Angst vor sich selbst besiegen

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Die Angst vor sich selbst ist tatsächlich weit verbreitet, auch wenn dies für viele Unbeteiligte unwahrscheinlich erscheint. Menschen, die Angst vor sich selbst haben, haben ein Problem, sich selbst so anzunehmen, so wie sie wirklich sind.

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Zudem beinhaltet es die Angst vor dem Leben sowie die Angst vor der Angst, also die Erwartungsangst. Die Betroffenen haben ständig Angst, dass etwas Negatives passiert. In Fachkreisen wird der Begriff Autophobie für solch eine Phobie verwendet.

In Selbsthilfegruppen können Ängste bewältigt werden. Außerdem gibt es verschiedene Regeln bei Angst, die die Betroffenen anwenden können. Diese helfen, Ängste zu überwinden oder diese loszulassen. Da die Angst oft mit Stress verknüpft ist, sind verschiedene Übungen gegen Angst ebenso hilfreich. Zur Unterstützung sollte ein Experte aufgesucht werden.

Ursachen für die Angst vor sich selbst

Die Ursachen für die Angst vor sich selbst können auf unterschiedlichen Faktoren basieren. Oft liegt nicht nur ein Grund vor, sondern mehrere unterschiedliche Faktoren spielen zusammen eine ausschlaggebende Rolle.

Die folgende Auflistung nennt einige mögliche Ursachen für die Angst vor sich selbst:

  • Eine bereits genannte Ursache ist die fehlende Selbstannahme. Dies kann sich genauso auf andere Dinge im Alltag übertragen, sodass das eigene Leben keinen Spaß mehr macht und nur mit enormen Einschränkungen möglich ist.
  • Es gibt Fälle, da haben die Betroffenen gar keine Ahnung, woher die Angst kommt. Sie steigt grundlos auf und es gibt keine ersichtlichen Ursachen dafür, was einen um so mehr an sich zweifeln lässt.
  • Negative Erfahrungen bzw. immer wieder aufkommende grundlose Angst lässt folglich eine Panikstörung entstehen. Panikattacken entstehen aus dem Nichts und können Außenstehenden schwer erklärt werden. Fakt ist, dass das Gedankenkarussell eine wesentliche Rolle dabei spielt und die Angst vor der Angst entsteht.
  • Oft haben Ängste mit Dingen aus der Kindheit zu tun. So auch die Angst vor sich selbst. Dinge, die nicht verarbeitet werden konnten, kommen erneut auf, sodass die Betroffenen Probleme mit sich selbst haben. Mögliche Beispiele sind Mobbing, Missbrauch oder Probleme bei den Eltern.

Die Angst vor sich selbst hat ihre Wurzeln meist in der Kindheit der Betroffenen. Andere, bei denen die Angst erst später entsteht, sammelten zu viele negative Erfahrungen in ihrem Leben, weswegen sie ein Problem damit haben, sich selbst anzunehmen. Dies überträgt sich auf die Umwelt und das Leben, das gelebt wird.

Angst durch Selbsthilfe bewältigen

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Die Angst vor sich selbst eigenständig zu bewältigen, erscheint zunächst sehr schwierig, vor allem für die Betroffenen selbst. Außenstehende können meist gar nicht nachvollziehen, wie es den Betroffenen in Angstsituationen oder bei Panikattacken geht.

Nichtsdestotrotz versuchen immer wieder Betroffene von Angst oder Panikattacken eigenständig die Angst zu bewältigen, indem sie beispielsweise Bücher zu bestimmten Themen lesen oder verschiedene Berichte und Videos schauen. Darin finden sie viele gute Tipps zur Selbsthilfe.

Zudem gibt es Selbsthilfegruppen für verschiedene Phobien. Die Autophobie gehört dazu. Dabei können sich Betroffene mit Leidensgenossen treffen und über spezielle Anliegen austauschen. Zum einen können sie sich gegenseitig zuhören und zum anderen können aus Erfahrung gute Hinweise und Tipps gegeben werden.

Selbsthilfegruppen als Bereicherung nutzen

Selbsthilfegruppen haben einen positiven Effekt, weil dadurch klar wird, dass es auch andere gibt, denen es genauso geht. Man fühlt sich weniger allein und hofft auf baldige Besserung, indem man sich durch Gespräche mitteilt und anderen zuhört.

Sollte das Gefühl bestehen, dass die Selbsthilfe nicht fruchtet und ein weiterer Schritt gemacht werden muss, sollte der Gang zum Experten nicht hinausgezögert werden. Oft sind die Betroffenen so tief in ihren Ängsten versunken, dass nur ein professioneller Ansprechpartner helfen kann.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Ein professionelles Gespräch mit einem Experten ist oft aufschlussreich und kann zu einem guten Behandlungsplan führen. Mithilfe des Plans kann die Situation der Betroffenen gebessert werden.

Angst vor sich selbst überwinden und loslassen

Es ist wichtig, die Ängste, die einen beschäftigten, zu überwinden und diese loszulassen. Auch wenn es nicht leicht ist, sollte es versucht werden. Doch wenn die Angst wieder aufsteigt, wie sollte man mit Angst richtig umgehen? Es gibt einige Regeln, die einem helfen, sich bei Angst angemessen zu verhalten.

Die folgende Auflistung nennt 10 Regeln bei Angst:

  • Regel Nr. 1: Es ist wichtig, sich klarzumachen, dass die Angstgefühle zwar unangenehm, aber nicht bedrohlich sind. Es ist keine bedrohliche Situation, sondern einfach nur unangenehm.
  • Regel Nr. 2: Angstgefühle sind nur eine Überreaktion des Körpers in Stresssituationen und nicht gefährlich. Das Bewusstmachen, dass keine Gefahr besteht, ist wichtig, um die Angst zu senken.
  • Regel Nr. 3: Es wird nichts Schlimmes geschehen. Es ist völlig normal bei Stresssituationen ängstlich und nervös zu reagieren. Das nervöse Verhalten ist normal und anderen geht es ähnlich.
  • Regel Nr. 4: Die Angst sollte akzeptiert werden. Es ist in Ordnung, dass sie da ist, aber sie sollte nicht mit weiteren Gedanken hochgeschraubt werden.
  • Regel Nr. 5: Bei Angstgefühlen sollte sich nicht hineingesteigert werden, indem Fragen, wie „Wohin führt das?“, gestellt werden.
  • Regel Nr. 6: Der Fokus sollte nach außen gerichtet sein und nicht auf die inneren Symptome. Das bewusste Achten auf das äußere Umfeld lenkt manchmal von den Ängsten ab und lindert diese.
  • Regel Nr. 7: Die Konzentration sollte darauf gelenkt werden, was wirklich geschieht und nicht darauf, was noch geschehen könnte. Negative Vorstellungen sollten unterdrückt werden.
  • Regel Nr. 8: Sobald die Angst aufsteigt, sollte diese wahrgenommen und beobachtet werden. Das Weglaufen macht es nicht besser. Das Bleiben in der Angstsituation, bis diese nachlässt, wird empfohlen.
  • Regel Nr. 9: Jede Angstsituation gilt als Übung. Das Sammeln positiver Erfahrungen hilft, besser mit der Angst umzugehen. Je mehr überstandene Angstsituationen gezählt werden können, desto seltener kommen diese zurück.
  • Regel Nr. 10: Das Verlassen der Komfortzone und das Betreten der Angstzone hilft, daran zu wachsen und besser mit der Angst umgehen zu können. Nach nur kurzer Zeit fällt auf, dass die Ängste seltener auftreten.

Mit den genannten zehn Regeln kann die Angst besser losgelassen und überwunden werden. Das Vorhalten der Regel in Angstsituationen hilft entspannter zu bleiben und nicht die Erwartungsangst – Angst vor der Angst – zu verfallen. Einfach die Ruhe bewahren und abwarten. Sollte dies nicht funktionieren, kann die Angstsituation verlassen werden.

Panikstörung durch Übungen lösen

Gegen Angst gibt es verschiedene Übungen, die nachweislich Stress senken. Es ist anhand von Studien bewiesen, dass Angst mit Stress zusammenhängt. Senkt man also den Stress, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld, so sinkt auch die Angst automatisch. Panikattacken haben somit kaum eine Chance, weil der Körper entspannt und gelassen ist.

Die Symptome für Angst sind vielfältig. Es kann zur Kurzatmigkeit kommen und einem Schweiß auf die Stirn treiben, aber auch Schwindel und Übelkeit sind typische Symptome. In einigen Fällen stehen die Betroffenen neben sich. Diese Symptome werden durch Stress verstärkt. Der wichtigste Schritt ist somit, den Stresspegel im eigenen Leben drastisch zu senken.

Mögliche Übungen gegen Angst sind Yoga, Meditation oder auch bewusste Atemübungen. Dabei nehmen sich die Ausführenden bewusst einige Zeit für sich selbst und können sich somit entspannen. Sie entfliehen dem Alltagsstress und können so besser mit Angst umgehen.

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Ruhe ist in der heutigen schnelllebigen Zeit sehr wichtig für den Körper und die Gesundheit. Natürlich gelingt dies Anfängern nicht sofort, aber schon nach kurzer Zeit, wenn die Bewegungen oder Atemübungen mit weniger Konzentration verbunden sind, wird die Entspannung spürbar. Es ist einen Versuch wert!


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