Angst vor Erbrechen

Angst vor Erbrechen

Die Angst vor dem Erbrechen wird ebenso als Emetophobie bezeichnet. Sie gehört zu den phobischen Erkrankungen nach ICD-10. Die Intensität ist je nach Emetophobiker unterschiedlich gelagert und ist nicht immer gleich ausgeprägt. Die Formen bzw. Ängste, die diese Leidenden haben, sind:

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung
  • Angst, dass ihnen übel wird und sie erbrechen könnten
  • Angst, dass andere dies beobachten werden
  • Angst, über das Erbrechen zu hören, es zu sehen (auch bei Tieren) oder darüber zu lesen

Angst vor Erbrechen – weitere Auswirkungen und Begleiterscheinungen

Die Angst vor Erbrechen wird nachstehend intensiver aufgezeigt und weitere Begleiterscheinungen beschrieben, unter denen die Emetophobiker leiden könnten.

1. Unterschiedliche Ausprägung

Neben den Auswirkungen dieser genannten Symptome kann die Häufigkeit und Intensität der Übelkeit unterschiedlich sein. Ein wichtiges Negativgefühl ist für die Leidenden, dass sie beim Erbrechen jegliche Kontrolle über sich selbst verlieren. Sie selbst empfinden den Akt des Sich-Übergebens extrem ekelig. Aus diesem Grunde können sie übertriebene Hygiene bis hin zu einem Waschzwang zeigen.

2. Verweigerung, Nahrung aufzunehmen

Weitere Begleiterscheinungen können sein, dass Emetophobiker weniger Nahrung zu sich nehmen, um eine Provokation des Erbrechens auf diese Art zu vermeiden. Davon gehen die Erkrankten zumindest aus, dass solches positive oder lindernde Auswirkung hätte. Dies kann bis zu ernsthaften Essstörungen wie Magersucht führen.

3. Depressionen

Neben der Angst vor dem Erbrechen wird häufiger eine Depression als Begleiterscheinung beobachtet.

4. Missbrauch von Medikamenten

Ein möglicher Missbrauch kann entstehen, wenn der Emetophobiker häufiger auf Antibrechmittel zurückgreift. Ebenso könnte er verstärkt Beruhigungsmittel einnehmen.

5. Rückzug von Kontakten und Öffentlichkeit

Emetophobiker könnten sich zunehmend aus der Öffentlichkeit bzw. Gemeinschaft herauszuziehen, welches zu Problemen am Arbeitsplatz oder in der Schule führen kann. Durch dieses Verhalten möchten sie die quantitative Möglichkeit reduzieren, dass sie beim Erbrechen beobachtet werden könnten. Dieses Gefühl wird nachstehend intensiver beschrieben.

Missbrauch von Medikamenten

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Erstickungsangst, Öffentlichkeit und Peinlichkeit

Es steht nicht immer im Vordergrund, dass das Erbrechen als das eigentlich Schlimme gilt. Die Emetophobiker haben hingegen eine erhöhte Erstickungsangst, wenn sie sich unkontrolliert übergeben müssen. Vielmehr befürchten sie ebenso die Reaktionen in der Öffentlichkeit.

Es ist ihnen peinlich, wie ihre Beobachter mit ihrem möglichen Erbrechen umgehen könnten. Für Dich – solltest du dieses Problem haben gibt es diverse Praktiken, die dir dabei helfen es in den Griff zu bekommen. Für die Leidenden ist dies eine reale Angst, die bis zu Panikattacken reichen könnte.

Eine solche Angst kann selbst dann auftreten, wenn sich Emetophobiker zu Hause und alleine aufhalten.

Angst vor Erbrechen – Ursachen

Die Ursachen der Emetophobie sind noch nicht eindeutig geklärt. Diskutiert werden prädisponierende und auslösende Faktoren. Das erste sind die Voraussetzungen der Persönlichkeit, die der Leidende mitbringt. Die auslösenden Faktoren mögen eine schwere Erkrankung mit starkem Erbrechen in der Kindheit gewesen sein, die beispielsweise bei einer Magen-Darm-Grippe auftritt.

Es wird sozusagen einem traumatischen Erlebnis gleichgesetzt. Wenn sich dabei Ängste entwickelt haben und sich als stabilisierenden Faktoren formieren, kann solch eine Phobie beibehalten werden.

In der Regel sind Frauen von dieser Krankheit häufiger betroffen als Männer. Es kommt gelegentlich zu Verwechslungen in Bezug auf Magersucht, die eigentlich wie zuvor angesprochen eine Begleiterscheinung der Emetophobie sein kann.

Angst vor Erbrechen überwinden – Therapie und Bekämpfung

Vorraustellend ist anzumerken, dass eine Therapie immer dann notwendig wird, wenn der Erkrankte leidet. Dies muss der Erkrankte einerseits für sich selbst so empfinden. Ein externes Signal ist, wenn er seinen normalen Lebens- und Arbeitstag nicht mehr richtig durchführen kann. Dies macht eine Notwendigkeit zur Therapie augenscheinlich.

Eine Psychotherapie in Form einer kognitiven Verhaltenstherapie gegen die Emetophobie zeigt Wirkung. Dabei werden die unangemessenen Bewertungen aufgedeckt und die vermiedenen Situationen erkannt. In diese soll sich der Leidende bewusst wieder hineinbegeben.

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Begleitenden Maßnahmen der Therapie sind Atem- und Entspannungstechniken, die bei Auftreten des Gefühls bzw. der Angst angewandt werden und zur aktiven Bekämpfung der Angstzustände beitragen.


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