der Anwender einlassen wollen und sich die Zeit dazu nehmen. Diese sollte regelmäßig und möglichst zur selben Tageszeit stattfinden. Es gibt diverse Anleitungen online oder ebenso in Buchform, die geeigneten Hilfsmittels zum Erlernen aufzeigen. Eine entspannende Musik sollte dabei nicht fehlen.

Meditation gegen Angst und Panik

Meditation und Yoga bedienen sich ebenfalls der Elemente der Selbsthypnose. Auch bei ihr sind Geduld und Zeit des Anwenders erforderlich, dass sie den gewünschten Effekt bringen. Es gibt viele Anleitungen (Bücher, CD oder online), wie diese jeweiligen Übungen einstudiert werden können.

Falls dies nicht ausreiche, können spezielle Studios die Anfänge begleiten, die der Anwender schließlich dann eigenständig zu Hause durchführen können.

Grundsätzlich sind kleine weiterführende Schritte zur tiefen Entspannung einzustudieren. Die Zeit erweitert sich mittels Übung, in der die Anwender länger und intensiver zur Ruhe kommen.

Hypnose contra Selbsthypnose?

Grundsätzlich können die Leidenden beide Hilfsformen parallel in Anspruch nehmen bzw. durchführen. Sie widersprechen sich nicht. Das bedeutet, dass die Patienten in einer Psychotherapie Hypnose erfahren können und zu Hause das autogene Training oder Meditation bzw. Yoga betreiben können, denn der Fokus beider Hypnosearten sind unterschiedlich. Die Selbsthypnose ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Bei ihr braucht der Anwender höchstens zu Anfang eine Begleitung seitens eines Trainers oder Yogalehrers.

Die Hypnose eines Therapeuten allerdings benötigt ständig Begleitung, damit der entsprechende Zustand erreicht wird, damit der Hypnotiseur psychoanalytisch-therapeutisch arbeiten kann. Dies Hypnose ist schließlich ein Mittel, um die Ursachen der Panik herauszufinden und diese zu behandeln.

Die Selbsthypnose hingegen richtet sich auf die Symptome der Panik und macht die Psyche stärker, sich von ihr abzulenken und sie zu überwinden. Beide Hypnoseformen haben also ihre Gleichberechtigung nebeneinander.

Krankheitsbild und stärkere Symptome

Ein Arzt des Vertrauens sollte nicht zu spät aufgesucht werden, damit sich die Symptome nicht verschlimmern. Dazu ist es manchmal notwendig, dass der Leidende die externe Hilfe annimmt. Selbstüberwindung gehört dazu. Die Annahme der Hilfe sollte nicht als Schwäche verstanden werden. Besondere Notwendigkeit der externen Hilfe ist dann gegeben, wenn:

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  • Die Ängste oder die Panik so stark sind, dass die Beziehung, der Alltag oder die Arbeit darunter leiden.
  • Sich eine starke Depression mit ähnlich genannten Auswirkungen entwickelt hat.
  • Suizidale Gedanken vorhanden sind.
  • Die eigene Behandlungsbedürftigkeit erkennt und bereit ist, das Krankheitsbild zu behandeln.

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