Angst vor Wasser: Wasserphobie überwinden

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Die sogenannte Aquaphobie belastet mehr Menschen, als man meinen könnte. Diese Angst hat ihren Ursprung häufig in traumatischen Erlebnissen und kann die Lebensqualität von Personen, welche von der Angst vor Wasser betroffen sind, erheblich beeinträchtigen.

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Immerhin kann diese Angst dazu führen, dass duschen und sich die Haare waschen für einige eine absolute Qual ist. Dies sorgt für mangelnde Körperhygiene. Jedoch gehört die Angst vor Wasser auch zu den Aspekten einer Panikstörung, welche verhältnismäßig einfach behandelt und in gewissen Fällen gar vollständig überwunden werden kann.

Angst vor Wasser Ursachen

So wie jede andere Panikstörung kann auch die Wasserphobie verschiedene Hintergründe haben. In manchen Fällen tritt sie sogar ohne vorhergegangenes Trauma auf. Bei Angst vor Wasser ist es jedoch sehr wichtig die Ursache dafür zu kennen. Denn dies ist der einzige Weg, um diese Angststörung effektiv behandeln zu können.

Ein traumatisches Erlebnis könnte hierbei ein Grund sein. So etwas tritt auf, wenn ein Mensch mal fast ertrunken ist oder einem weiteren Menschen beim Ertrinken zusehen musste und nicht helfen konnte.

Wenn man als Kind nicht die Gelegenheit hatte als Kind schwimmen zu lernen, kann die Angst auch daher rühren. Erwachsene haben dann oft entweder Angst davor ausgelacht zu werden oder es niemals zu lernen. Darüber hinaus besteht bei einigen Menschen auch die Angst, dass sie durch ihr Körpergewicht oder ihre Größe nicht von Rettungsschwimmern gerettet werden können.

Es liegt jedoch auch im Bereich des Möglichen, dass man die Angst vor Wasser erlernt hat. Wenn man beispielsweise ein Elternteil hat, welches nicht schwimmen kann, kommt es oft vor, dass man sich diesen Unmut selbst aneignet.

Dadurch erlernt man es selbst nicht. Eine letzte mögliche Ursache kann eine spezielle Form der Keimphobie sein. In diesem Fall haben Menschen Angst, dass sie durch den Kontakt zu Wasser krank werden können.

Immerhin hat diese Flüssigkeit die Gelegenheit in jede Pore unseres Körpers einzudringen.

Wasserphobie und Tollwut: Ein Zusammenhang?

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Es besteht in der Tat ein Zusammenhang zwischen Wasserphobie und Tollwut. In akuten Phasen können Patienten, welche an Rabies erkrankt sind, eine starke Abscheu gegen Wasser entwickeln.

  • Am Anfang beginnt es damit, dass sie sich weigern zu trinken oder zu schlucken, wodurch es zu vermehrtem Speichelfluss kommt und der Speichel anfängt aus dem Mund zu rinnen.
  • Dies kann man darauf zurückführen, dass sie Angst vor dem Verschlucken haben.
  • Bei schwerwiegenden Fällen reicht die kleinste Berührung mit Wasser aus, um den Menschen in einen von Panik getriebenen Wutanfall zu befördern, bei dem es zu Krämpfen im gesamten Körper kommt.
  • Es empfiehlt sich den Patienten zu fixieren, sodass er weder sich noch seinem Umfeld schadet.
  • Die Ursachen für die Angst vor Wasser bei Tollwut sind noch nicht geklärt. Es besteht jedoch die Vermutung, dass es sich hier um eine Selbsterhaltungsmaßnahme des Virus handelt.

Denn diese Gattung der Lyssaviren, welche bei Tollwut das Gehirn kontrolliert, vermehrt sich durch Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, oder Ähnliches. Eine hohe Zufuhr an Wasser wird alles verdünnt und somit sinkt die Konzentration des Virus, wodurch die Ansteckungsgefahr geringer wird. Dies ist jedoch bisher reine Spekulation.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Angst vor Wasser bei Kindern

Zu Beginn ist eine leichte Form von Angst vor Wasser bei Kindern vollkommen normal. Immerhin ist es ein bisher unbekanntes Element, welches die eigene Bewegung einschränkt und potenziell gefährlich sein kann. Bei größeren Ängsten sollte ein Kinderpsychologe zurate gezogen werden. Im Laufe der Zeit sollten die Kinder ihre Angst jedoch verlieren und schnell bemerken, dass Wasser harmlos ist, solange man ihm gebührenden Respekt zollt.

Eltern spielen bei der Überwindung der Angst jedoch auch eine große Rolle. Es ist wichtig, dass man das Kind über die Gefahren aufklärt, ohne ihm noch größere Angst zu machen. Darüber hinaus sollte man am Strand und in Schwimmbädern den Schützling niemals aus den Augen lassen.

Prinzipiell liegt es an den Eltern den Kindern zu zeigen, dass man im Wasser viel Spaß haben kann und wie angenehm ein Aufenthalt im Schwimmbad oder an ähnlichen Orten sein kann. Ein Schwimmkurs kann ebenfalls hilfreich sein.

Auch das alltägliche Badeerlebnis sollte so unterhaltsam und schön wie nur möglich gestaltet sein, sodass die Scheu vor Wasser abgelegt wird.

Angst vor dem Schwimmen loswerden

Es gibt verschiedene Tipps, die einem hierbei helfen können. Viele Menschen wollen die Angst vor dem Schwimmen loswerden. Leider wissen sie nicht genau, wo sie anfangen sollen. Immerhin kann diese Panik stellenweise lähmend sein und Panikattacken auslösen.

  • Besonders wichtig ist es den Fokus auf das Wesentliche zu lenken. Natürlich hat man beim Schwimmversuch Angst und das ist auch in Ordnung.
  • Man sollte sich jedoch auf das Ziel, also angstfrei Schwimmen können, konzentrieren.
  • Außerdem sollte man stets versuchen entspannt zu bleiben. Das klingt am Anfang zwar wie ein Gemütszustand, welcher niemals bei Kontakt mit Wasser erreicht werden kann, aber es ist dennoch wichtig stets die Ruhe zu bewahren.
  • Darüber hinaus sollte man immer seine Grenzen kennen. Es bringt nichts sofort ins tiefe Becken zu springen, wenn die Panik schon bei hüfthohem Wasser ansetzt.
  • Am besten beginnt man mit dem Brustschwimmen, da es die einfachste Schwimmtechnik ist. Es gibt auch tolle Schwimmkurse für Erwachsene, bei denen man sich nicht schämen muss.
  • Man ist nicht der einzige mit diesem Problem.

Sobald man sich sicherer fühlt, kann man damit beginnen den Kopf für kurze Zeit unter Wasser zu tauchen. Wer die Angst vor dem Schwimmen überwinden möchte, sollte sich vor allem Zeit lassen.

Wasserphobie überwinden durch Verhaltenstherapie und Homöopathie

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Wasserphobie zu überwinden. Es gibt in der Tat einige homöopathische Mittel, welche bei der Überwindung von Phobien helfen könnten. Die tatsächliche Wirkung dieser Präparate konnte bisher nicht wissenschaftlich bestätigt werden.

Hierbei empfiehlt es sich einen Homöopathen aufzusuchen, welcher jahrelange Erfahrung in dem Bereich Angststörungen hat und einen bestmöglich beraten kann.

Die Verhaltenstherapie hat sich über die Jahre am meisten bewährt und die größten Erfolge erzielt. Hierbei wird zu Beginn durch Gespräche der Ursprung der Angst ermittelt. Das hilft dem Patienten die Aquaphobie zu verstehen. Dies ist der erste Schritt in ein angstfreies Leben. Nun kommt das Stadium der Sensibilisierung.

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Dabei wird in man in einem individuellen Tempo an den Umgang mit Wasser herangeführt und verliert durch kontrollierten Umgang die Angst dazu. Eine solche Therapie sollte stets mit einem ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden.


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