Aufregung loswerden

Aufregung loswerden

Hinter Aufregung und Nervosität verbergen sich oftmals ganz normale Sachen. Wer kennt es nicht vor einem wichtigen Termin, vor einem Auftritt, aufgeregt zu sein? Bis zu einem gewissen Grad ist das normal, menschlich. Aber was tun, wenn sich das Ganze über die normale Aufregung hinaus steigert? Was steckt dahinter? Und was kann man dagegen tun?

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Wir beschäftigen uns in diesem Artikel mit den Ursachen, wie man sie behandeln oder therapieren kann und wie du im Alltag lernen kannst, damit umzugehen.

Aufregung: Ursachen und Gründe

Es sind viele Dinge, die als Ursache in Frage kommen. Wir beginnen die Auflistung mit einer häufigen Ursache: Schlechte Erfahrung. Viele Betroffene haben aufgrund schlechter Erfahrungen ein vorgefertigtes Bild von dem was kommen wird in dem sie immer kleiner erscheinen als sie in der Realität sind und deshalb die Aufregung immer größer wird vor einem wichtigen Ereignis.

Selbstvertrauen: Ein wichtiger Punkt. Viele Betroffene haben Probleme mit ihrem Selbstvertrauen und ihrem Selbstwertgefühl. Fühlen sich irgendwie minderwertig oder sogar nutzlos, unwertig. Das ist ein guter Nährboden für Aufregung vor wichtigen Terminen.

Falsche Strategien: Aufgrund von bisherigen Erfahrungen wurden falsche Schlüsse gezogen. Es kam zum Beispiel zur beliebten Vermeidungsstrategie, mit der man sich durchs Leben hangelt und hofft damit durch zu kommen. Doch diese Strategie hat einen entscheidenden Nachteil, sie mindert das Selbstwertgefühl noch weiter und steigert die Angst, da man jederzeit damit rechnen muss mit der Aufregung konfrontiert zu werden.

Therapie und Behandlung von Aufregung und Nervosität

Um Lampenfieber oder Aufregung vor Terminen loszuwerden, benötigt man verschiedene Dinge. All diese Dinge helfen dabei, doch letzten Endes muss man es trotzdem noch selbst tun.

Ein erster Schritt zum Aufregung loswerden ist Routinen schaffen. Routinen geben Sicherheit, einen Rahmen an dem man sich festhalten kann. Dazu gehören bestimmte Tricks wie zum Beispiel spezielle Kleidung, die ich nur zu solchen Anlässen trage und in der ich mich sehr wohl fühle.

Ein solches Outfit verleiht Selbstsicherheit und mit der Zeit weiß unser Unterbewusstsein schon, wenn wir das anziehen, dann werden bestimmte Eigenschaften benötigt und stimmt uns bereits automatisch darauf ein.

Selbstvertrauen stärken

Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn wir uns bewusst machen, wer wir sind und was wir wollen, hilft uns das in unserem Auftreten. Es ist nicht erforderlich zur Rampensau zu werden, aber es ist wichtig sich so anzunehmen wie man ist, zufrieden mit sich zu sein und sich wohl zu fühlen. Die Überzeugung, das Richtige zu tun, etwas zu tun was man will, hilft ebenfalls dabei.

Fehler sind menschlich

Sich bewusst machen, dass Fehler nichts Schlimmes sind. Wenn ich einen Text vorbereite um ihn vorzutragen, dann kenne ich diesen Text, aber nicht mein Publikum. Was ich als Fehler im Vortrag sehen würde, das gehört für das Publikum dazu. Sprich viele Fehler existieren erstmal nur in meinem Kopf.

Fachliche Fehler können passieren, wenn jemand mich darauf aufmerksam macht, bedanke ich mich bei ihm und mache mir eine Notiz, damit mir das im Vorfeld nicht mehr passieren kann. Experten aus unserer Redaktion haben schon viele Seminare gehalten, aber noch nie hat jemand sie ausgelacht, wenn ein Fehler passiert.

Wir sind alle grundsätzlich erwachsene Menschen und man kann davon ausgehen, dass sich die meisten auch so verhalten.

Aufregung loswerden und nicht verzweifeln

Nicht verzweifeln, wenn man etwas nicht weiß. Niemand weiß alles! Wenn ich in einem Seminar eine Frage gestellt bekomme, die ich nicht beantworten kann, sage ich zu der Person, dass ich die Antwort darauf nicht weiß, aber er mich gerne in 3 Tagen kontaktieren darf oder ich ihn sogar anrufe oder kontaktiere und ihm die Antwort darauf gebe, weil ich mit dem Thema noch nie zu tun hatte.

Es ist keine Schande, kein Versagen, etwas nicht zu wissen. Aber es ist unfassbar wichtig, ehrlich damit umzugehen. Man verliert erst dann sein Gesicht, wenn man aus Angst was nicht zu wissen irgendeinen Unsinn von sich gibt. Dann werden Leute einen nicht mehr ernst nehmen.

Das Kribbeln im Bauch ist normal: Das haben selbst die erfahrensten Dater, Referenten, Schauspieler. Es gehört dazu. Es ist wichtig, denn es erinnert uns daran, dass wir menschlich sind. Die Leute, die das nicht mehr fühlen, hören auf gut zu sein, denn sie sind nicht mehr echt, nicht mehr authentisch.

Angststörung erkennen

Angststörung erkennen

In Fällen, in denen wirklich massive Symptome wie zum Beispiel Schweißausbrüche, Zittern, Panikattacken oder Ähnliches auftreten, müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine Angststörung handelt.

Diese lässt sich nicht so einfach mit soften Mitteln aus der Welt schaffen, sondern erfordert zu aller erst professionelle Hilfe. Zu diesem Zweck haben die Experten der Redaktion einen Fachratgeber namens „Deine Seelenfreiheit“ in Zusammenarbeit mit einem darauf spezialisierten Heilpraktiker erstellt.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Es bringt nichts, den Druck auf Betroffene noch weiter zu erhöhen indem man versucht sie zu motivieren oder sogar zu zwingen. Leute mit Erfahrung sehen, wann es keinen Sinn macht und jemand wirklich Hilfe braucht.

Das persönliche Empfinden eines Angstpatienten ist so übersteigert, dass es sogar zu ganz heftigen körperlichen Reaktionen kommen kann, wenn man ihn mit einer Situation konfrontiert, die er fürchtet. Das ist vor allem für den Betroffenen sehr gefährlich, da der Körper unter Umständen in den Panikmodus versetzt wird. Blutdruck steigt, Adrenalin wird ausgeschüttet und noch viele andere Reaktionen laufen im Körper ab. Deshalb gilt immer, Ruhe bewahren!

Wenn jemand merkt, der eigene Körper reagiert heftig und man kann das nicht tun, klar darüber sprechen, klare Ansagen, klare Grenzen. Damit kann normalerweise jeder arbeiten. Und dann schnellstmöglich Hilfe suchen, professionelle Hilfe.

In einer Therapie wird auf die Ursachen der Angst eingegangen und in verschiedenen Verfahren werden in der Regel Konfrontationen mit der Situation zuerst in kontrolliertem Rahmen stattfinden, nachdem der Betroffene durch den Therapeuten entsprechend vorbereitet wurde.

So kann er sich mit der Situation auseinander setzen. Oftmals werden solche Situationen auch in Rollenspielen geübt, damit Betroffene lernen welche Optionen sie haben, wie alternative Verhaltensweisen funktionieren und so weiter.

Nervosität senken: Mittel und Tipps gegen Aufregung

Hier geht es darum, konkret die Aufregung abzubauen. Dafür gibt es zahlreiche Mittel und Tipps.

Rituale: Ja hört sich mysteriös an, ist aber ein ganz normaler Ablauf. Man kann es auch Routinen nennen. Wenn wir festgelegte Handlungen machen, die uns in eine gute Stimmung bringen, und diese Wiederholen regelmäßig, wird irgendwann das Ausführen der Handlung dafür sorgen, dass sich unsere Stimmung dahingehend verändert.

Man nennt das in der Psychologie einen Anker. Benutzt man ihn, verändert es den Gemütszustand. So können wir uns vor einem wichtigen Termin in eine gute Stimmung bringen.

Beispiele für Anker: Beispiele dafür sind zum Beispiel bestimmte Lieder hören, mit denen wir etwas tolles aus unserem Leben verbinden, wie oben genannt spezielle Kleidung, auch ein „Glücksbringer“ kann helfen, den wir immer nur zu bestimmten Zwecken tragen und den wir mit positiven Erlebnissen verbinden, zum Beispiel ein Vulkanstein aus dem letzten Urlaub, den wir uns in die Tasche stecken oder ähnliches. Diese Kleinigkeiten haben oft große Effekte.

Bewusstes Atmen: Es gibt die sogenannte tiefe Bauchatmung. Es ist eine spezielle Atemtechnik, die uns ermöglicht, einen Zustand der Ruhe zu erzeugen in uns. Einen Zustand der Ausgeglichenheit. Es ist ein normal unbewusster Atemtyp, der im Schlaf benutzt wird.

Er versetzt unseren Körper in Ruhe. Bei Sängern oder in asiatischen Kampfsportkünsten sowie im Yoga, macht man sich diese Technik zu nutze. Anleitungen dafür finden sich zahlreiche im Internet. Oftmals reichen wenige Atemzüge auf diese Art, um die Anspannung im Körper zu lösen.

In Ruhe ein Heißgetränkt trinken vor dem Termin. Wichtig ist, das bewusst zu tun. Ein heißer Tee zum Beispiel. Wir können ihn nicht achtlos in uns rein kippen, sonst verbrennen wir uns. Wichtig dabei ist, nichts anderes währenddessen zu tun. Es gibt nur einen selbst und den Tee. Man rührt ihn, nippt immer wieder dran wenn die oberen Schichten des Tees genug abgekühlt sind um sie trinken zu können. Man beschäftigt sich nur damit. Das lenkt die Gedanken nicht nur von dem Ereignis ab, sondern hat auch etwas meditatives, was auch Leute nutzen können, die sich normal nicht mit autogenem Training oder Mediation beschäftigen.

Aufregung und Bluthochdruck loswerden

Vor wichtigen Terminen steigt der Blutdruck, das ist normal. Doch bei Leuten, die da sowieso schon vorbelastet sind oder Menschen mit großer Angst steigt er weiter als normal. Das kann unangenehme Nebenwirkungen wie Ohrensausen, Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen hervorrufen.

Solange kein ärztlich diagnostizierter Bluthochdruck vorliegt, der sowieso medikamentös behandelt wird, helfen die hier für dich bereits beschriebenen Entspannungstechniken, den Blutdruck zu senken.

Durch die größere innere Ruhe normalisiert sich der Blutdruck auch zügig wieder. Wichtig ist dennoch zu beachten, genug Flüssigkeit im Körper zu haben und genug zu trinken vor solch wichtigen Terminen. Das wird oft in der Hektik vergessen und begünstigt ein Ansteigen vom Blutdruck.

Aufregung vor Dates lindern

Der Klassiker, Junge trifft Mädchen, oder Junge trifft Jungen, oder Mädchen trifft Mädchen, wie auch immer es ist stets mit Aufregung verbunden. Gerade bei ersten Dates, die zum Beispiel über das Internet ausgemacht wurden, ist es unglaublich spannend, wie die Person denn dann im echten Leben ist.

Wichtig dabei sind, oben erwähnte Hilfsmittel zu nutzen oder welche, die man selbst entwickelt hat. Im zweiten Schritt sollte man sich bewusst machen, dass die andere Person mindestens genauso aufgeregt ist wie man selbst, und dass man eigentlich nichts falsch machen kann, wenn man einfach man selbst ist und nicht versucht, dem anderen etwas vor zu spielen.

Aufgeregt vor Reisen

Hier ist besonders wichtig, ausreichend Schlaf davor zu finden. Es bringt nichts, den normalen Schlafrhythmus zu durchbrechen und extrem früh schlafen zu gehen, das würde die Aufregung und Abweichung von den Routinen des Körpers nur vergrößern.

Finde heraus, welche Methoden über 500 Menschen mit genau dieser Problematik helfen konnten:
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So viel Normalität wie möglich bewahren, Entspannungstechniken benutzen und schon wird die Reise zum spannenden Abenteuer, auf das man sich freut.


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