Dauernd müde

Dauernd müde

Jeder hat mal einen Tag, an dem er müde und abgeschlagen ist. Oder vielleicht sogar mal eine Phase von ein paar Tagen, wenn es in einer stressigen Zeit ist. Doch dann sollte eigentlich wieder Ruhe einkehren und man sollte sich wieder erholt aus dem Bett erheben können. Doch was, wenn nicht? Was, wenn die Ruhe einfach nicht mehr zurück kommen möchte?

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Es gibt viele mögliche Ursachen dafür. Zuerst sollte man sich untersuchen lassen, da auch ernsthafte körperliche Erkrankungen dahinter stecken können. Diese sollte man zuerst ausschließen. Eine Untersuchung beim HNO wegen der Nachtruhe wäre ratsam, um festzustellen, ob man zum Beispiel nachts schnarcht oder Probleme hat, Luft zu bekommen.

Dauern müde und antriebslos

Natürlich ist man bei ständiger Erschöpfung antriebslos. Es ist nachvollziehbar, dass man, wenn man müde ist weniger Bedürfnis nach Aktivität hat. Der Körper braucht Erholung, benötigt Ruhe und, wenn er sie nicht bekommt holt er sie sich, weshalb wir dann müde werden. Er schüttet entsprechende Schlafhormone aus.

Doch was, wenn sich hinter der Antriebslosigkeit mehr verbirgt? Man sollte sehr genau auf seine Stimmungen achten. Gegebenenfalls sich Hilfe suchen, um zu prüfen, ob die Antriebslosigkeit nicht andere Ursachen wie zum Beispiel eine Depression hat. Auch lang anhaltende Schlafstörungen können zu Depressionen oder sogar ernsthafteren Erkrankungen führen.

Schwindel als Symptom

Schwindel kann ein Erschöpfungssymptom sein. Man sollte darauf achten, wann und wie oft er auftritt. Auch hier gilt, wenn Schwindel regelmäßig auftritt sollte man ärztlichen Rat einholen, um körperliche Erkrankungen ausschließen zu können.

  • Oftmals bahnen sich Schwindelanfälle im Vorfeld an.
  • Auf jeden Fall dann in eine Ruheposition begeben, um das Risiko auszuschließen, dass man hinfallen kann.
  • Die Ruheposition kann gerne auch im Sitzen sein.
  • Ist man im Auto unterwegs, auf jeden Fall rechts ran fahren, nicht warten bis es zu spät ist.

Lustlosigkeit

Lustlosigkeit ist etwas anderes als Antriebslosigkeit. Bei Lustlosigkeit kommt keine richtige Freude für Dinge auf. Es ist ein Zustand, der häufig mit Depressionen oder depressiven Verstimmungen in Verbindung steht. Das eigene Empfinden ist so reduziert, dass man keinen großen Gewinn aus Aktivität zieht, keine oder nur wenige positive Emotionen.

Oftmals vermeiden Leute dann die Aktivität von vorne rein, da sie den Aufwand ihr nachzugehen als größer ansehen, als das, was sie daraus mitnehmen können. Oftmals beachtet man aber durch den eigenen inneren Fokus nicht die Tatsache, dass sehr viele schöne Momente dadurch entstehen können. Spontanität, Aktivität und ein positives soziales Umfeld sind der Schlüssel, Lustlosigkeit zu überwinden.

Schlappheit und andauernde Müdigkeit durch Schlafprobleme

Wer sich schlapp und abgeschlagen fühlt, hat oftmals einfach keine Kapazitäten frei. Sprich unser Geist, unsere Psyche ist mit anderen Dingen ausgelastet.

Hier sollte man herausfinden, was unsere Kapazitäten bindet und uns dann frei davon machen oder es umstrukturieren, sodass wir wieder Kapazität für die Dinge haben, die uns wichtig sind.

Dauern müde: Ursachen erkennen

Nach umfangreicher medizinischer Abklärung auf körperliche Ursachen oder Erkrankungen können wir, falls diese ohne Befund ausfallen, davon ausgehen, dass es sich um eine psychologische Ursache handelt.

Mögliche körperliche Ursachen reichen von einem relativ einfachen Problem wie Schnarchen (was keineswegs eine Verharmlosung der Schlafapnoe ist, das ist eine ernsthafte Erkrankung, die schwerwiegende Folgen haben kann, das einfach bezieht sich auf die oftmals einfache Behandlung mittels Schlafmaske) bis hin zu Kreislauf-und Stoffwechselerkrankungen.

Wer jetzt denkt, dann dürfte sich mein Körper aber nicht erschöpft fühlen, der irrt. Unser Gehirn verbraucht im Körper die meiste Energie, somit wenn es auf maximaler Auslastung läuft, verbraucht es einen Großteil unserer persönlichen Ressourcen. Dann gehen auch psychische Erkrankungen oder Ausnahmezustände oftmals mit körperlicher Erschöpfung einher.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Insbesondere Depressionserkrankungen sind dafür bekannt, dass die Betroffenen sehr erschöpft sind, antriebs-und lustlos, ständig von Abgeschlagenheit geplagt. Ein einfaches aktiver werden ist den Leuten ohne Hilfe oftmals nicht möglich, da zuerst Ressourcen frei gemacht werden müssen.

Chronische Müdigkeit

Chronische Müdigkeit

Chronische Müdigkeit ist eine schwerwiegende Erkrankung, die CFS (Chronic Fatigue Syndrom) genannt wird. Betroffene beschreiben dieses Zustand als lähmende Erschöpfung, die einer schweren Grippe ähneln kann, jedoch dauerhaft anhält. Oft treten begleitende Symptome wie zum Beispiel Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Konzentrationsstörungen und Störungen vom Kurzzeitgedächtnis auf. Es kann auch zu Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden kommen.

  • Die Diagnose erfolgt nach international festgelegten Kriterien, da es keine eindeutigen Ursachen für die Erkrankung gibt.
  • Die sogenannten Fukuda-Kriterien sagen, dass neben der Erschöpfung mindestens vier Nebensymptome auftreten müssen, die nachweislich nicht durch eine andere Erkrankung verursacht werden.
  • In den Kanada-Kriterien wurde die Fukuda Richtlinie überarbeitet und darauf geachtet, bestimmte Krankheiten sicher auszuschließen und CFS zu einer Ausschlussdiagnose zu machen.
  • CFS kann auch als Begleiterscheinung bei Fibromyalgie auftreten.

Da diese Krankheit gravierende Einschnitte in das Leben der Betroffenen bedeutet, sie nicht mehr belastbar sind und oftmals auch keine Angehörigen und Freunde haben die dafür Verständnis aufbringen, leiden sie sehr stark darunter.

Staatliche Stellen wie zum Beispiel die Bewilligungsstelle der Erwerbsminderung diese Krankheit nicht anerkennen oder fälschlicherweise für eine psychosomatische Erkrankung halten und die Betroffenen zwingen in solche Rehas zu gehen, wo sie falsch behandelt werden und die Symptome sich oftmals verschlimmern. Somit bleibt vielen Betroffenen nur die Verzweiflung und das Zusehen dabei, wie ihr Leben an ihnen vorüber zieht.

Dauernd müde – Behandeln ist nicht einfach

Eine Behandlung ist ebenso wie eine Diagnose nicht so einfach. Es wird in der Regel mit Pacing gearbeitet, so nennt man das Anpassen der Belastungen im Alltag an die neue Lebenssituation. Dazu gehören oftmals ausgiebige Ruhezeiten, eine optimale Versorgung mit Nährstoffen und Vitaminen sowie die Verringerung von Schadstoffen.

Es gibt keine allgemeingültige Behandlungsmöglichkeit, sondern es muss immer individuell auf die Erkrankung eingegangen werden, weshalb sich insbesondere viele Mediziner, die sich damit nicht auskennen, oft sehr schwer damit tun.

Frustration

Wie bei vielen chronischen Erkrankungen, die nicht heilbar sind kommt es irgendwann auch bei vielen Behandlern zu einer gewissen Frustration, weil nichts, was sie tun von Erfolg gekrönt zu sein scheint. Dies zeigt sich oftmals darin, dass teilweise absurde Sachen am Patienten ausprobiert werden.

Durch die dann entstehenden Vertrauensbrüche tun sich Betroffene oftmals nach ihrer langen Odyssee einer Diagnose schwer nochmal Vertrauen zur Ärzteschaft als Ganzes aufzubauen.

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Wichtig für die Betroffenen ist es, darauf einzugehen, was ihnen hilft und sie und ihre Erkrankung ernst zu nehmen. Oftmals wissen die Betroffenen selbst nach einigen Jahren, wie sie mit der Erkrankung umgehen müssen, und bisher bewährte Strategien sollte man nutzen und nicht verteufeln, nur weil sie vielleicht keinen medizinischen Standards entsprechen.


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