Extreme Stimmungsschwankungen

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Stimmungsschwankungen kommen alltäglich vor und dies ist an sich kein außergewöhnlicher Zustand. Solche hängen von den Umständen und mehreren Einflüssen ab, die auf uns einwirken. Vom Typ her können beispielsweise die einen mit einem guten oder schlechten Humor aufwachen. Dies liegt zum Teil am erholsamen Schlaf, der stattfand oder mangelte. In der Regel wird die Stimmung dennoch bei schlecht gelaunten Menschen im Laufe des Tages besser.

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Ebenso Erfolgserlebnisse, traurige Situationen, vermehrter Stress oder nette Worte haben starken Einfluss auf die Stimmung. All dies ist ganz normal. Anschließend soll nunmehr der Fokus auf diese Situationen gelegt werden, bei denen die Stimmungsschwankungen von extremer Natur sein können. Diese werden im Übrigen auch mit Stimmungslabilität bezeichnet. Unterschiedliche Ursachen zeichnen sich für diese verantwortlich, die wie folgt und anschließend thematisch untergliedert sind:

  • Hormone
  • Medikamente
  • Erkrankungen, physisch und psychisch
  • Pubertät

Hormone bewirken extreme Stimmungsschwankungen

Hormone haben starken Einfluss auf die menschliche Stimmung. Extreme Stimmungsveränderungen können bei Frauen bei Hormonschwankungen während der Menstruation auftreten. Dies fällt je nach Frau deutlich unterschiedlich aus.

Stimmungsschwankungen mit extremen Verhaltensweisen in der Folge sind in der Pubertät zu erwarten. Oftmals wird dies ironisch mit „zickigen Teenagern“ symbolisch ausgedrückt. Diese heranwachsenden Jugendlichen erleben in ihrem Alter hormonelle Veränderungen, die sich auf ihre Stimmung niederschlagen.

Ebenso können Probleme mit der Schilddrüse hervorrufen, wenn sie zu viel oder zu wenig Hormone produziert. Medikamente in diesem Zusammenhang, wie beispielsweise L-Thyroxin, sind zurecht verschreibungspflichtig und sollten gemeinsam mit dem behandelnden Arzt mit der richtigen Dosis eingestellt werden.

Gerade am Anfang, wenn die Einnahme noch ungewohnt und nicht genau angepasst ist, sind Stimmungsschwankungen zu erwarten.

Einsatz von Medikamenten

Diverse starke und verschreibungspflichtige Medikamente können starke Stimmungsschwankungen verursachen. Normalerweise weist der behandelnde Arzt oder Apotheker auf diese Auswirkungen hin.

Dennoch sollten die Patienten den Beipackzettel der Medikamente stets selbst aufmerksam lesen. Auftretende Nebenwirkungen sollten unbedingt mit dem Arzt besprochen werden. Eine Dosisänderung oder ein Alternativmedikamente könnten die Empfehlung des Arztes folgend sein.

So können Nebenwirkungen beispielsweise in Form von starken Stimmungsschwankungen durch die Anti-Baby-Pille bei der Frau entstehen. Dabei treten diese oftmals am Anfang am stärksten auf. Denn das Medikament ist schließlich eine starke Einflussnahme auf den Hormonhaushalt der Frau.

Depressionen und extreme Stimmungsschwankungen

Depressionen sind nicht selten in der Gesellschaft. Sie können unterschiedliche Ursachen haben. Bei vorhandenen Symptomen wie gedrückte Stimmung oder Antriebsschwäche sollte mit einem Facharzt gesprochen und in eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Begleitend zu Depressionen sind extreme Stimmungsschwankungen zu verzeichnen, die sich selbst bei einer permanent negativen Stimmungslage im Laufe des Tages abwechseln kann.

Die extrem ausgeprägten Stimmungsschwankungen sind bei einer bipolaren affektiven Störung zu beobachten. Sie ist ebenso als manisch-depressive Störung bekannt. Hierbei wechseln die Stimmungen extrem in das Gegenteil. Manchmal fühlen sich die Leidenden tot traurig und möchten nicht mehr leben. Zu einem anderen Zeitpunkt sind sie hingegen überglücklich und fühlen sich, alles erreichen zu können. Dies kann bis zur Selbstüberschätzung gipfeln.

Auch die Borderline-Störung verzeichnet hohe Stimmungsschwankungen, die sich in einer Schnittmenge zwischen einer Persönlichkeitsstörung, Psychose und Depression befindet. Bei ihr können kleine Ereignisse die Stimmung rasch ändern. Die Reaktionen für Außenstehende erscheinen oftmals unerwartet, heftig und unangemessen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Extreme Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft und im Wochenbett

Die Schwangerschaft löst häufig starke Stimmungsschwankungen aus, da sich sie Hormone ebenso umstellen. Normalerweise produzieren die Follikel innerhalb der Eierstöcke Hormone wie beispielsweise Östrogen. Während der Schwangerschaft übernimmt die Aufgabe dann auch die Plazenta. Zusätzlich dazu kann die neue unerwartete Lebenssituation die Stimmung stark beeinflussen.

Kurz nach der Geburt kann es zu starken Stimmungsschwankungen im sogenannten Wochenbett kommen. Heulkrämpfe, Selbstzweifel, Ablehnungsgefühle dem Kind gegenüber können auftreten. Es kann bis hin zu einer Wochenbettpsychose auftreten, die unbedingt behandelt werden soll, da Gefahr für die Mutter und das Kind besteht.

Alkohol- und Drogenmissbrauch

Alkohol- und Drogenmissbrauch

Nachstehend werden kurz Auffälligkeiten beschrieben, die starke Stimmungswechsel provozieren:

  • Drogenkonsum: Gerade der Einfluss durch Drogen löst starke Stimmungsschwankungen aus. Besonders die Designer-Drogen und Crack verursachen solch extreme Phänomene.
  • Alkohol: Bei überhöhter Einnahme von Alkohol sind solche Stimmungswechsel zu erwarten. Dies ist besonders auf die individuellen Reaktionen der konsumierenden Personen zurückzuführen. Extrembeispiele sind die Gewaltstraftaten, die unter Alkoholeinfluss begangen werden.

Extreme Stimmungsschwankungen – Was tun? Einfache Mittel

Sind die Stimmungsschwankungen einfacher Natur, helfen folgende Hausmittel, die die Leidenden selbst anwenden bzw. durchführen können.

Stress abbauen – Nr. 1

Dem Stress sollte der Leidende auf den Grund gehen. Er sollte erkennen, warum und wodurch er diesen stärker erlebt. Er sollte mit diesen Auslösern so umgehen, dass er sie reduziert oder ganz meidet, wenn dies möglich ist. Er sollte beispielsweise Arbeitsüberlastungen oder häusliche Konfliktsituationen erkennen und abschaffen.

Meditation – Nr. 2

Hilfreiche Entspannungstechniken helfen besonders beim Stress, diesen effektiv zu reduzieren. Darunter gehört Meditation oder Yoga. Beide Techniken sind darauf ausgelegt, Körper und Geist zu entspannen und Mittel zu finden, diese auf den Alltag zu übertragen.

Ätherische Öle und Schüssler-Salze – Nr. 3

Einfache Hausmittel sind gerade bei Stimmungsschwankungen wie Stress ätherische Öle und die Schüssler-Salze. Gerade der Geruch der ätherischen Öle wird über das limbische System der Riechzellen aufgenommen und trägt zur Entspannung bei.

Düfte von Lavendel, Weihrauch, wilde Orange oder Bergamotte sind nur einige Nennenswerte. Allein die Zubereitung zur Anwendung und die Inhalation mittels Verreibens auf der Handfläche entspannt den Geist bereits, da er nun ahnt, dass dem Anwender etwas Gutes getan wird.

Handeln ist notwendig

Wie gesehen wurde, gibt es diverse Gründe für extreme Stimmungsschwankungen. Sind solche vorhanden, ist bei nachstehenden Symptomen ein Facharzt zu konsultieren:

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Methoden ansehen

  1. Über einen längeren Zeitraum
  2. In Verbindung mit einer Medikamenteneinnahme -Nebenwirkungen?
  3. Depressionen, die länger andauern oder mit suizidalen Gedanken einhergehen
  4. Wenn das Alltagsleben und die Beziehungen stark darunter leiden
  5. Verdacht auf Wochenbettpsychose
  6. Abhängigkeiten jeglicher Art

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