Angst vor dem Autofahren überwinden

Angst vor dem Autofahren überwinden

Amaxophobie – so wird die panische Angst vor dem Autofahren im Verkehr genannt. Sie wird auch als Fahrangst bezeichnet und betrifft ungefähr 12 Prozent der Bevölkerung, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Das mulmige Gefühl entsteht bei Fahrern oder Fahrerinnen bei dichtem Verkehr, düsteren Tunneln, engen Baustellen oder Dunkelheit und kann dann zur echten Fahrangst werden.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Zur Anleitung

Herzrasen, Schweißausbrüche und Nervosität sind häufige Symptome, die bei dem unter Amaxophobie Leidenden auftreten. Das Autofahren gestaltet sich dadurch für Betroffene als echte Bedrohung und bringt so nicht nur den Fahrer, sondern auch  Beifahrer in Gefahr, da der Fahrer sich nicht mehr zu einhundert Prozent auf das Autofahren konzentrieren kann. Aber wie kann man die Angst vor dem Autofahren eigentlich überwinden?

Angst vor dem Autofahren: Amaxophobie – Was tun?

Mittlerweile gibt es gezielte Methoden, Strategien und Tricks gegen die Angst vor dem Autofahren, mit denen man sie in nur wenigen Schritten aktiv überwinden kann. So schwindet die Panik am Steuer fast von alleine und das Autofahren wird wieder zum sicheren Fahrerlebnis.

  • Wer unter Fahrangst leidet, sollte sich dieses zunächst einmal eingestehen und sich bewusst machen, dass dies ein sehr weit verbreitetes Phänomen ist.
  • Gute Strategien, um sich die eigene Angst zu vergegenwärtigen, sind beispielsweise Gespräche mit Familie oder Freunden sowie das Führen eins Angsttagebuchs.
  • Darüber hinaus sollten die Gründe für die Fahrangst ausfindig gemacht werden.
  • Sind es die mangelnde Fahrpraxis, die das mulmige Gefühl im Magen entstehen lassen, können Auffrischungskurse oder Fahrsicherheitstrainings die Lösung sein.
  • Solche Kurse werden bei zahlreichen Fahrschulen mit speziell geschulten Fahrlehrern angeboten.

Zudem können Gespräche während der Fahrt helfen, dem Fahrer die Nervosität zu nehmen. Des Weiteren reduzieren Atem- und Muskelentspannungsübungen innere Unruhe und Stress beim Fahren.

Auch lautes Sprechen kann beruhigend für die Atmung sein. Hilft dies alles nicht, könnte eventuell eine tiefgreifendere Angststörung vorhanden sein, in diesem Fall sollte sich an einen Verkehrspsychologen gewandt werden, der dann dabei hilft, die Angst vor dem Autofahren zu überwinden.

Fahrangst als Fahranfänger

Speziell Fahranfänger leiden häufig unter Amaxophobie. Sie sind es noch nicht gewohnt, auf der Straße unterwegs zu sein, und sehen häufig in jedem kleinen Hindernis ein hohes Unfallpotenzial, was die Nervosität und die innere Angst steigen lässt. Um diese Angst zu überwinden, sollten sich Fahranfänger immer ins Gedächtnis rufen, dass sie es sind, die die Situation unter Kontrolle haben.

Zudem schwindet die Angst zunehmend, je öfter man mit dem Auto unterwegs ist. Denn daraus sammelt man Erfahrung im Straßenverkehr und lernt auf vermeintliche Gefahrensituationen zu reagieren und mit ihnen umzugehen.

Es ist daher empfehlenswert, sich als Fahranfänger seinen Ängsten zu stellen, und häufig das Auto zu benutzen. Nur so kann man die nötige Fahrpraxis sammeln, die man braucht, um sicher und angstfrei im Straßenverkehr zu werden. Für die ersten Fahrten eignen sich insbesondere kürzere Strecken, danach sollten auch lange Strecken in Angriff genommen werden.

Hilfreich ist es außerdem, wenn man auf unbekannten Strecken Beifahrer mitnimmt, die über die Ängste des Fahrers Bescheid wissen, und ihn in Paniksituationen beruhigen können. Jedoch sollten Fahranfänger auch alleine fahren, um sich an diese Situation zu gewöhnen.

 Angst vor Fahrschule überwinden und loswerden

Junge Menschen, die noch niemals in ihrem Leben Auto gefahren sind, sind in vielen Fällen nervös, aufgeregt oder sogar panisch vor den ersten Fahrstunden. Bei einigen davon ist die Angst so ausufernd, dass sie es meistens noch nicht einmal in die Fahrschule schaffen.

Dies muss allerdings nicht sein. Niemand muss Angst vor der Fahrschule haben, denn Fahrschulen sind darauf ausgerichtet, Fahranfängern theoretische und praktische Fahrerfahrung zu vermitteln, wodurch Ängste automatisch gelindert werden.

Wenn die Angst vor der Fahrschule besonders ausgeprägt ist, empfiehlt es sich, im Vorfeld mit dem zuständigen Fahrlehrer darüber zu reden. Häufig haben Fahrschulen auch speziell ausgebildete Fahrlehrer, die Schüler mit Fahrangst betreuen und sich ihren Bedürfnissen anpassen.

Angst vor dem Autofahren trotz Führerschein

Angst vor dem Autofahren

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Millionen von Menschen in Deutschland besitzen zwar den Führerschein, können ihn allerdings nicht nutzen, da sie unter massiver Angst vor dem Autofahren leiden. Sie malen sich gedanklich mögliche Situationen im Straßenverkehr aus, die sie überfordern oder sich und andere in Gefahr bringen könnten.

  • Dazu gehören beispielsweise Einparken, das Überqueren von Kreuzungen, große Straßen mit dichtem Verkehr oder lange Fahrten auf der Autobahn.
  • Auch die Angst vor dem Kontrollverlust ist groß bei Betroffenen mit Führerschein.
  • Während bei der Fahrprüfung noch der beschützende Fahrlehrer dabei war, sind sie nun ganz auf sich alleine gestellt.
  • Meistens ist mangelnde Fahrpraxis die Ursache für diese Ängste.

Denn wer Angst vor dem Autofahren hat, vermeidet es zu fahren und kann so kein Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr erlangen. Es gibt auch spezielle online Selbsthilfekurse und eBooks, in denen Menschen mit Fahrangst, die den Führerschein besitzen, geholfen wird.

Hier werden Skills und Übungen vermittelt, die helfen, die Angst beim Fahren zu überwinden, man lernt zum Beispiel wie man mit starker Nervosität umgeht. Darüber hinaus finden in richtigen Kursen auch Übungsfahrten statt, in denen der selbstständige Umgang mit den nervositätssenkenden Maßnahmen trainiert wird.

Als Beifahrer Angst vor dem Autofahren haben

Auch als Beifahrer kann man eine Angst vor dem Autofahren entwickeln. Betroffene berichten davon, dass sie vor allen Dingen während einer Fahrt auf der Autobahn starke Angst vor einem vermeintlichen Unfall haben.

Dies hat nicht zwangsweise etwas mit der Fahrweise des Fahrers zu tun. Die Ursache des Problems liegt nämlich oft darin, dass der Beifahrer die Situation selbst nicht kontrollieren kann und sich dadurch ausgeliefert fühlt.

Deswegen ist es auch Beifahrern mit Fahrangst zu empfehlen, sich aktiv in die Situation als Beifahrer zu begeben, um sich so seinen Ängsten zu stellen. Nur so kann erlernt werden, wie man beim Autofahren Vertrauen in den Fahrenden erlangt und die Angst vor dem Autofahren überwindet.

Sich in der Stadt fürchten

Vor allem in der Stadt lauern für Menschen, die Angst vor dem Autofahren haben, zahlreiche vermeintliche Gefahren: enge Wohngassen, Kreuzungen, viel Verkehr auf den Straßen oder Drängler machen ihnen das Leben schwer und verursachen starke Nervosität oder schlimmstenfalls sogar Panik.

Der Stadtverkehr wirkt abschreckend auf viele Fahrer mit Angst vor dem Autofahren und lässt sie dadurch häufig lieber zu Fuß gehen. Doch auch auf der Autobahn kann es für viele zu ängstlichen Gefühlen kommen.

Um dagegen vorzugehen, kann der Betroffene zunächst die Strecke, die er in der Stadt fährt, analysieren, indem er vermeintliche Gefahrenquellen wie bspw. einen Kreisverkehr ausfindig macht. Im Vorhinein kann er sich überlegen, was es dort zu beachten gibt und den Fahrvorgang in Gedanken Schritt für Schritt durchgehen.

Anschließend wird es ihm dadurch leichter fallen, nicht in Panik zu geraten und konzentrierter zu fahren. Wer sich häufiger mit dem Auto im Stadtverkehr fortbewegt, wird mit der Zeit die städtischen Straßen kennenlernen und sich immer mehr an den Stadtverkehr gewöhnen.

Homöopathie gegen Angst und Panikattacken beim Autofahren

Wer unter starken Angstzuständen oder sogar Panikattacken beim Autofahren leidet, die sich partout nicht in den Griff bekommen lassen wollen, überlegt sich vielleicht Medikamente dagegen einzunehmen.

Mit pflanzlichen Mitteln lässt sich die Angst vor dem Autofahren nämlich manchmal auch überwinden. Ein Gang zum Hausarzt sollte jedoch vor der Behandlung erfolgen, um über mögliche Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen wie zum Beispiel starke Müdigkeit informiert zu sein.

Homöopathische Mittel sind häufig hilfreich, um starke Ängste oder Unruhezustände zu lindern. Hierfür eignen sich unter anderem pflanzliche Präparate wie Baldriantropfen, Melisse, Johanniskraut, Orangenblüten oder Passionsblütenextrakt.

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Diese Mittel wirken beruhigend auf Körper und Geist und reduzieren Angstsymptome wie Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche oder das mulmige Gefühl im Magen. Da einige davon allerdings den Nebeneffekt haben sehr müde zu machen, sollte mit einem Arzt oder Heilpraktiker besprochen werden, inwiefern sie sich dafür eignen, vor dem Autofahren eingenommen zu werden.


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