Ängste bewältigen

Lustlosigkeit

Das Thema Ängste beschäftigt viele Menschen im Alltag. Oftmals verstehen wir nicht, warum diese Ängste da sind, was sie uns sagen wollen. Für viele ein störender Fakt, für andere alltägliche Belastung. Je nach Stärke der Ängste können massive Einschnitte ins Leben der Betroffenen passieren, so dass die Leute dann schlicht und ergreifend auf professionelle Hilfe angewiesen sind.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Jetzt informieren

Welche Möglichkeiten gibt es für Betroffene? Wie können Ängste überwunden werden? Was gibt es was man selbst tun kann begleitend zur professionellen Hilfe? Auf all diese Fragen gehen wir in diesem Artikel ein.

Ängste überwinden

Das Überwinden der übertriebenen Ängste ist das Ziel, nicht das Überwinden der Angst selbst. Ängste schützen uns vor Gefahren und sind somit ein wichtiger Bestandteil des Lebens, ein Berater in unserem Kopf der uns zurück pfeift wenn wir zu sehr übers Ziel schießen.

  • Angst ist ein Berater, genau das ist die Aufgabe.
  • Als solcher soll sie aber nicht sagen, wo es lang geht. Wenn wir aufgrund vieler Umstände, die sich aufsummieren, eine Angststörung entwickeln, neigt die Angst dazu das Ruder an sich zu reißen.
  • So gut sie als Berater auch ist, so schlecht ist sie als Chef.
  • Um also die Angst zu überwinden, ist es notwendig, die Ursache für die Störung im inneren Gleichgewicht zu beseitigen.
  • Erst dann kann die Angst wieder ihren normalen Platz einnehmen.

Selbsthilfe

Die Selbsthilfe ist ein wichtiger Punkt bei der Bearbeitung von Ängsten und dem zurück gewinnen des eigenen Lebens. Die Selbsthilfe gliedert sich in zwei wesentliche Teile, was man alleine in seinem Leben ändern kann und in Selbsthilfegruppen, wo durch den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen die Möglichkeit besteht, eine Genesung zu unterstützen.

Wichtig ist beim Thema Selbsthilfe jedoch immer eines, gerade beim Thema Angst ist es wichtig, wenn es eine Angststörung gibt diese auf jeden Fall professionell behandeln zu lassen. Eine unbehandelte Angststörung geht nicht von alleine weg sondern breitet sich in der Regel auf immer mehr Lebensbereiche aus und vor allem gibt es gute Chancen, dass es sich zu einer Panikstörung ausweitet.

Selbsthilfe für sich bedeutet, Gedankenmuster zu finden und zu ändern, die Angstprozesse begünstigen, eventuell das eigene Leben neu sortieren um wieder ein inneres Gleichgewicht zu bekommen.

Selbsthilfe in Gruppen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, da Betroffene so Gruppendynamiken nutzen können um Erkenntnisprozesse zu unterstützen. Wichtig bei solchen Gruppen ist, darauf zu achten, dass sie professionell geführt werden. Es gibt viele Selbsthilfegruppen, in denen sich einfach nur Betroffene treffen, die dann nach einiger Zeit zum Kaffeeklatsch oder zur Jammerrunde werden. Diese Gruppen sind nicht empfehlenswert. Es sollte immer ein Psychologe, Psychiater oder sonstige Fachkraft dieser Gruppe Struktur geben.

Hypnose zur Angstbewältigung

Hypnotherapie kann ein Mittel sein, um Phobien, sprich konkrete Ängste zu bewältigen (z.B. Angst vor Spinnen, vor dem Fliegen, usw.). Dabei gibt es unterschiedliche Verfahren.

Üblicherweise ist eine solche Therapie immer auf konkrete Ziele ausgerichtet, die im Vorfeld mit dem Klienten erarbeitet werden. Es sind nur wenige Stunden erforderlich. Das Gespräch zum Ermitteln der Ziele kann durchaus auch andere therapeutische Techniken beinhalten.

In der eigentlichen Hypnose wird zuerst mittels eine Tiefenentspannung eine sogenannte hypnotische Trance hervorgerufen. Dabei ist das Bewusstsein zwar wach, der Klient hat also immer noch die Möglichkeit zur Intervention. Dann, in dem veränderten Bewusstseinszustand, beginnt der Therapeut damit, die unbewussten Ressourcen des Klienten zu mobilisieren. Dies passiert meistens mittels Suggestion.

Es gibt auch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel die therapeutische Meditation, die als Entspannungsverfahren genutzt werden kann.

Buch und Kurs

In unserem eBook Kurs deine Seelenfreiheit zu dem Thema gehen wir auf verschiedene Themen aus diesem Bereich ein. Wir bieten Möglichkeiten, die Selbsthilfe für sich selbst zu erlernen, um auch präventiv Angststörungen vorzubeugen.

Betroffene haben zudem die Möglichkeit, ein begleitendes Coaching zu erhalten, was Hand in Hand mit einer Psychotherapie gehen kann (die Betroffene auf jeden Fall anstreben sollten). Wir stellen auch verschiedene Entspannungs-und Stressbewältigungstechniken in dem Programm vor.

Angst-Therapie

Im Vorfeld zur Therapie stehen zuerst einmal umfangreiche Diagnosen, um körperliche Erkrankungen ausschließen zu können, die zu einer Angststörung führen. Das ist wichtig, da viele Krankheiten die das verursachen können gefährlich sind. Zu diesem Zweck sollte der zuständige Hausarzt mit den Fachärzten zusammenarbeiten.

Sind körperliche Ursachen ausgeschlossen, kommt es zur Psychotherapie um die Angststörung zu behandeln. Wichtig dabei ist zu wissen, dass Psychotherapie nichts schlimmes ist. Noch immer herrschen gesellschaftliche Vorurteile gegen Betroffene, doch um Verantwortung für sein Leben zu übernehmen ist es einfach notwendig, sich Hilfe zu holen, wenn man selbst nicht mehr weiter kommt.

Niemand würde auf die Idee kommen, mit einem gebrochenen Bein nicht zum Arzt zu gehen, aber das Bewusstsein mit einer psychischen Erkrankung genauso verantwortungsvoll umzugehen ist leider noch nicht in alle Bereiche unserer Gesellschaft vorgedrungen.

Anamnese

Im Vorfeld zur Psychotherapie steht die sogenannte Anamnese. Das bedeutet, dass der Psychologe oder Psychiater sich einen Überblick verschafft über die Situation des Klienten. Oftmals geschieht dies zum Einen durch Fragebögen, in denen verschiedene Dinge angefragt werden, zum Anderen durch die Erstgespräche, die auch Evaluierungsgespräche genannt werden.

Innere Unruhe und Ängste schrittweise loswerden   Jetzt informieren

In der eigentlichen Therapie entscheiden Therapeut und Klient, welche Wege gangbar sind. Oftmals haben sich bei Phobien (konkreten Ängsten) verhaltenstherapeutische Maßnahmen in Verbindung mit einem aktiven Lebensstil und viel Bewegung bewährt. Gegebenenfalls kann dies durch Medikamente unterstützt werden. Hinzu können Trainingsprogramme, bei denen die Klienten dann nach und nach oder auch direkt nach einer vorbereitenden Therapie mit der Quelle ihrer Angst konfrontiert werden, um die zu überwinden.

Bei einer generalisierten Angststörung ist eine intensivere Betreuung notwendig, die Therapieverfahren sollen zuerst den Klienten wieder in einen stabilen Zustand bringen. In der Regel wird diese Angststörung auch medikamentös behandelt.

Bei allen Angsttherapien spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel die Aufarbeitung von Konflikten und der Abbau von Stress. Hinzu kommt das Erlernen von Entspannungsverfahren. Ein gesunder Lebensstil ist auch unterstützend. Dazu gehören neben einer ausgewogenen Ernährung auch feste Lebensrhythmen und körperliche Aktivität.

Ängste bei Kindern

Ängste bei Kindern

Leider ist es in unserer Gesellschaft so, dass auch Kinder oft von Ängsten heimgesucht werden. Die meisten Ängste von Kindern kommen wahrscheinlich aus den Lebensumständen. Oftmals können zum Beispiel Trennung der Eltern, zu viel Druck und Stress in der Schule und/oder im Elternhaus oder auch Vereinsamung dazu beitragen.

Ebenfalls traumatische Ereignisse. An der Stelle sollte gesagt werden, dass ein traumatisches Ereignis ein individuelles Empfinden ist, es muss also keineswegs ein weltbewegendes Ereignis wie ein Autounfall sein, es können auch Kleinigkeiten zu schweren Erschütterungen in der kindlichen Psyche führen, wie zum Beispiel ein Kind das ängstlich ist, im Schwimmbad die Rutsche runter rutscht weil der Vater auf es wartet unten und es auffängt und es dann einfach nicht schafft weil er die Geschwindigkeit falsch einschätzt.

Der Vater wird das Kind aus dem Wasser heben und die Sache ist erledigt, für das Kind kann durchaus ein Vertrauensbruch vorliegen und eine traumatische Erfahrung, weil seine Eltern es „im Stich gelassen haben“. Es geht hierbei also nicht um eine objektive Sichtweise, nach der das keine große Sache ist, sondern um subjektives Empfinden. Eltern sollten sich darüber bewusst sein, dass es wichtig ist auf die Erlebenswelt ihrer Kinder einzugehen und darauf zu achten wie das Kind auf bestimmte Dinge reagiert.

Gerade bei Kindern ist es sehr wichtig, möglichst früh auf Ängste einzugehen. Wenn Eltern also merken, dass ein Kind konkrete Angstthemen hat, sollten sie sich auf keinen Fall scheuen einen Kinderpsychologen aufzusuchen, der den Familien gute Hilfe leisten kann.

Wichtig wie bei allen Dingen ist, wir reden hier von Angststörungen, nicht jede Angst von einem Kind muss behandelt werden. Auch hier gilt, man sollte einfach einschätzen aber wann eine therapeutische Intervention zielführend ist und gegebenenfalls, wenn man nicht sicher ist, mit einem Therapeuten, Sozialarbeiter oder Erzieher sprechen und sich Rat holen ohne das Kind. Ist man nicht sicher an wen man sich wenden kann, helfen Jugendämter gerne weiter, die oftmals selbst umfangreiche Informationsprogramme anbieten.

Ängste verstehen und bewältigen

Um Ängste zu bewältigen ist es sinnvoll, sie zuerst mal zu verstehen. Im Generellen sind Ängste Schutzmechanismen, die uns vor Gefahren warnen, also erstmal was Positives. Inneres Ungleichgewicht, Erfahrungen und nicht verarbeitete Traumata können dazu führen, dass dieser Mechanismus ins Ungleichgewicht kommt. Daraus entwickelt sich dann eine Angststörung im dümmsten Fall.

Woran merkt man, dass man eine Angststörung hat? Das ist schwer zu beantworten. Wenn man auffällige Ängste oder Phobien hat die man nicht überwinden kann, ist es sinnvoll sich erst einmal selbst in den Situationen zu beobachten.

Wichtig hierbei ist, dass wir uns immer die Frage stellen sollen, muss ich jede Phobie konfrontieren? Wenn ich also zum Beispiel Angst habe vor einem südamerikanischen Pfeilgiftfrosch, aber nie nach Südamerika reise, hat diese Angst in der Regel auch keine Relevanz für mein Leben. Dann ist es natürlich schwierig zu beurteilen, ob diese Angst übertrieben ist.

Wenn man jedoch ständig vor Wespen wegrennt, die bei uns doch gehäuft vorkommen, sollte man sich die Frage nach eine Wespenphobie stellen. Ich persönlich denke, dass eine Angststörung an dem Punkt vorliegt, wo wir unsere Reaktion auf eine Situation nicht mehr bewusst steuern können und einfach instinktiv handeln. Doch jeder muss für sich seine Grenze festlegen und im Zweifelsfall mit einem Fachmann darüber sprechen ob es etwas ist, was aus dem Ruder gelaufen ist.

In den Therapien für Phobien wird in der Regel mit Rationalisierungen gearbeitet, sprich man informiert sich zuerst über das Angstthema, schaut sich die positiven Seiten mit dem Therapeuten an (um bei dem Beispiel zu bleiben, was tun Wespen für unser Ökosystem, wie ist ihr normales Verhalten, unterschied zwischen Solitär-und Schwarmwespen und so weiter).

So lernt man zuerst einmal in einem theoretischen Rahmen positive Dinge über etwas, was uns bisher Angst gemacht hat und damit sehr negativ behaftet war. So bekommt man einen neuen Blickwinkel auf die Sache und kann sich selbst dadurch neu ausrichten. Am Ende einer Vorbereitung steht die Konfrontation mit der Angst, die an diesem Punkt überwunden wird.

Generalisierte Angststörungen sind komplexer in der Behandlung und würden den Rahmen dieses Textes sprengen, weshalb darauf an anderer Stelle eingegangen wird.


Autoren
Die Redaktion hinter diesem Portal bietet hochwertige Informationen und Ratgeber über Unruhe und Ängste. Texte werden in Zusammenarbeit mit einem Heilpraktiker, einem psychologischen Berater und einem schamanischen Motivationstrainer konzipiert.