Angst vor Arbeit – Was tun?

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Ängste gibt es in den verschiedensten Formen. Die Angst vor der Arbeit ist in der heutigen Gesellschaft kaum bekannt, aber verbreiteter als von manchen Menschen vermutet wird. In Fachkreisen wird vor allem von der Ergophobie gesprochen. Die Betroffenen von Ergophobie haben eine panische Angst vor Arbeit und vor Dingen, die mit der Arbeit zusammenhängen.

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Sie haben jeden einzelnen Tag Angst vor der Arbeit, die sie eigentlich nicht mehr nervös machen müsste, weil alles bekannt ist. Angst vor den Arbeitskollegen und Angst vor dem Arbeitgeber plagt die Betroffenen sehr. Selbst vor verschiedenen Gegenständen auf der Arbeit oder auch der Arbeitskleidung kann eine unangenehme Angst entstehen.

Insbesondere nach einer längeren Pause, beispielsweise nach Urlaub oder nach Elternzeit, haben Betroffene panische Angst davor, wieder arbeiten zu gehen. Der Einstieg nach einer längeren Pause, wie nach Burnout, fällt ihnen enorm schwer und ist mit vielen Sorgen verknüpft.

Aber auch nach dem Studium steigt die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Die Absolventen sorgen sich, ob sie eine Anstellung zeitnah bekommen, um nicht in eine finanzielle Notlage zu geraten. Diese Sorgen können im schlimmsten Fall sogar zum Burnout führen.

Angst vor Arbeit – Ergophobie

Die Angst vor der Arbeit wird in der Fachsprache als Ergophobie beschrieben. Zu dieser spezifischen Angststörung gibt es nur wenige Studien bisher. In den vorhandenen Studien wird dargelegt, dass viele Teilängste sich zur Ergophobie zusammensetzen.

Die folgende Auflistung zeigt einige Punkte, vor denen viele Betroffene Angst haben:

  • Bewerbungen oder Bewerbungsgespräche machen den Betroffenen große Angst. Beim Verfassen der Bewerbung entsteht bereits die Angst und steigert sich bis zu dem Vorstellungsgespräch extrem hoch.
  • Der erste Arbeitstag macht jeden Menschen etwas nervös. Doch Ergophobiker haben panische Angst vor Arbeit, weswegen sie sich oft am ersten Arbeitstag krankmelden, weil es ihnen tatsächlich schlecht geht.
  • Betroffene, die unter Angst vor der Arbeit leiden, haben oft mit Leistungsdruck zu kämpfen. Der Anspruch an sich selbst oder von außen erzeugen großen Druck, bloß keine Fehler zu machen.
  • Mobbing auf der Arbeit führt zu Angst, erneut in solch eine unangenehme Situation zu kommen. Ob Kollegen oder Vorgesetzte, das Mobben auf der Arbeit kann zu Ergophobie führen.
  • Einige Betroffene sorgen sich um ihre Arbeitsstelle. Sie machen sich oft Gedanken, ob sie ihren Job verlieren. Sie fragen sich, wann dies passieren wird und was danach sein wird.

Die genannten Punkte sind mögliche Gründe für die Angst vor der Arbeit. Natürlich gibt es noch unzählige weitere Aspekte, die Betroffenen Angst vor der Arbeit machen. Allerdings ist zu betonen, dass nicht jeder, auf den diese Punkte zutreffen, zu den Ergophobikern zu zählen ist. Erst wenn die Angst sich nicht mehr kontrollieren lässt wird und häufig zu Panikattacken führt, sollten weitere Schritte überlegt werden.

Angst vor Arbeitskollegen

Ein großer Aspekt bei der Angst vor der Arbeit sind die Arbeitskollegen. Nicht selten wird auf der Arbeit gegenseitig oder einseitig gemobbt. Dies kann verschiedene Gründe haben und ist für die Betroffenen sehr unangenehm, weil sie der Situation nur schwer entweichen können.

Es ist oft sehr schwierig, sich der Situation zu entziehen, weil man eben auf der Arbeit ist und in der Regel bis zu acht Stunden durchhalten muss. Der Gedanke, dass am nächsten Tag erneut Durchhalten angesagt ist, verursacht bei einigen Menschen die Angst vor der Arbeit bzw. vor den Arbeitskollegen.

Zudem spielt die Sozialphobie eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Betroffenen machen sich Gedanken, von den Kollegen zu genau beobachtet zu werden und sich zu blamieren. Sie haben Angst zu erröten oder in wichtigen Situationen mit zittriger Stimme zu sprechen.

In einigen Fällen kommt es sogar zu Übelkeit und zu Erbrechen. Die Betroffenen möchten diese Peinlichkeiten vermeiden, weswegen der Kontakt zu anderen Personen weitestgehend gemieden wird. Schließlich möchten die Betroffenen keinen weiteren Grund für das Mobbing liefern.

Angst vor Arbeitgeber

Nicht nur die Arbeitskollegen machen den Menschen mit Angst vor der Arbeit das Leben schwer, auch der Arbeitgeber wirkt mit. Viele Menschen haben Probleme mit Autorität und möchten sich nicht sagen lassen, was getan werden soll oder wie etwas besser getan werden könnte. Jeder gut gemeinte Rat wird als negative Kritik an der eigenen Person aufgenommen.

Ein weiterer Punkt ist, dass sich die Arbeitnehmer nicht vor ihrem Arbeitgeber blamieren möchten. Sie möchten diesen zufriedenstellen und bloß keine Fehler machen. Somit entsteht die Angst vor dem Arbeitgeber, den die Betroffenen versuchen zu meiden, um sich nicht in eine peinliche Situation zu bringen.

Was du in diesem Fall vermeiden und stattdessen TUN kannst:

Angst vor Arbeitslosigkeit nach Studium

Viele Absolventen der Universität freuen sich auf ihren Abschluss. Doch bei dieser Freude spielt nicht selten eine Angst mit. Die Absolventen stellen sich die Frage, was danach sein wird? Sie machen sich viele Gedanken, ob sie eine gut bezahlte Anstellung finden oder in der Arbeitslosigkeit landen.

Eine Angst in Maßen ist begründet, schließlich möchte keiner nach vielen Jahren des Studierens arbeitslos sein. Oft werden nur die Besten genommen und Berufsanfänger haben es schwer. Dies verursacht große Ängste bei den Betroffenen, was sich bis zum Burnout steigern kann.

Burnout als Folge der Angst

Übermäßige Angstgefühle sind für den Körper bzw. den Geist nicht gesund. Ängste entstehen durch zu viel Stress. Menschen machen sich zu viele unnötige Gedanken, wodurch dieser Stress entsteht und die Ängste verursacht. Die Ängste gekoppelt mit weiterem Stress führen schließlich zum Burnout. Es ist ein Teufelskreis, aus dem nur schwer zu entkommen ist.

Die schnelllebige Zeit heutzutage und der Leistungsdruck aus allen Ecken verstärkt die Gefahr, Burnout zu bekommen. Je engagierter die erteilten Aufträge erledigt werden, desto mehr Aufgaben bekommen die fleißigen Arbeitenden. Dieser Druck führt oft zu gesundheitlichen Problemen und einem möglicherweise längeren Krankheitsausfall wegen Burnout.

Angst vor der Arbeit nach längerer Pause

Angst am Arbeitsplatz

Wenn auf der Arbeit zu viel Stress herrscht und zu viel Zeit- und Leistungsdruck hinzukommt, dann kann es zum Burnout kommen. Dies führt zu einem längeren Krankheitsausfall. Der Einstieg in die Arbeit nach Burnout ist für die Betroffenen mit großen Ängsten verbunden.

Ein längerer Krankheitsausfall hat bestimmte Gründe, die bei einem schlechten Arbeitsverhältnis und Spannungen mit Arbeitskollegen zu Getuschel führen kann. Davor und vor anderen negativen Situationen haben die Betroffenen panische Angst, weswegen sie am liebsten nicht wieder arbeiten gehen würden.

Einige Menschen haben bereits Schwierigkeiten, nach einem einwöchigen Urlaub wieder zur Arbeit zu gehen. Der Rhythmus ist verschoben und plötzlich geht es wieder los. Die Betroffenen haben meistens keinen erholsamen Urlaub, weil es bereits im Urlaub mit den negativen Gedanken und Sorgen losgeht. Sie überlegen sich Vermeidungsstrategien, um bloß nicht in unangenehme Situationen zu gelangen.

Noch schlimmer erscheint der Arbeitseinstieg nach der Elternzeit. Diese dauert in der Regel ein Jahr, sodass die Betroffenen großen Abstand zu der Arbeitsstelle, den Arbeitskollegen und dem Arbeitgeber gewonnen haben. Der Gedanke daran, dass sie erneut dem Mobbing und dem Leistungsdruck ausgesetzt sein könnten, weckt panische Ängste in ihnen.

Angst vor unbekannten Veränderungen

Möglicherweise sind mittlerweile neue Kollegen auf der Arbeitsstelle beschäftigt, weswegen die soziale Phobie sich meldet. Die Betroffenen bekommen selbst bei dem Gedanken an die neuen Kollegen Bauchschmerzen. Kennenlerngespräche und ständige Fragen sind vorprogrammiert. Doch was tun bei solchen Ängsten?

Angst vor der Arbeit überwinden

Die Angst vor der Arbeit schränkt die Betroffenen sehr ein. Nicht selten haben sie nur wenig erholsame Zeit, weil selbst in der Freizeit sich viele Gedanken um die Arbeit drehen. Es ist für diese Menschen nur sehr schwer möglich, diese Gedanken abzustellen. Nichtsdestotrotz sollten die Betroffenen bei geringen Angstgefühlen versuchen, eigenständig mit positiven Gedanken entgegenzuwirken.

Einige Entspannungsübungen, wie beispielsweise Yoga oder progressives Muskeltraining, helfen den Betroffenen zur Ruhe zu kommen. Sie konzentrieren sich in dieser Phase der Entspannung nur auf sich selbst und schalten den Kopf kurzzeitig aus. Nach mehrmaligem Einüben gelingen die Übungen immer leichter und der Ausführende kommt schneller zur Ruhe und kann sich entspannen.

Sollten die Ängste größer sein, sodass sogar Panikattacken entstehen, helfen Entspannungsübungen allein nicht mehr. In solch einem Fall muss ein professionelles Gespräch gesucht werden. Experten schätzen die Situation ein, sodass mit einem individuellen Behandlungsplan die Angst angegangen werden kann. In den meisten Fällen ist nach nur kurzer Zeit eine Besserung spürbar.

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Das Gespräch bei einem Experten ist wichtig, weil dadurch weitere gesundheitliche Beschwerden vermieden werden können. Vor allem können die Betroffenen vor einem Burnout bewahrt werden. Oft merken die Betroffenen gar nicht, dass sie kurz vor einem Burnout stehen. Der Experte hilft, die Situation besser einzuschätzen und gegen Ängste die beste Vorgehensweise auszuwählen.


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