Angst vorm Einschlafen loswerden: Einschlafen ohne Angst

Parasomnie-Angstschreck

Der erholsame Schlaf ist enorm wichtig für die Gesundheit der Menschheit. Doch viele Menschen haben Angst vor dem Einschlafen. Die Angst vor dem Einschlafen ist verbreiteter als von den meisten vermutet. Die Betroffenen können nachts nicht angstfrei einschlafen und leiden nicht selten unter heftigen Panikattacken.

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Erwachsene leiden genauso wie auch Kinder unter der psychischen Belastung, nicht schlafen zu können. Damit ist sowohl das nicht einschlafen Können gemeint als auch das Durchschlafen. Die Angstzustände in Bezug auf das Einschlafen sind mit dem Kontrollverlust verknüpft und können mithilfe eines Therapeuten behandelt werden.

Ursachen für die Angst vor dem Einschlafen

Die Angst vor dem Einschlafen ist eine spezifische Art der Phobie, die durch Schlafprobleme ausgelöst wird. Einige Betroffene haben panische Angst davor, nicht mehr aufzuwachen. Dabei beschäftigen negative Gedanken die Betroffenen lange vor dem Schlafengehen. Sie fragen sich jeden Abend, ob sie denn an dem heutigen Tag einschlafen werden.

Es können aber auch andere Gründe vorliegen:

  • Stress ist in den meisten Fällen der Auslöser für Angst. So ist es auch bei der Angst vor dem Einschlafen. Die Betroffenen haben privat oder beruflich Stress, weswegen sie nachts schlecht einschlafen bzw. durchschlafen.
  • Eine schlechte Ernährung kann sich ebenfalls negativ auf das Schlafverhalten auswirken. Zu fettiges Essen oder zu viel Zucker erschweren das Einschlafen. Einige Betroffene wachen mitten in der Nacht mit Beschwerden auf und können nicht weiterschlafen.
  • Zu wenig Bewegung ist ein weiterer Grund für schlechten Schlaf. Wenn der Körper nicht ausgelastet ist, dann fällt es vielen schwer, einzuschlafen oder durchzuschlafen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen.

Neben den genannten Gründen gibt es natürlich noch weitere Gründe, die bei einem Arztbesuch untersucht werden sollten. Der Schlaf, insbesondere ein erholsamer Schlaf, ist lebensnotwendig. Ist dieser nicht gewährleistet, hat das sowohl gesundheitliche als auch psychische Auswirkungen auf den Organismus. Aus diesem Grund sollte das Schlafverhalten beobachtet werden.

Einschlafen ohne Angst bei Kindern

Kinder in einem bestimmten Lebensabschnitt haben oft Angst im Dunkeln einzuschlafen. Insbesondere kurz vorm Einschlafen hochschrecken ist weit verbreitet. Die Kinder wachen mitten in der Nacht panisch auf, weil sie schlecht geschlafen haben. Viele Kinder fangen sogar an, laut zu weinen oder zu schreien, sodass die Eltern darauf aufmerksam werden.

Dies ist in einem bestimmten Alter ein völlig normales Verhalten und hat mit den Entwicklungsphasen der Kinder zu tun. Denn jedes Kind durchläuft im Leben verschiedene Entwicklungsstufen. Dabei gehört das kurz vorm Einschlafen Hochschrecken und Angst im Dunkeln dazu. Diese Phase verschwindet in den meisten Fällen wieder von ganz alleine.

Wichtig ist in solchen Situationen, dass die Angst der Kinder ernst genommen wird und nicht ins Lächerliche gezogen werden darf. Nur so lernen die Kinder, dass Angst in Ordnung ist. Dadurch wird das Einschlafen bzw. Durchschlafen ohne Angst gefördert. Die Kinder lernen, dass die Angst zwar auftaucht, aber keine weitere Bedrohung da ist, sodass wieder in Ruhe geschlafen werden kann.

Einschlafen ohne Angst bei Erwachsenen

Erwachsene haben ebenfalls öfter als vermutet Angst vor dem Einschlafen bzw. Durchschlafen. Sie schrecken in der Nacht hoch und leiden nicht selten unter Panikattacken, die sie direkt aus dem Tiefschlaf reisen.

Dieser Kontrollverlust macht den meisten Menschen sehr zu schaffen. Schließlich können sie aus dem Schlaf heraus nicht präventiv vorgehen, wenn sie eine Panikattacke haben. Um das Einschlafen ohne Angst bei Erwachsenen zu fördern, ist der Kontakt zu einem Experten nicht vermeidbar.

 

Sicherlich gibt es einige Tipps, wie sie die Angst vor dem Schlafen loswerden können. Doch wenn es zu psychisch belastenden Panikattacken kommt, sollte ein Experte aufgesucht werden. Mit diesem können sie die Situation und mögliche Gründe besprechen und eine Behandlung beginnen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Maßnahmen bei nächtlichem Hochschrecken

Pavor Nocturnus, Nachtschreck

Das nächtliche Hochschrecken ist auch als Pavor Nocturnus bzw. Parasomnie bekannt. Es ist eine Art des Schlafwandelns. Dabei schrecken die Betroffenen mitten in der Nacht plötzlich auf und sind ungefähr 15 Minuten nicht ansprechbar, manchmal auch länger. Meistens liegt kalter Schweiß auf der Stirn der Betroffenen und die Atmung ist beschleunigt. Wichtig ist dabei, die Betroffenen in solch einer Situation nicht zu wecken.

Pavor Nocturnus kommt sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen vor. Familiär ist Pavor Nocturnus sehr verbreitet. Es ist also nicht verwunderlich, wenn Eltern, die diese Krankheit haben, auch Kinder damit großziehen. Insbesondere im Alter zwischen fünf und sieben Jahren tritt das nächtliche Hochschrecken vermehrt auf. Jungen weisen Pavor Nocturnus häufiger auf als Mädchen.

Als wichtigste Maßnahme bei nächtlichem Hochschrecken gilt, über die Krankheit informiert zu sein. Eltern sollten wissen, wie sie in einem Fall des nächtlichen Hochschreckens richtig handeln. Das Wecken sollte unterlassen werden, weil die Betroffenen durcheinander sein werden. Positives zureden kann hilfreich sein, wobei die Betroffenen davon wenig mitbekommen werden.

Es gibt Kinder, die sich vor allem wegen Pavor Nocturnus vor dem Einschlafen fürchten. In solche einem Fall ist es besonders wichtig, die Kinder bereits tagsüber auf die Nacht vorzubereiten und mit beruhigenden Worten auf das Einschlafen nachts einzustimmen. So kann die aufsteigende Angst bei den Kindern gelindert werden. Denn das erholsame Schlafen ist besonders für Kinder sehr wichtig.

Angst vor dem Einschlafen loswerden

Bevor viele Betroffene Angstzustände beim Einschlafen bei einem Experten ansprechen, versuchen sie oft selbst aus der belastenden Situation zu kommen. Sie beraten sich mit Familie und Freunden oder auch im Bekanntenkreis, wie sie die Angst vor dem Einschlafen am besten loswerden können.

Im Folgenden sind einige Tipps aufgelistet:

  • Rituale am Abend helfen dem Körper zur Ruhe zu kommen und diesen auf das Schlafengehen einzustimmen. Dies erleichtert das Einschlafen bzw. das Durchschlafen und die Angst vor dem Einschlafen verschwindet unbegründet.
  • Das Ausklingen lassen des Tages mit einem entspannenden Tee oder einer Tasse Milch mit Honig wirkt oft sehr beruhigend auf den Geist. Es hilft Stress abzubauen und entspannter ins Bett zu gehen.
  • Alkohol und Drogen sollten vermieden werden. Diese kurbeln das Gedankenkarussell nur weiter an, sodass das Einschlafen schwierig wird und die Angst, wieder nicht einschlafen zu können, verstärkt wird.
  • Sollte das Einschlafen nicht gelingen, kann das Aufstehen und sich anderweitig beschäftigen hilfreich sein. Es vermeidet zumindest das Herumwälzen im Bett. Eine ruhige Tätigkeit, wie das Buchlesen, macht müde.

Die genannten Tipps sind nur wenige von vielen. In verschiedenen Ratgebern finden sich zahlreiche Hinweise, wie das Einschlafen gelingt bzw. wie die Angst vor dem Einschlafen verschwinden kann. Sollten die genannten Tipps nicht hilfreich sein, bleibt ein Besuch beim Experten nicht erspart. Dieser kann je nach Schwere der Angstzustände zu einer medikamentösen Therapie raten.

Fazit

In den meisten Fällen ist der Gang zum Experten erfolgreich. Es werden die psychischen Ursachen aufgeklärt und die Angst vor dem Einschlafen kann angegangen werden, damit das Einschlafen ohne Angst wieder möglich wird. Das Hinauszögern des Ganges zu einem Experten kann die Angstzustände verstärken und zu schweren Panikattacken führen.

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Es sollte sich bewusst gemacht werden, dass die Angst vor dem Schlafen nur in den seltensten Fällen wieder von alleine verschwindet, wenn sie bereits eine Weile andauerte. Halten die Angstzustände übermäßig lange an, sollte dringend ein Gespräch beim Experten terminiert werden. Dieser kann nach einer ausführlichen Diagnose weiterhelfen!


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