Angst vor Einsamkeit nach Trennung

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Wohl jeder Mensch hat in seinem oder ihrem Leben bereits eine Trennung hinter sich. Die Partnerschaft mit dem oder der Verflossenen trug keine Früchte mehr und führte langfristig ins Leere. Aus welchen verschiedenen Gründen auch immer. Hier geht jedoch nicht nur die Liebe zu Ende, sondern auch langfristige, liebgewordene Gewohnheiten und Sicherheiten. Die Angst vor der Einsamkeit nach einer Trennung ist häufig Auswirkung des Ganzen.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Denn selbst, wenn die Beziehung alles andere als glücklich verlief in der letzten Zeit, so war man trotz allem einmal zusammen, liebte und achtete sich und teilte auch viele gemeinsame Dinge. Ganz egal ob materielles, finanzielles oder anderes.

Plötzlich einsam und Angst vor dem alleine wohnen nach Trennung

Und dann kommt noch ein weiterer Aspekt dazu: Ganz plötzlich ist man wieder vollkommen auf sich alleine gestellt. Keine haltende Hand mehr in schweren Stunden, keine Schulter zum Ausweinen. Eine gewohnte Art der Sicherheit fehlt.

  • Denn auch, wenn die Liebe nicht mehr in aller Pracht erblühte, ja sehr wahrscheinlich sogar erloschen ist, so ändert sich durch eine Trennung doch so einiges.
  • Möglicherweise teilte man einen gemeinsamen Ort zum Leben, welcher nunmehr auch als gemeinsames “Liebesnest” nicht länger infrage kommt.
  • Eine von zwei Parteien wird zwangsläufig zum Auszug verpflichtet.
  • Eine neue Bleibe, ohne die alte Liebe kann von Zeit zu Zeit doch zu Gefühlen der Einsamkeit führen.
  • Man erinnert sich ganz automatisch bei einer Trennung an vergangene Zeiten, als man noch glücklich vereint war.

Doch dies gehört nun der Vergangenheit an. Aus welchen Gründen auch immer. Oftmals führt diese neue Einsamkeit zu Depressionen und dem unmittelbaren Wunsch, nicht alleine sein zu wollen.

Doch warum ist das so? Haben wir nur aufgrund einer Beziehung verlernt allein überhaupt noch lebensfähig zu sein?

Angst vor Einsamkeit nach Trennung: Einsamkeit macht krank

Es ist kein Geheimnis, dass Einsamkeit und Isolation auf Dauer traurig und depressiv macht. Ganz besonders am Anfang einer recht frischen Trennung ist der Schmerz noch sehr akut und tut furchtbar weh.

War die Trennung von Nöten und überhaupt gerechtfertigt? Wäre möglicherweise noch etwas zu retten gewesen, wenn der eine oder andere Fehler nicht passiert oder früher verziehen worden wäre?

Könnte die Beziehung im besten Falle denn womöglich noch bestehen? So viele hypothetische Fragen, welche im Nachhinein leider meist keine Antwort mehr erhalten werden. Hätte, wäre, wenn…

Oftmals passiert es nun auch, dass aus purer Angst vor der Einsamkeit nach der Trennung vom Ex-Partner ein erneuter Versuch mit dem oder der Ex gewagt wird. Selbst, wenn die aktuelle Prognose der Beziehung alles andere als rosig steht und ein Blinder sehen kann, dass dieses Kapitel besser ein für allemal abgeschlossen werden sollte.

Zweite Chance mit dem Ex?

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Darum ist es in keinem Fall eine besonders gute Idee, der gescheiterten Romanze noch eine zweite Chance zu geben, wenn bereits von vorne herein abzusehen ist, dass die vielen Probleme und Differenzen aus vergangenen Tagen bereits sehr bald wieder eintreten werden.

Möglicherweise noch massiver als je zuvor. Nur aus purer Angst vor dem Single-Dasein sollte daher nicht agiert werden. Denn wie heißt es so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken ohne Ende!

Aus Fehlern kann man lernen, in Zukunft wird alles besser. Aus so manch gemachtem Fehler mag man klug werden und die nötigen Schlüsse ziehen, das ist wahr. Doch gilt das auch automatisch für die Wiederaufnahme einer gescheiterten Beziehung?

Neue Ziele setzen und Veränderung

Es darf nicht vergessen werden, dass man von der Theorie her oftmals klüger als vom direkten Umsetzen ist. Ähnlich wie bei den jährlichen guten Neujahrsvorsätzen. Beim Ende einer Beziehung gibt es im Prinzip 3 Phasen, die in diesem Artikel näher erläutert werden: https://interfe.net/beziehung-retten/am-ende/

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

So viel ist angedacht und wird sich vorgenommen, aber in Wahrheit doch nur ein Bruchteil davon umgesetzt. Das gleiche gilt für ein “Comeback” einer zerrütteten Beziehung oder Ehe. Was bereits im Vorfeld schief gelaufen ist, kann nicht auf einen Schlag verändert, verbessert oder gelöst werden.

Langjährige Probleme und Differenzen sind meist tiefgründiger und bedürfen viel Geduld, damit sie sinnvoll angegangen werden können.

Umso unrealistischer ist es, jene Probleme unter Druck krampfhaft lösen zu wollen, nur weil man aus purer Gewohnheit nicht alleine bleiben und der Beziehung unter allen Umständen noch eine Chance geben möchte. Selbst dann, wenn es alles andere als vielversprechend erscheint.

Single sein bedeutet nicht zwangsläufig Einsamkeit

Auch, wenn es vielen Menschen anfangs so erscheinen mag, welche sich gerade eben frisch getrennt haben und Angst haben, so ist ein erneutes Dasein als frisch gebackener Single alles andere als eine Verdonnerung zur Einsamkeit.

  • Ganz im Gegenteil: nun gilt es offen für neue Dinge im Leben zu sein und auch potentiellen neuen Partnern eine bewusste Chance zu geben.
  • Mag dies anfänglich auch noch so unrealistisch und unvorstellbar erscheinen, da doch die alten Gewohnheiten der vergangenen Beziehung noch so tief sitzen.
  • Dennoch kann man sich sicher sein, diese Phase wird früher oder später vergehen.
  • Anfängliche Gefühle der Niederlage und Einsamkeit ohne passenden Gegenpart werden verblassen, die Türen werden sich für neue Gelegenheiten öffnen.

Voraussetzung hierfür ist natürlich die Bereitschaft mit der Vergangenheit abzuschließen, einen klaren Schlussstrich zu ziehen und sich bewusst zu werden, aus welchen Gründen es denn auf die Dauer nicht hatte sein sollen. Sind diese Aspekte erst einmal klar gestellt, so steht auch neuen Bekanntschaften und möglichen neuen Lebenspartnern nichts mehr im Wege.

Unsicherheiten bei Angst vor Einsamkeit nach Beziehung mit Trennung

Sind allerdings noch Unsicherheiten oder alte Gefühle im Spiel, so sollte von vorne herein mit offenen Karten gespielt werden. Es gibt schließlich nichts Unfaireres im Leben, als eine neue Beziehung zu beginnen, trotzdem alte Geschichten noch nicht vollständig abgeschlossen sind.

“Einsame” Stunden dürfen gar nicht erst zugelassen werden. Gift für die Seele ist es zuhause zu sitzen und inständig zu grübeln, warum denn die Beziehung im Sande verlief und nicht für die Ewigkeit bestimmt war. Ab einem gewissen Punkt ist schließlich mal gut und ein neues Blatt sollte aufgeschlagen werden.

Nicht in der Vergangenheit bleiben

Wer immer nur in der Vergangenheit schwelgt, trauert und sinnloses wieder und wieder aufs Neue reflektiert, wird in künftiger Partnersuche keinen Blumentopf gewinnen.

Das gleiche gilt zum Thema Selbstmitleid. Es ist nun einmal klar zu akzeptieren, dass dieses Kapitel nun abgeschlossen ist. Je schneller man sich mit jenem Gedanken anfreundet umso besser.

Auch, wenn es anfänglich noch sehr ungewohnt und mitunter auch schmerzhaft sein mag. Eine Trennung tut immer weh, keine Frage. So vieles verändert sich, bis man wieder zu sich selbst gefunden hat, wird eine gewisse Zeit vergehen.

Es darf nicht der Fehler gemacht werden, sich zu isolieren, nur noch zu trauern und von der Außenwelt abzukapseln. Freunde und Familie dürfen selbstverständlich auf den neuesten Stand gebracht werden, sollten aber aufgrund einer Trennung nicht vernachlässigt oder belastet werden. Sicherlich werden sie Trost und Kraft spenden und auch das nötige Verständnis für die aktuelle Sachlage aufbringen.

Was sie jedoch ganz bestimmt nicht verstehen werden ist, sollte auf eine erneute Vereinigung gehofft werden, die doch wirklich alles andere als sinnvoll anzusehen ist. Bleiben wir realistisch.

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Jeder Mensch hat die Chance auf sein Glück. Und jenes findet man definitiv nicht in den Armen des oder der Ex, welche nur aufgrund Gefühle von Einsamkeit und Unsicherheit im Unterbewusstsein wieder unnötig “aufgewärmt” werden.


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