Gedanken loslassen

Gedanken loslassen

Ein wichtiges Thema, was vielen Menschen dabei helfen kann, ihr Leben einfacher zu gestalten. Doch wie genau bekommen manche Leute das hin? Was muss man dafür tun, um Dinge einfach loslassen zu können? Damit beschäftigen wir uns hier.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Auch wenn ich sagte „einfach loslassen“, so ist es keineswegs einfach und auch nicht angeboren. Die Fähigkeit ist erlernt und das kann jeder. Die richtige Technik und ein guter Lehrer sind alles was man braucht.

Gedanken loslassen und einschlafen

Ein wichtiger Punkt ist eine gute Schlafhygiene. Sprich man sollte einen Raum haben, in dem ein gutes Gefühl hat und wo man gut entspannen kann. Es sollte eine für einen selbst angenehme Atmosphäre geschaffen werden. Man sollte auf Radio, Fernsehen und so weiter verzichten. Angenehme Gerüche können ebenfalls zur Entspannung beitragen, da unser Geruchssinn der älteste Sinn ist und direkt ungefiltert mit dem Gehirn verbunden ist.

Gerüche, die wir als angenehm empfinden, helfen auf körperlicher Ebene zur Entspannung beizutragen. Eine weitere wichtige Sache ist das Entspannen vor dem Schlaf. Es ist immer empfehlenswert in der Stunde bevor man zu Bett geht auf jede Art Aufregung zu verzichten.

Auch Fernsehen sollte vermieden werden, da es aufgrund verschiedener Faktoren den Schlafprozess nachteilig beeinflussen. Eine Meditation, ein Buch lesen oder einfach etwas entspanntes tun was einen nicht zu sehr beansprucht.

Ein kleiner Ritus, der den Körper und den Geist darauf vorbereitet jetzt schlafen zu gehen ist ebenfalls hilfreich. Zum Beispiel beginnt man mit Zähneputzen, das ablegen der Alltagskleidung, das Anlegen spezieller Schlafkleidung, das massieren der eigenen Füße zur Entspannung.

Es gibt viele Möglichkeiten sich eine Routine zu schaffen. Eine immer in etwa gleiche Uhrzeit hilft auch dabei, dass sich der Körper gut darauf einstellen kann. Wie lange man diese Entspannungsphase und dieses Ritus gestaltet, ist persönliche Vorliebe. Je mehr Zeit man so für sich aufwendet, umso größer die Entspannung.

Sprüche zum Gedanken loslassen

Sprüche zum Gedanken loslassen

Auch Sprüche sind eine Möglichkeit. Manche benutzen ein Abendgebet, andere nutzen Gedichte, wieder andere erschaffen sich selbst solche Mantren.

  • Es sind psychische Konditionierungen, die wir uns selbst festlegen und die uns dabei helfen uns auf bestimmte Ereignisse einzustellen.
  • Die sollten regelmäßig benutzt werden, wenn wir etwas 4-6 Wochen täglich tun wird es zur Routine.
  • Dann entstehen im Gehirn entsprechende Verknüpfungen und Neuronen werden verknüpft.
  • Wenn wir also mit Sprüchen arbeiten, haben wir die Möglichkeit uns auf verschiedene Situationen zu konditionieren und uns auf Situationen einstellen zu können, durch lautes oder auch nur gedankliches Aufsagen des Spruchs.

Meditation als kraftvolles Mittel

Meditation ist ein guter Weg, um zu innerer Ruhe zu finden. Aber eine gewisse Ruhe ist notwendig, da sonst eine Meditation nicht möglich ist. Menschen die innerlich zu angespannt sind und zu unruhig sollten, bevor sie sich mit Meditation beschäftigen, zuerst mit anderen Methoden arbeiten um erst mal die Spannung im Körper zu lösen. Einer der ersten Schritte wäre zum Beispiel progressive Muskelentspannung.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Bei Anfängern empfiehlt es sich, wenn sie mit Meditationen beginnen geführte Meditationen zu machen. Sie haben meist bestimmte Themen, die einen dann begleiten und die dadurch bearbeitet werden.

Die stille Meditation für einen alleine ist eine Übung für Fortgeschrittene und wenn Anfänger sich daran versuchen ist die Chance hoch, dass es nicht klappt und das Frust entsteht. Deshalb immer mit kleinen Schritten beginnen, zum Beispiel mit geführten Kurzmeditationen. Die meisten Kurzmeditationen dauern nur wenige Minuten aber reichen schon aus um gute Effekte zu erzielen. Genaue Anleitungen hierzu und noch einiges mehr finden sich in unserem Experten Kurs.

Tipps zum Gedanken loslassen

Eine der wichtigsten Sachen um Gedanken loszulassen ist, seine eigenen Gedanken zu strukturieren. Dazu gibt es verschiedene Modelle. Das eine Modell ist, dass man sich eine Art Gedankenpalast baut. Einen Ort mit Räumen, in denen man verschiedene Gedanken ablegt. Die Räume sollten nach Thema genutzt werden, für Wissen eine Bibliothek, für schöne Erinnerung einen schönen Ort, vielleicht einen Wintergarten.

Man stellt sich diesen Palast vor und baut ihn die ganze Zeit weiter aus und sobald man Erinnerungen sucht geht man in die entsprechenden Räume und kann dann dort gezielt danach suchen. So kann man die eigenen Gedanken gut strukturieren und kommt immer wieder an alles gut dran, kann aber auf jeden Fall auch alles gut ablegen und sortieren.

Ein anderes Modell ist, dass man sich einen inneren Rückzugsort schafft, ein Ort an dem man sich wohl fühlt, an den keine schlechten Gefühle und Gedanken kommen, den man aufsucht um sich zu regenerieren, sich zu erholen. Das hilft zwar nicht Gedanken zu sortieren, aber dabei zur Ruhe zu kommen und den Kopf frei zu bekommen, verschiedene Blickwinkel zu erhalten und Abstand zu Problemen.

Wichtig bei den vorgestellten Modellen sowie allen anderen Methoden ist, dass sie auf jeden Fall nur Unterstützung sind und nicht als Ersatz für das Lösen von Problemen genutzt werden sollten. Wenn diese Orte nicht mehr weiter helfen, sollte man sich auf jeden Fall an professionelle Coaches oder Psychologen wenden.

Übungen zum Loslassen lernen

Eine gute Übung zum Loslassen ist aus dem asiatischen Raum. Sie beginnt mit der ersten Stufe, der Herrschaft über den Körper. Dazu setzt man sich in eine bequeme Position und konzentriert sich drauf sich nicht zu bewegen (Atmung und Blinzeln natürlich ausgenommen). Man beginnt mit etwa 5 Minuten und steigert das Ganze bis man so 20 bis 30 Minuten erreicht hat.

In der zweiten Stufe macht man die Übung 1, denkt aber dabei alle Gedanken, die einem so in den Sinn kommen. Auch hier beginnt man mit 5 Minuten täglich. Und steigert das Ganze. Wichtig ist dabei, dass man Übung 1 soweit verinnerlicht hat, dass es automatisch funktioniert. Wenn man die Zeit erhöht – Ziel hierbei sind auch wieder 20 bis 30 Minuten – setzt man die Übung fort bis irgendwann die 3. Stufe automatisch erfolgt.

Man nennt diesen Zustand Gedankenleere. Dieser Zustand kann nicht erzwungen werden und nur auf natürliche Weise entstehen. Es ist ein Zustand der inneren Ruhe und Leere. Ein Zustand der uns ermöglicht, völlig entspannt zu sein. Dieser Zustand kann am Anfang etwas beunruhigend sein, denn man kann so schon mal das Zeitgefühl und das Gefühl für die Welt um einen herum vergessen und sich etwas seltsam fühlen.

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Viele Menschen sind gewohnt, die Kontrolle über sich und die Welt zu behalten, das ist in diesem Zustand nicht notwendig deshalb verunsichert es manchmal am Anfang. Doch es ist ein Zustand in dem wir Abstand gewinnen können und lernen können neue Perspektiven anzunehmen weil wir aus dem Zustand völlig entspannt zurück kommen.


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